In Flammen Open Air 2018 vom 12.07. – 14.07.2018 in Torgau bei Leipzig

            „In Flammen Open Air 2018 vom 12.07. – 14.07.2018 in Torgau bei Leipzig“

Festivalname: In Flammen Open Air 2018

Bands: Cannibal Corpse (Us), Candlemass (Swe), Napalm Death (Uk), I Am Morbid (Us) David Vincent – Ex Morbid Angel, Taake (Nor), Impaled Nazarene (Fin), Dread Sovereign (Irl), God Dethroned (Nl), Bölzer (Ch), Hate (Pl), Pillorian (Us) Members Ex Agalloch, Urn (Fin), Godthrymm (Uk) – Members Vallenfyre/My Dying Bride, Attic (D), Necrowretch (Fra), Saor (Uk), Venenum (D), Goath (D), Spasm (Cz), Mosaic (D), Fubar (Nl), Vredehammer (Nor), Shade Empire (Fin), Nervosa (Bra), Ad Cinerem (D), Blasphemer (It), Faanefjiell (Nor), Nervosa (Bra), Carnation (Be), Space Chaser (D), Calliophis (D), Serrabulho (Prt), Chaos And Confusion (D) uvm.

Ort: Torgau bei Leipzig

Datum: 12.07. – 14.07.2018

Kosten: ab 54,90 €

Genre: Black Metal, Trash Metal

Link: https://www.facebook.com/IN-FLAMMEN-Open-Air-124328470934903/?fref=ts

„Hello again“ und „Willkommen zur wohl heißesten Gartenparty Deutschlands!“ Ja, genau so werden wir mit Freuden in Empfang genommen und dürfen am Spektakel in Torgau bei Leipzig vom 12.07. – 14.07.2018 teilhaben. Bands wie TaakeCandlemass oder Attic reichen sich an diesem Wochenende das Mikrofon in die Hände und werden die Stimmung zum Kochen bringen. Das Wetter jedenfalls könnte nicht besser dazu passen – mit um die 26° die wohl schönste und heißeste Party des Jahres in Torgau.

Zum vierten Mal darf ich an diesem Wochenende an meinem Lieblingsfestival im Osten teilhaben. Leider nicht, wie in den letzten Jahren als Dauergast von Donnerstag bis Sonntag, sondern diesmal arbeitsbedingt nur als Tagesgast am Samstag. Viel hat sich geändert und das sehr zum Positiven. So wird mir direkt weitergetragen, dass sich das Festival rabiat vergrößert hat. Nicht mehr die altbekannte Grünfläche vom Schotterweg zur Linken, – nein erstmals wird auch die rechte Seite angerissen und bewohnt. Ob das nun positiv oder negativ für die Besucher am Donnerstag war, sei dahingestellt – da mir Bekannte berichten, bis zu drei Stunden bei der Bändchenausgabe gewartet zu haben. Positiv hierbei, dass die Resonanz des In Flammen zugenommen hat! Auch positiv anzumerken ist, dass Veranstalter Thomas bei den sanitären Anlagen aufgestockt hat. So gibt es nun nicht mehr Unisex-Duschen, nein – Männlein und Weiblein haben Ruhe voreinander. Wenn es um die Verpflegung geht, darf wieder erwähnt werden, dass es meine Lieblingsnudeln mit hausgemachter Käsesoße gibt. Schon vor vier Jahren gehörte das zu einem absoluten Muss in meinem Magen. Ob Pommes, Schnitzel, das morgendliche Gaststättenessen mit Rührei, belegen Brötchen oder Kaffee – alles ist dabei gleich geblieben. Sowohl im Preis als auch in den Portionen, die die Besucher satt machen. Der Bühnengraben für Presse und Foto wurde ebenfalls verändert. Er ist breiter und beherbergt ein Crewmitglied innen, welches den Einlass regelt. Danke dafür! Leider fällt nur ein Punkt auf, der mich etwas irritierte, denn beim betrachten der Running Order sticht direkt ins Auge, dass Weltenbrand in diesem Jahr nicht mit von der Partie sind.

Kommen wir aber zum Hauptaugenmerk für unseren Samstag: die Bands. Heute stehen ganz große Showacts wie Attic, Napalm Death, Taake, Saor oder auch Goath auf dem Plan. Nachdem wir leider etwas zu spät angekommen, bleiben für uns kurz nach halb zwei nur noch Krümel vom Blech übrig. Das jährliche Kaffee und Kuchen Spektakel war also wie immer ein voller Erfolg. Menschenmassen sind noch vor Ort und genau das macht die familiäre Gartenparty aus. Man trifft sofort auf Stammgäste aus den letzten Jahren und verzwickt sich schnell in Gespräche. Ganz nebenbei läuft uns auch der Veranstalter über den Weg, mit dem wir ein kurzes Gespräch führen.

Zu meiner ersten Band in diesem Jahr gehören Serrabuhlo. Was zum Teufel ist das bitte für eine durchgeknallte Grindcore Band? Habe ich Grindcore gesagt? Ich denke, der Rest erübrigt sich beiläufig von selbst. Die Portugiesen, welche seit 2010 existieren sind … durchgeknallt. Was anderes lässt sich wohl kaum in Worte fassen. Ein Gitarrist mit Internet-Explorer-Kostüm, ein Sänger aussehend wie Jesus, eine Kehrschaufel als Mikrofon? Ja, das alles gibt es hier zu sehen. Dem Publikum gefällt es augenscheinlich. Polonaisen bilden sich, Kissen werden in der Masse zerfetzt, die Bandmitglieder verlassen ab und an die Bühne … eine mega Stimmung! Wer auf Grindcore steht, sollte sich unbedingt diese Zusammenstellung ansehen.
Nach einem langen Spaziergang, mit einigen Stops bei Bekannten, rund um das Festivalgelände, in dem ich meinem Anhang erst einmal die gesamte Location nahelege, kehren wir zu Mosaic aus Thüringen zurück. Die Jungs haben eine ganz besondere Art Black Metal, welche das Publikum mitzieht. Unter anderem sind einige Bandmitglieder aus meiner Heimat unter anderen Projekten bekannt, zum Beispiel AIN, Maroon, Alchemyst oder Infaust.
Nachdem diese Show im Zelt endet, treibt es uns direkt weiter. Es stehen God Dethroned aus den Niederlanden auf dem Plan. Ein sehr oft gehörter Name, den ich für meinen Teil noch nicht live erleben durfte. Eine Black Death Metal Band, die einen weiten Werdegang hinter sich hat. Mit einer absoluten Hammer Bühnenpräsens können sich die Jungs hier gut sehen lassen. Seit 27 Jahren hat die Zusammenstellung ganze zehn Alben vermarktet. Darunter auch das Glanzstück Under The Sign Of The Iron Cross im Jahr 2010. Absolute Empfehlung!

Direkt im Anschluss gibt es Impaled Nazarene. Auch die Finnen können sich mit ihrer Laufbahn gut und gerne sehen lassen. Ebenfalls 28 Jahre Standhaftigkeit zerbombt hier die komplette Bühne. Ein klasse Auftritt! Mit 12 fertigen Alben und meiner Lieblingsscheibe aus dem Jahr 2005 Pro Partia Finlandia ein sehenswerter Klassiker!
Leider nähert sich mein Abend dem Ende, da am Sonntag ein Arbeitstag ansteht und ich früh aufstehen muss. So bleiben für mich Taake aus Norwegen der krönende Abschluss vor der Heimfahrt. Darauf habe ich mich schon Monate gefreut, denn die Band im Osten anzutreffen erweist sich als gar nicht mal so einfach. Hoest ist natürlich eine Präsenz für sich, jedoch kann sich der Auftritt allemal sehen lassen. Enttäuscht wird man hier nur, wenn man auf den Act Myr wartet. Dieser war leider nicht mit dabei. Was die Band hier abliefert, sprengt mehr als meine Erwartungen.

Ich bin glücklich und darf freudestrahlend abreisen. Leider verpasse ich Candlemass, Napalm Death und Attic. Nichtsdestotrotz war ich wieder einmal gern dabei und freue mich auf das nächste Jahr. Dann aber wieder mehrere Tage und nicht nur einen!
Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!

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