Ghøstkid – Ghøstkid

Ex-Callboy Sänger veröffentlicht erstes Album

Artist: Ghøstkid

Herkunft: Berlin, Deutschland

Album: Ghøstkid

Spiellänge: 42:30 Minuten

Genre: Post Trancecore

Release: 13.11.2020

Label: Century Media / Sony Music

Link: https://www.ghost-kid.de/

Bandmitglieder:

Gesang – Sebastian (Sushi) Biesler
Gitarre – Danny Güldener
Bassgitarre – Stanislaw Czywil
Schlagzeug – Steve Joakim

Tracklist:

  1. Føøl
  2. Start A Fight
  3. Sharks
  4. Drty
  5. This It Nøt Høllywøød feat. Timi Hendrix
  6. Yøu & I
  7. Supernøva feat. Marcus Bischoff
  8. Crøwn feat. Mille Petrozza
  9. Cøld Wørld
  10. Zerø
  11. This Is Nøt Høllywøød feat. Johnny 3 Tears

Am 12. Februar dieses Jahrs gab ex-Eskimo Callboy Sänger Sushi bekannt, dass er die Band verlassen wird, um seinen ganz eigenen individuellen Weg zu gehen mit seinem brandneuen Projekt Ghøstkid. Am 7. August veröffentlichte Sushi dann seinen ersten Song Start A Fight auf YouTube und dieser wurde trotz der Kritiken bezüglichen des Ausstiegs extrem gut angenommen. Das könnte aber auch dran liegen, dass klare Callboy Strukturen deutlich werden, die man so kennt und gewohnt ist. Aber auch viele neue Elemente sind in der Platte aufgegriffen und mischen den alten Stil auf. Sushi schafft es, in der gewohnten Party-Stimmung Kälte unterzubringen, welche die Scheibe ungeheuer düster erscheinen lässt und dadurch ein noch komplett unbekanntes Genre kreiert.

Føøl ist der Opener des Albums und dieser legt gleich richtig los. Unzählige Elemente sind in diesen Song eingearbeitet und man kann dann auch schon erahnen, welche Arbeit in dieses Album gesteckt wurde. Überwiegend donnern erst mal elektronische Beats aus den Boxen, die mit brutalen Drums kombiniert werden. Callboyartige Gitarren vereinen sich mit chorischen Gesängen, die den Refrain verfeinern. Während Sushi rücksichtslos harte Screams über alles drüberlegt, entwickelt sich der Song zu einem Flammeninferno, welches mit keinem bekannten Stil zu vergleichen ist.

Für das Album hat Sebastian Biesler verschiedene Gastkünstler eingeladen, wie Timi Hendrix (Trailerpark), Marcus Bischoff (Heaven Shall Burn), Mille Petrozza (Kreator) und Johnny 3 Tears (Hollywood Undead). Die Sänger unterstützen Sushi bei verschiedenen Songs – positiv dabei hervorzuheben ist, dass die Musiker im Vordergrund stehen und nicht nur auf dem Papier abgedruckt sind.

Supernøva beispielsweise wird von Marcus Bischoff (Heaven Shall Burn) unterstütz. Die brutalen Screams des Sängers werden ganz gezielt im Refrain sowie in der Bridge eingesetzt. Es wird jeweils darauf geachtet, dass die Stärken der einzelnen Künstler hervorgehoben werden, so hat Timi Hendrix (Trailerpark) bei This It Nøt Høllywøød einen Rap-Part, den er komplett selbstständig vertont, während Sushi im Hintergrund nur qualvolle Schreie fahren lässt. Es ist beachtlich, wie die einzelnen Stimmen in den Songs und somit in das Album gearbeitet werden, ohne dass der verfolgte Stil verloren geht.

Der Stil des Albums wird bei allen Tracks konsequent berücksichtigt und bei jedem Lied merkt man die finstere Winternacht, die eine bedrückende Stimmung ausstrahlt. Von der lustigen Stimmung, die man von Eskimo Callboy kennt, ist hier nichts mehr zu erkennen. Die einzigen Parallelen, die man ziehen kann, sind die elektronischen Elemente, die Sushi übernimmt. Ansonsten merkt man, welche düsteren Gedanken Sebastian mitbringt und seine Intention, sein eigenes Projekt zu realisieren. Der dramatische und fast schon blutrünstige Stil ist mit Eskimo Callboy nicht zu vereinbaren, passt aber unglaublich gut in das Konzept des Ghøstkids.

Ghøstkid – Ghøstkid
Fazit
Sebastian hat mit Ghøstkid echt etwas Neues kreiert, was man so speziell noch nicht kennt. Viele Elemente bauen das Album zusammen und die Gastkünstler machen dies zu einer besonderen Platte. Obwohl ich kein Callboy-Fan bin, war ich echt begeistert, was Sushi aus dieser Erfahrung mitgenommen hat und was sich daraus entwickelt hat.

Anspieltipps: Supernøva und Yøu & I
Paul M.
8.9
Leser Bewertung1 Bewertung
9.4
8.9
Punkte
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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