Interview mit Daniela Glogner, Mitbegründerin und Veranstalterin des ROCKHARZ Open Air 

Offene Fragen und Antworten rund ums ROCKHARZ Festival

Eventname: Interview mit Daniela Glogner, Mitveranstalterin des ROCKHARZ Open Air (Prokuristin VERUGA GmbH)

Datum: 09.11.2019

Ort: Metal Hammer Paradise, Weissenhäuser Strand

Teilnehmer:

Daniela Glogner
Christoph Brüchert
Gabriela Mikuteit
Stephanie Breddin
Matthias Breddin
Björn Schulz

Beim Metal Hammer Paradise konnten wir die Gelegenheit nutzen mit Daniela Glogner, ihres Zeichens Lebensgefährtin von Thorsten Kohlrausch (Geschäftsführer VERUGA GmbH und Veranstalter des ROCKHARZ Open Air) und Mitveranstalterin des ROCKHARZ Open Air, ein Interview zu führen. Zu unserem Erstaunen kam Dani nicht allein. Sie wurde von Mitarbeitern und Partnern des Festivals begleitet.

Im Herbst ist der Tross auf Promo-Tour und macht auch hier beim MHP Halt, allerdings eher, um Freunde, Bekannte, Händler oder Reporter zu treffen. Um die Mittagszeit sind die Damen und Herren bereit, sich unseren Fragen zu stellen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde haben wir uns ein ruhiges Plätzchen gesucht, gar nicht so einfach, und dann begann eine angeregte Unterhaltung.

Time For Metal / Kay

Vielen Dank dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt, um mit uns zu quatschen. Ich habe die Fragen bereits formuliert und euch vorab bereitgestellt. Bereits beim vergangenem ROCKHARZ durfte ich beim Festival einige Interviews mit diversen Künstlern führen.

Dani / ROCKHARZ

Und, hat es gefallen? Also nicht nur euch, sondern auch den Musikern, mit denen ihr geredet habt?

Time For Metal / Kay

Ja, das hat es wohl. Quer durch die Bank kamen positive Rückmeldungen. Gelobt werden vor allem das familiäre Verhältnis, die herzliche Aufnahme der Künstler und die kurzen Wege. Die Musiker fühlen sich einfach wohl.

Dani / ROCKHARZ

Das hör ich gerne. Wir versuchen, das Festival so zu gestalten, dass sich alle wohlfühlen. Es freut uns, dass es so positiv wahrgenommen wird und wir sind bemüht, das Flair des Festivals beizubehalten. Im Vorfeld habe ich mich mit eurem Bericht zum Festival beschäftigt und fand diesen gut.

Time For Metal / Kay

Danke, wir versuchen, bei unseren Berichten dem Festival und natürlich den Bands gerecht zu werden. Deshalb gibt es zu jeder Band zumindest ein paar Zeilen zu dem Auftritt. Schließlich sind wir da, um über das Festival zu berichten und nicht nur, um zu feiern. Klar gehört das auch mit dazu, aber nicht vordergründig. Ich bin jetzt das dritte Mal bei euch gewesen und finde es einfach schön. Die Lage, der Platz, die Bands. Das Festival wächst zwar von Jahr zu Jahr, aber es bleibt noch überschaubar. Wie sehen da die Planungen für die kommenden Jahre aus?

Dani / ROCKHARZ

Seit 2003 bin ich beim ROCKHARZ dabei und habe gemeinsam mit Buddy (Anm. Thorsten „Buddy“ Kohlrausch, Geschäftsführer der VERUGA GmbH) die Veranstaltung mitorganisiert. Damals wurde das Event noch im Rahmen eines Vereins veranstaltet. Da die Ausmaße immer größer wurden, mussten wir von Osterode nach Dorste wechseln. Die Zuschauerzahlen stiegen kontinuierlich. Dann haben wir uns auf die Suche nach einem neuen Austragungsort gemacht – Ballenstedt. Um erfolgreich zu sein, gehört ein moderates Wachstum dazu.

Time For Metal / Kay

Das ist schon eine große Erfolgsgeschichte. Wer hat denn damals die Idee mit dem Festival gehabt?

Dani / ROCKHARZ

Ursprünglich ist das Festival aus einer Idee gegen den rechten Populismus entstanden. Der Verein Rock und Kultur am Harz e. V. hat ein Konzert gegen Rechts initiiert. 1993 waren bereits um die 1.400 Gäste dabei und der Grundstein wurde gelegt. Das Festival wurde neben der normalen Arbeit organisiert und durchgeführt. Da die Zuschauerzahlen kontinuierlich anstiegen und somit auch die Verantwortung, wurde im Jahr 2006 eine GmbH gegründet. Nun organisieren wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern die Veranstaltung.

Time For Metal / Kay

Das hört sich schon gewaltig an und ist bestimmt nicht so einfach. Und wie sieht das für die Zukunft aus? Im Jahr 2019 waren bereits 20.000 Gäste vor Ort. Das ist eine große Menschenmenge. Wie geht es weiter? Werden sich die Zahlen weiterhin so positiv entwickeln?

Dani / ROCKHARZ

Wie ich bereits erwähnt habe, wird ein moderates Wachstum benötigt, um erfolgreich agieren zu können. Dabei achten wir insbesondere darauf, dass wir das Wachstum bewältigen können. Allerdings müssen wir, aufgrund der ständigen Kostensteigerungen, auch kostendeckend arbeiten.

Time For Metal / Kay

Habt ihr denn noch genügend Platz? Das Gelände ist schließlich endlich.

Dani / ROCKHARZ

Ja, wir haben etwas Fläche dazubekommen. Beispielsweise konnten wir in der Nähe der Landebahn weitere Flächen dazugewinnen. Die Landebahn an sich haben wir außen vor gelassen, da diese aus Sicherheitsgründen nicht genutzt bzw. beschädigt werden darf. Nicht auszudenken, wenn beim Flugbetrieb ein Reifen in einem Loch hängen bleibt.

Time For Metal / Kay

Da kommen wir gleich zum nächsten Punkt – die Zeltsituation. Dieses Jahr wurde sehr eng gestellt. Erst mal toll, dass es so viele Einweiser gibt, die alles richtig belegen. Aber durch die immer größer werdenden Zelte, Pavillons und sonstiges Equipment braucht der Einzelne mehr Platz. Das war schon sehr schwierig dieses Jahr. Werden solche Entwicklungen berücksichtigt? Natürlich kann durch sehr enges Stellen auch Platz gewonnen werden. Das geht dann aber zulasten der Aufbaumöglichkeiten.

Dani / ROCKHARZ

Wir haben unseren Gästen eigentlich nie vorgeschrieben, wo und wie sie stehen sollen. Aber wir müssen schauen, dass gerade Rettungswege frei bleiben und auch, dass die am Mittwoch noch Anreisenden ausreichend Platz finden. Deshalb achten wir verstärkt darauf, keinen Platz zu verschwenden. Wir kommunizieren unseren Gästen, dass sie nur so viel Platz nehmen sollten, wie sie benötigen.

Time For Metal / Kay

Ja, trotzdem bleibt der knappe Aufbauplatz. Wir werden älter und brauchen mehr Zeug und innerhalb des Zeitraums von knapp einer Woche, braucht man so einiges. Aber man arrangiert sich irgendwie mit den Nachbarn….

Dani / ROCKHARZ

Womit wir beim nächsten Thema wären. Die Anreise.

Time For Metal / Kay

Ja genau, dahingehend haben wir auch Informationsbedarf. Wir reisen, wie so viele, am Dienstag an, da es entspannter sein sollte. Sollte. Dieses Mal standen wir echt lange. Wir sind über die L75 und Hoym gefahren. Da standen wir dann bereits kurz vor Ballenstedt. Dann hat sich das arg lang gezogen. Durch die Vernetzung in den sozialen Medien haben wir die Zuleitung verfolgt. Gefühlt war die andere Strecke, also nicht von Ballenstedt aus, zügiger unterwegs. Gibt’s da vielleicht noch alternative Zuwege von der anderen Seite?

Dani / ROCKHARZ

Das ist leider nicht möglich, da wir nur diese eine Zufahrt haben. Nach dem „Megastau“ im Jahr 2015 haben wir die Dienstagsanreise eingeführt. Nun reisen fast alle Gäste am Dienstag an. Das hat sich folglich einen Tag vorverlegt. Dazu kommt, dass eigentlich jedes Auto anhalten muss, um das Ticket vorzuzeigen, die Voranreise zu bezahlen und nach Möglichkeiten soll der Mitarbeiter auch mal schauen, was da so alles im Wagen ist. Das dauert seine Zeit und benötigt einen hohen Personalaufwand, um das alles zu bewerkstelligen. Sehr viele Leute reisen bereits nachts an – wenn dann Dienstagfrüh 2.000 Autos vor dem Gelände stehen und für jedes Auto eine halbe Minute für die Kontrolle kalkuliert ist, ist dass nicht mehr aufzufangen, obwohl wir unseren Gästen kommunizieren, dass das Gelände erst um 14:00 Uhr freigegeben wird. Jedoch hat sich die Lage bereits dadurch entzerrt, dass Wohnmobile und die reservierbaren Campingflächen für Gruppen eine separate Zufahrt haben.

Time For Metal / Kay (grins)

Wir sind ohne Kontrolle durchgewunken worden. Sehen eben anständig aus.

Dani / ROCKHARZ

Da wir die Straßen freibekommen mussten, ging das zulasten der Kontrollen. Dafür haben wir dann beim Aufbau genauer hingeschaut, dass keine verbotenen Gegenstände, wie Glasflaschen oder Gas dabei sind.

Time For Metal / Kay

Wo wir bei der Ordnung und dem Müll auf dem Campground wären. Wie bei vielen Festivals, ein allgemeines Problem. Auch hier beobachten wir, dass zuweilen Plätze arg vermüllt sind und am Abreisetag viel stehen bleibt. Gibt’s da weitere Müllvermeidungskonzepte, wie zusätzliche Kontrollen während des Festivals?

Dani / ROCKHARZ

Diesbezüglich sind wir sehr gut und weiter als andere Festivals. Mit Stolz kann ich sagen, dass wir sehr wenig Müll produzieren. Wir werten das regelmäßig aus, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Die Firma, die bei uns den Müll sammelt, ist auch auf anderen Festivals vertreten. Dort sind es dann zwischen 10 und 12 kg pro Person. Wir sind bei einem Drittel davon. Natürlich hast du auch hier die berühmten zehn Prozent, bei denen das nicht klappt, aber wir sind sehr zufrieden mit unseren Gästen.

Time For Metal / Kay

Ich hätte nicht gedacht, dass es so wenig ist. Bei euch gibt es auch eine Sammelstelle, bei welcher kaputte Stühle und Ähnliches gesammelt werden. Da musste ich auch hin.

Dani / ROCKHARZ

Wir legen viel Wert auf die Mülltrennung und wollen in Zukunft weitere Verbesserungen einführen. Beispielsweise wollen wir auf dem Campground Recyclingstationen etablieren, sodass die Gäste vor Ort ihren Müll bzw. Wertstoffe entsprechend trennen können. Backstage und im Infield, bei den Händlern, machen wir das schon seit zwei Jahren. Wir versprechen uns davon noch effektiver mit der Müllvermeidung zu sein und es den Menschen noch einfacher zu machen, ihre kaputten oder noch verwertbaren Sachen abzugeben und vielleicht auch noch den einen oder anderen mehr dazu zu bewegen, nicht einfach alles liegenzulassen.

Time For Metal / Kay

Das ist eine gute Nachricht. Der Müll ist immer ein großes Problem bei Großveranstaltungen, aber ihr seid da auf einem tollen Weg. Wir räumen auch immer alles weg, fotografieren das und stellen es bei Facebook ein.

Wer sucht denn die Bands aus? Kommen die zu euch oder fragt ihr an?

Dani / ROCKHARZ

Die Auswahl ist schon unterschiedlich. Insgesamt muss die Band in den gesamten Rahmen passen.

Time For Metal / Kay (zwinker)

Kiss und Maiden sind in 2020 unterwegs…

Dani / ROCKHARZ (grinst)

Ja, die hatten auch angefragt, aber wir hatten keinen Slot mehr frei.

Time For Metal / Kay

Dazu noch eine Frage. Das Line-Up im Jahr 2019 war schon recht hart. Gefühlt geht es musikalisch immer mehr in die Richtung von Trash, Black und Death Metal. Auch für 2020 sind wieder einige dabei, bei denen man nicht mal die Namen lesen kann. Burden Of Grief, Dark Funeral, Deserted Fear, Unleashed, Kambrium. Alles schon in die extremere Richtung. Kannst du dazu was sagen?

Dani / ROCKHARZ

Eher wenig. Ich mache die Logistik, Kommunikation und das Personal. Matthias, vielleicht kannst du etwas dazu sagen?

Matthias / ROCKHARZ

Das kommt mir nicht so vor. Da sind auch viele andere melodischere oder mittelalterliche Bands, wie Rage, Freedom Call, Subway To Sally, Twilight Force und Accept. Gerade weil die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind, wird versucht, ein besonders abwechslungsreiches Line-Up zu bieten.

Time For Metal / Kay

Ich wollte mich nicht beschweren. Das ist nur so eine Wahrnehmung gewesen. Es sind immer wieder Bands dabei, die begeistern oder die neu entdeckt werden, wie z. B. Bloodred Hourglass oder Hypocrisy im vergangenen Jahr. Eine andere Sache, die mir noch auf der Zunge brennt, sind die Pappen, die zum Transportieren der Becher genutzt werden. Nach erfolgreicher Auslieferung der Getränke werden die gern mal als fliegende Wurfgeschosse genutzt. Das kann schon eine recht schmerzhafte Erfahrung werden.

Dani / ROCKHARZ

Aber dieses Jahr hast du es nicht so wahrgenommen, oder?

Time For Metal / Kay

Stimmt, es ist weniger geworden.

Dani / ROCKHARZ

Das liegt an dem Slogan, den wir eingeführt haben. An jedem Bierwagen hängt ein Schild mit einer abgebildeten Pappe, auf dem steht: „Wenn wir fliegen, fliegst du auch.“ Das wirkt. Anders ist das auch nicht zu händeln. Da muss man an die Vernunft appellieren und es funktioniert. Wir können sie leider nicht abschaffen, da sie nun mal hilfreich sind.

Time For Metal / Kay

Dazu passt das Thema mit den Bechern. Wir streiten schon die ganze Zeit, ob ihr Hartplastikbecher oder doch die weicheren Einwegbecher habt.

Dani / ROCKHARZ

Bisher hatten wir keine Wasserleitung, wodurch nicht alle Bierwagen mit fließendem Wasser ausgestattet waren. Demnach gab es keine hygienische Lösung, um die Becher zu reinigen. Daher haben wir uns für die bepfandeten Einwegbecher entschieden, welche entsprechend entsorgt wurden. Nun haben wir eine Wasserleitung gelegt, sodass die Bierwagen angeschlossen werden können und die Einführung von Hartplastikbechern möglich ist. Bei anderen Festivals läuft es in der Regel so ab, dass die Becher nachts abgeholt werden, dann zentral, z. B. in Hannover, gereinigt und wieder zurückgebracht werden. Das ist ökologisch auch nicht so sinnvoll und stellte für uns keine nachhaltige Lösung dar.

Time For Metal / Kay

Da passt auch das nächste Thema zu – die Wasserflaschen. Einmal am Bierwagen gekauft, muss der Deckel dableiben. Auf die Nachfrage hin, warum das so ist, wurde gesagt, dass die gefüllte Wasserflasche als Wurfgeschoss dienen könnte. Allerdings darf pro Person ein geschlossenes Tetrapack alkoholfreies Getränk mit Deckel auch mit reingebracht werden. Die kann aber genauso fliegen.

Dani / ROCKHARZ

Also, ein geschlossenes Tetrapack, egal welche Größe, darf mit reingenommen werden. Unsere Security bekommt je nach eingesetztem Arbeitsbereich auch die entsprechenden Informationen. Wir verzichten bewusst auf die Deckel, weil in einer wiederverschließbaren Flasche, die mit reingebracht wird, Alkohol drin sein könnte und dies schlecht kontrolliert werden kann.

Time For Metal / Kay

Ein weiteres Thema, das uns unter den Nägeln brennt, sind Kinder auf dem Festival. Da soll ab dem kommenden Jahr die Regelung so sein, das Kids unter acht Jahren keinen Zutritt mehr bekommen sollen. Hat die Altersgrenze eine bestimmte Bewandtnis?

Dani / ROCKHARZ

Wir haben immer viele Kinder auf dem Festival und das war bisher unproblematisch. Wir haben auch schon mal Kinderbetreuung ausprobiert. Dieses Jahr hatten wir den Fall, dass ein Kind auf dem Campingplatz vermisst wurde und die Eltern stark angetrunken waren. Demzufolge mussten wir reagieren und haben ein Alter gewählt, bei dem das Kind in der Lage ist, selbstständig die Security anzusprechen. Es sollte auch bedacht werden, dass es auf so einem Festival Momente gibt, die ein Kind einfach nicht erleben muss.

Time For Metal / Kay

Das ist verständlich. Der Sohn unseres Chefredakteurs ist sechs Jahre alt und wäre dieses Jahr gerne mitgekommen. Er ist ein großer Hammerfall Fan.

Dani / ROCKHARZ

Ja, das kann ich gut verstehen. Jedoch mussten wir uns für eine Lösung entscheiden. Leider trifft es genau die Eltern, die immer auf ihr Kind aufpassen. Das ist natürlich ärgerlich für die Betroffenen.

Time For Metal / Kay

Ok, danke für die erklärenden Worte. Damit kann der eine oder andere bestimmt nachvollziehen, warum das gemacht wird. Ich glaube auch nicht, dass es dadurch zu großen Irritationen kommen wird. Immerhin wollen hier viele einfach entspannt feiern.

Wir feiern auf dem ROCKHARZ meist am ersten Tag. So kann schon das Merchandise geholt werden. Das war in der Vergangenheit nicht immer einfach, ohne die nun eingeführte Zuführung zum Stand. Nun hat sich das entspannt. Ebenfalls super ist, dass es das gesamte Sortiment bereits am ersten Tag gibt. Es fehlt nur noch eine Bierversorgung, wenn du in der Schlange stehst. Soll in Zukunft noch ein zweiter Stand implementiert werden? Der einzelne ist über den gesamten Zeitraum recht stark frequentiert.

Dani / ROCKHARZ

Wir waren mit der vergangenen Situation beim Merchandise-Stand nicht glücklich. Gerade, weil jemand bei dem unkontrollierten Anstehen Panik bekommen könnte oder auch nur von vorne weg möchte. Nun wartest du geregelt und ohne Gedrängel. Eine weitere Neuerung war der Bestellzettel, auf dem man das Gewünschte ankreuzen konnte. Das macht es für den Verkäufer einfacher, da er das Merchandise nur einmal einzusammeln muss. Hat das gut funktioniert?

Time For Metal / Kay

Die neue Regelung ist klasse. Und auch, dass du alles am Dienstag bekommst.

Dani / ROCKHARZ

Die Regelung rührte daher, dass es von einigen Designs nur eine streng limitierte Auflage gab. Es sollten auch diejenigen eine Chance zum Erwerb erhalten, die erst am Mittwoch anreisen. Nun haben wir es anders geplant, sodass die gesamte Kollektion bereits ab Dienstag zur Verfügung stehen kann.

Time For Metal / Kay

Lass uns gleich passenderweise auf die Buden im Infield zu sprechen kommen. Mir persönlich würde der Stand mit dem Zyklopenspieß vollkommen ausreichen, aber ich bin nicht das Maß. Es gibt viele Vegetarier und auch Veganer. Tragt ihr bzw. die Händler, dem Rechnung? Werden da weitere Angebote kommen?

Dani / ROCKHARZ

Wir haben vegane und vegetarische Stände dabei. Der vegetarische Burgerstand Birdy deckt den Bedarf eigentlich ab. Sollte das natürlich noch mehr werden, dann reagieren wir entsprechend.

Time For Metal / Kay

Was machen die Vorbereitungen für das ROCKHARZ Open Air 2020? Weitere Bands werden immer mal wieder angekündigt. Da seid ihr fleißig.

Dani / ROCKHARZ

Es läuft ganz gut. Inzwischen arbeiten wir das ganze Jahr für das Festival. Wir haben eine Stammbesetzung, die fest angestellt ist und sich um alles kümmert.

Time For Metal / Kay

Tja, da sind wir schon fast durch. Einen Punkt habe ich noch. Die sanitäre Situation. Es ist nicht so, dass ich mich dahin stelle und es beobachte, aber gefühlt ist es immer voll. Gerade bei den Duschen. Es ist besser geworden und auch die WCs sind wesentlich besser geworden. Nur bei den Duschen scheint es immer eine Schlange zu geben. Gibt es da keine Chance, dies durch die Installation einer weiteren Duschstation zu entzerren?

Dani / ROCKHARZ

Unsere Duschen sind sehr hochwertig. Allerdings sorgen sie dadurch für eine längere Aufenthaltszeit. Angenommen, du hast ein Duschzelt, dann bist in einer Minute durch. Durch die aktuelle Situation bleibst du auch mal etwas länger, das summiert sich dann und führt zu einer Schlange. Wir hatten jetzt zwei Duschzelte und somit eine Auswahl geboten. Ich finde unsere Duschen und auch die WCs, gerade für Frauen, sehr gut. Deshalb haben wir im Infield auch nur noch Spül-WCs. Das macht es für Mädels einfacher.

Time For Metal / Kay

Dann haben wir das jetzt auch geklärt. Mensch, das war eine lange Sitzung. Über eine Stunde haben wir hier gequatscht. Das, was wir wissen wollten, habt ihr ausführlich und erfüllend beantwortet. Dafür möchte ich mich schon mal bedanken. Ich hoffe, wir sehen uns beim ROCKHARZ. Vielen Dank!

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