Drakkar – When Lightning Strikes

“Italien und Power Metal gehören nun mal zusammen!“

Artist: Drakkar

Album: When Lightning Strikes

Spiellänge: 56:06 Minuten

Genre: Melodic Power Metal

Release: 16.01.12

Label: My Kingdom Music

Link: www.myspace.com/drakkarweb

Klingt wie: Manowar und Axenstar

Produziert in: Aufgenommen und gemixt bei Mattia Stancio im Elnor Studio und gemastert von Jürgen Lusky bei House Of Audio/Hofa.

Bandmitglieder:

Gesang – Dave Dell‘Orto
Gitarre – Dario Beretta
Bass – Simone Cappato
Keyboard – Corrado Salorino

Studio Schlagzeug – Mattia Stancioiu
Live Schlagzeug – Paolo Pirola

Tracklist:

  1. Hyperspace – The Arrival
  2. Day Of The Gods
  3. The Armageddon Machine
  4. In The Belly Of The Beast
  5. Revenge Is Done
  6. When Lightning Strikes
  7. Winter Soldiers
  8. Salvation
  9. At The Flaming Shores Of Heaven
  10. We Ride
  11. The Awakening
  12. My Endless Flight
  13. Aftermath – The Departement
  14. Engage
  15. New Frontier

Drakkar-When_Lightning_Strikes-Cover

Die aus Italien stammenden Power Metaller von Drakkar haben schon einiges an Erfahrung was das Musikmachen anbelangt. Drei Alben und eine EP sind die Vorgänger dieser Scheibe, wobei sich die vier Jungs schon im Jahre 1995 gegründet haben. Besonders bei dieser Band ist, dass sie zwei Session Drummer haben, einen für Studioaufnahmen und einen für die Live Auftritte. Aber Merkwürdigkeiten kommen nun mal vor.

Nach praktisch zwei Intros kommt mit The Armageddon Machine auch schon direkt ein fast sieben-minütiger Song, der schon einmal in die richtige Richtung geht. Man hört typische Elemente aus dem italienischen Power Metal heraus, wie zum Beispiel Hintergrundchöre, Keyboards etc.. Speed und Melodie sind dabei ebenfalls gut und der Drummer gibt auch ordentlich Gas.

Nach einem weiteren – ich nenne es mal – Intro/Midtro geht es weiter mit Revenge Is Done. Dies ist kein schlechter Song, aber was Bands, wie zum Beispiel Sonata Arctica mit ihrer Art Keyboard gut hinbekommen, geht bei Drakkar leider etwas schief. Ein viel zu langes Solo des Keyboarders macht diesen Song dummerweise kaputt.

Der Titeltrack verkörpert, was Power Metal ist: melodisch, explosiv, abwechslungsreich und doch von Song zu Song, Passage zu Passage unterschiedlich. Die Inspiration ist hier, sowie auch bei Winter Soldiers, unverkennlich, was auch typisch für italienischen Power Metal ist. Außerdem ist gerade der Titelsong anspruchsvoll, sowohl technisch, als auch in seiner ganzen Komposition. Bei der guten Umsetzung ein ganz klarer Pluspunkt für diese Scheibe und ein Highlight noch dazu.

Salvation hat ein sehr überraschendes Intro parat. Ein japanischer Monolog mit asiatischer Hintergrundmusik eröffnet diesen ansonsten typischen Power Metal-Song. Und auch At The Flaming Shores Of Heaven beginnt mit einer Abwechslung, die sich im wahrsten Sinne des Wortes gewaschen hat, denn hier handelt es sich um Meeresrauschen. Und natürlich gibt es auch hier wieder klassischen Power Metal auf die Ohren.

We Ride ist erneut ein starker Song, der mich ein wenig an Manowar erinnert. Sehr melodisch, aber auch nicht tempolos, ist dieses Stück ein typischer Song für dieses Genre, bei dem man gerne mitgrölt. Und trotz sechs Minuten Spiellänge ist dieser Song schneller vorbei, als man denkt.

Nach einem weiteren Midtro geht es weiter mit My Endless Fight. Ein sehr grooviger Song, der auf Inspiration diverser 80er Bands hinweist und eine starke Abwechslung zum Ende des Albums ist. Mit Melodik, sauberer Technik, starkem Chorus und Variation überzeugt dieses Stück und ist eines der Highlights.

Wenn ich nach Titel und Inhalt des Tracks Aftermath – The Departement urteilen soll, so sehe ich diese Nummer als Outro an, doch es folgen noch ein kurzes Gitarren-Interlude und ein – ich sage einmal vorsichtig – Bonus-Track. Eine sehr schnelle Nummer mit viel Power dahinter, die einen starken Eindruck hinterlässt und ein ansonsten mittelmäßiges Album hervorragend abrundet.

Fazit: Drakkar haben alles in allem ein anständiges Album geschaffen. Es gibt einiges Überflüssiges oder auch eintönige Teile auf dieser Scheibe, aber trotzdem ist vieles gelungen und eine Menge Abwechslung wurde dargeboten. Vor allem der Titelsong kann sich selbst mit den besten Power Metal-Bands messen. Technisch gesehen ist dieses Werk auch in vielerlei Hinsicht sehr gut gelungen, was wiederum ein wenig der gegebenen Kritik gutmacht. When The Lightning Strikes kann man sich kaufen, vor allem wenn man die Band oder italienischen Power Metal generell mag, man muss es jedoch nicht. Anspieltipps: When The Lightning Strikesl, Winter Soldiers und My Endless Fight
Lennart L.
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