Embedded – Bloodgeoning

“…das Skalpell, bitte!“

Artist: Embedded

Herkunft: Osnabrück, Deutschland

Album: Bloodgeoning

Spiellänge: 37:49 Minuten

Genre: Death Metal, Brutal Death Metal

Release: 29.01.2016

Label: Apostasy Records

Link: https://embeddedofficial.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Rainer Düsing
Gitarre – Christian Wösting
Gitarre – Wolfgang Sander
Bassgitarre – Daniel Meier
Schlagzeug – Mark Renzenbrink

Tracklist:

  1. Quadruple Corpse Horror
  2. Murder-Suicide
  3. Cleansed By Fire
  4. Dawn Of My Being
  5. Edenblaze
  6. Grinding The Bones
  7. Time Has Come
  8. Bowed

Embedded - Bloodgeoning

Ganze sieben Jahre hat sich der Fünfer Embedded aus Osnabrück nach ihrem letzten Release Zeit gelassen, um mit Bloodgeoning einen weiteren Akzent von brutalem Death Metal in der Szene zu setzen. Der neue Longplayer wird zudem unter der Fahne von Apostasy Records auf den Markt gebracht, da kann ja eigentlich nicht viel schiefgehen…oder? Dann mal her mit dem Skalpell, ich will mir das mal genauer anschauen.

Kaum setze ich die ersten Schnitte, schon spritzt mir das Blut in Strömen entgegen. Der Opener Quadruple Corpse Horror zeigt, worauf sich der Hörer gefasst machen kann. Fiese und tiefe Growls, abgrundtief bösartige Riffs, die gut vom Bass unterstrichen werden und noch ein paar Blastbeats. Besser kann eine Scheibe nicht anfangen.

Genauer betrachtet reißt allein schon Sänger Rainer durch seine tiefen und markerschütternden Growls einiges heraus. Sogar Pigsqueals sind in den meisten Songs (wie zum Beispiel bei Quadruple Corpse Horror oder Murder-Suicide) kurzzeitig zu hören. Aber auch eine ganz kurze Passage Clean Vocals setzt er ein. Dies ist bei Endblaze der Fall, was durchaus für eine Überraschung sorgt.

Die beiden Gitarristen Christian und Wolfgang arbeiten an ihren Klampfen auf höchstem Niveau und zugleich auch noch auf ziemlich technischer Ebene. Abwechslung gibt es im Tempo auch, so geht es mal von ziemlich brachialen und schnellen Riffs zu langsameren, aber groovigeren Passagen. Sogar ein kurzes Gitarrensolo bei Grinding The Bones lässt sich entlocken.

Bassist Daniel hört man auch mit seinem Viersaiter in jedem der acht brutalen Tracks sehr gut heraus, zudem ist auch hier die technische Note zu vernehmen. Aber auch Schlagzeuger Mark, darf man nicht vergessen, denn durch die Salven, die er aus seiner Schießbude herausholt, wirkt die Scheibe deutlich wuchtiger.

Produktionstechnisch kann man wirklich nicht meckern, denn wenn man die Tracks hört, kommt alles sehr geballt auf einen zu und man wird von diesem Death Metal-Bulldozer überrollt, dennoch ist jedes Instrument sehr schön herauszuhören.

Fazit: Blutüberströmt und schweißgebadet sitze ich nun nach drei Durchläufen hier und kann zum größten Teil wirklich viel Lob aussprechen. Von Embedded bekommt man das, was man erwartet: Todesblei wie er im Buche steht. Die beiden extra Noten an Brutalität und Technik ergeben ein sehr starkes Album. Kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass trotz der großen Abwechslung auf der Scheibe doch noch zwei Tracks sind, die etwas lahm und eintönig klingen und erst nach häufigeren Durchgängen ziehen. Trotzdem ein Muss für alle Fans des Genres!

Anspieltipps: Quadruple Corpse Horror, Endblaze und Bowed
Stefan S.
8.5
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8.5
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