Iron Fire – Voyage Of The Damned

“Eine Reise durch den Weltraum mit voller Power!“

Artist: Iron Fire

Album: Voyage Of The Damned

Spiellänge: 1:04:27 Stunden

Genre: Power Metal

Release: 27.01.2012 (Europa); 07.02.2012 (US)

Label: Napalm Records

Link: www.ironfire.dk

Produziert in: Jacob Hansens Studio in Hvidding, Dänemark

Bandmitglieder:

Gesang – Martin Steene
Gitarre – Kirk Backarach
Bass – Martin Lund
Schlagzeug – Fritz Wagner

Session Keyboard – Rune Stiassny

Tracklist:

  1. The Dark Beyond
  2. Enter Oblivion OJ-666
  3. Taken
  4. Slaughter Of Souls
  5. Leviathan
  6. The Final Odyssey
  7. Ten Years In Space
  8. Voyage Of The Damned
  9. With Different Eyes
  10. Dreams Of The Dead Moon
  11. Verge To Collide
  12. Realm Of Madness
  13. Warmaster Of Chaos

Iron_Fire-Voyage_Of_The_Damned-Cover

Die dänischen Power Metaller von Iron Fire sind schon einige Jahre im Geschäft und haben bisher eine sehr positive Entwicklung gemacht. Nun haben die vier Jungs zusammen mit dem Produzenten Jacob Hansen, der schon mit Bands wie Volbeat, Mercenary, Týr oder Heaven Shall Burn zusammengearbeitet hat, ein neues Werk geschaffen. Man muss auch sagen, dass Iron Fire mit zwei Bandmitgliedern angefangen haben und bisher durch viele Line-Up Wechsel durch mussten. Martin Steene, der heutige Sänger, ist eines der Gründungsmitglieder, doch auf der Liste der Ehemaligen sind 15 Namen. Trotzdem haben sie es zu einem guten Labelvertrag mit Napalm Records und zu ihren mittlererweile siebten Album gebracht.

Ein düsteres, jedoch episches Intro leitet Voyage of The Damned, also Reise der Verdammten, ein. Danach folgt direkt ein Stück brachialer Power Metal, das den Hörer auf die genannte Reise mitnimmt. Doublebass sowie helle Riffs und Keys sind hier an der Tagesordnung. Enter Oblivion OJ-666 ist also ein teuflisch guter Anfang für ein vielversprechendes Album, prallgefüllt mit dänischem Power Metal.

Slaughter Of Souls trumpft vor allem mit hellen Keys und Background Growls auf. Der Chorus hat Mitsing-Faktor und Drumming und Riffing sind abwechslungsreich, aber harmonisch. Hier wird auch textlich endgütlig klar, dass es auf dieser Scheibe um eine Reise durch Raum und Zeit geht, anstatt des sonst für Iron Fire üblichen Mittelalter Themas. Zudem wird Martin Steene von Nils K. Rue(Pagan’s Mind) gesanglich unterstützt, was diesen Song nur besser macht. Ten Years In Space ist ebenso variierend wie harmonisch und der Refrain verleitet ebenfalls zum Mitmachen. Auch das Gitarrensolo in diesem Stück sollte nicht unerwähnt bleiben, denn es fetzt.

Bei Leviathan gibt es ein starkes Gitarrensolo, was zwar in praktisch jedem Song irgendwo zu finden ist, doch vor allem bei diesem Stück auffällt. Besonders interessant ist auch der Anfang von The Final Odyssey, denn Martin Steene singt mit einem Minimum an Geräuschen im Hintergrund, bis der Chorus einsetzt, welcher in Richtung Ballade geht, aber trotzdem episch ist, da es hier, wie auch den ganzen Song hindruch, textlich hochdramatisch zugeht. Ein faszinierendes Stück, das an sich eigentlich nichts mit Metal zu tun hat.

Der Titelsong ist an der Reihe und wir reden hier von zehn Minuten mitreißendem Power Metal, bei dem Martin Steene und Dave Ingram(ex-Benediction, ex-Bolt Thrower) ein starkes Duett abliefern und dabei von klassischer Musik, sowie hartem Riffing und Doublebass begleitet werden. Größtenteils klare Gesänge werden zeitweise durch Sprachgesang und Growls abgelöst und dazu gibt es noch eine kleine Prise Akustikgitarre. Der Chorus wird jedes Mal stärker und verleitet zum Haareschwingen, um dann in einem epischen Outro zu münden.

Doch dies war natürlich noch nicht das Ende, denn die Reise geht noch fünf Songs weiter. With Different Eyes ist ein erneuter Beweis für das technisch überzeugende Gitarrenspiel von Kirk Backarach sowie Fritz Wagners starke Leistung an den Drums. Dreams Of The Dead Moon und Verge To Collide sind zwei weitere Stücke, die unterstreichen, wie vielseitig Iron Fire sind. Sowohl musikalisch als auch stimmlich ist jeder Song eine positive Überraschung. Abschließend wird mit Warmaster Of Chaos ein starkes Album mit einem letzten starken Lied abgerundet. Wieder ein düsterer, jedoch harmonischer Song, der, wie das ganze Album, sehr eingägig ist und erneut überzeugt.

Man kann resümieren, dass Voyage Of The Damned ein abwechslungsreiches Album ist, das prallgefüllt mit starken Riffs und bombastischem Drumming ein absoluter Kracher für die Ohren ist. Ein zehnminütiger Titelsong ist trotz der Länge durchgehend gelungen und repräsentiert das Können der Band. Die beiden Gastsänger sind eine wirklich gute Verstärkung gewesen und haben die Qualität dieser Scheibe nur gesteigert. Das Einzige, was hier fehlt, ist ein Song, der wirklich zum Mitgrölen und –trinken antreibt, was bei den Vorgängeralben dabei war.

Fazit: Nach einem eher soften Blade Of Triumph-Album und einigen Experimenten und Entwicklungen durch die Scheiben To The Grave und Metalmorphosized haben Iron Fire wohl endlich ihre Linie gefunden. Iron Fire spielen mit härteren Riffs und Vocals und unterscheiden sich dadurch von vielen Bands des Genres, sind deswegen aber auch noch recht unbekannt. Dieses Album ist kräftiger, düsterer und besser als die Vorgänger und klar zu empfehlen für jeden Power Metaller, der es gerne härter mag. Anspieltipps: Enter Oblivion OJ-666, The Final Odyssey und Voyage Of The Damned
Lennart L.
9
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