Forgotten Tomb – Springtime Depression

“Depressive Black Metal in Vollendung!“

Artist: Forgotten Tomb

Album: Springtime Depression

Spiellänge: 46:46 Minuten

Genre: Black Doom Metal

Release: 03.02.2012

Label: Agonia Records

Link http://www.forgottentomb.com/

Klingt wie: Funeral Rain, Absum

Bandmitglieder:

Gesang/Gitarre – Herr Morbid
Gitarre – A.
Bass – Algol
Schlagzeug – Asher

Trackliste:

  1. Todestrieb
  2. Scars
  3. Daylight Obsessions
  4. Springtime Depression
  5. Colorless Despondenca
  6. Subway Apathy

Forgotten_Tomb-Springtime_Depression-Cover

Nummer Drei der Neuveröffentlichungen folgt auf dem Fuße! Auch Springtime Depression von 2003 wird erneut releast und bietet das gewohnte Paket der Italiener. Forgotten Tomb bleiben ihrem Stil treu und zeigen eindeutig, welche Art von Musik sie bevorzugen. Black Metal in Vollendung wird zelebriert und die gehörige Portion an Emotionen wird hinzugefügt. Somit entsteht ein Album, welches den Hörer auf eine Reise in tiefe Abgründe, Verzweiflung und Negation mitnimmt.

Glanzvoll wie eh und je, ertönen die Songs. Einzigartig wird mit diesem Album ihr vollendetes Wirken gezeigt und dass man aus Black Metal definitiv mehr machen kann. Polyrthytmik ist häufig in ihren Songs zu finden und die Scheibe klingt gewaltig und laut. Melodisch und zugleich hart wird gearbeitet, dazu kommen kurze ruhige Momente, die eindringlich gestaltet sind und auf die Emotionsschiene drücken. Der hohe Scream rückt in den Vordergrund und die textliche Komponente erhält viel Gewicht. Die Instrumente sind aufeinander abgestimmt und die Gitarren dröhnen aggressiv und dunkel hervor. Das Tempo wechselt von rasant bis schleichend und bietet eine breite Palette an Spielraum. Soli, wie im Song Scars, findet man häufiger, denn sie passen perfekt in die Machart und bringen Weite sowie Platz für Eigeninterpretationen mit.

Aggressiv und äußerst lebhaft wird es mit dem Song Daylight Depression, welcher gar nicht depressiv erscheint. Es wird schnell und rasant und ohne große Spielereien vorgegangen. Der Song selbst steigert sich noch weiter und das kraftvolle Schlagzeug ist präzise zu hören. Trotz zeitweiser Monotonie wird es nie langweilig und man hat Spaß an den Songs und möchte mehr hören! Doch die Platte hat auch ruhige Töne zu bieten. Springtime Depression beginnt seicht und mit einer Gitarre, die langsam in den Titel gleitet. Man versinkt in seinen eigenen Träumen und schwimmt mit der Musik. Würde man hier noch Soundeffekte wie Regen oder dergleichen einfließen lassen, wäre der Eindruck perfekt. Instrumental grandios umgesetzt! Ohne Drums und Stimme stellt dieser Track den Höhepunkt dar und zeigt, wie kreativ Forgotten Tomb sind.

Fazit: Ein Meisterwerk wurde geschaffen und es glänzt durch Vielseitigkeit und Abwechslung. Trotz des düsteren Titels ist das Album nicht ganz so seicht und ruhig. Die Songs sind individuell gestaltet und stehen für sich selbst. Man erkennt die Liebe zur Musik und dass erfahrende Künstler an den Instrumenten stehen. Mich hat Springtime Depression überzeugt und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Anspieltipps: Daylight Depression, Springtime Depression
Nadine S.
10
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