Krisiun, Malevolent Creation & Vital Remains am 17.02.2012 in Bad Oeynhausen

 

„Krisiun / Malevolent Creation / Vital Remains + Support in Bad Oeynhausen“

Bands: Krisiun, Malevolent Creation, Vital Remains, Karnak und Truth Corroded

Location: Druckerei Begegnungszentrum Bad Oeynhausen e. V. in Bad Oeynhausen

Homepage: http://www.dbbo.de/MetalAttack

Datum: 17.02.2011

Kosten: VVK: 16,00€; AK: 20,00€

Besucher: 280

Bereits die Anreise mit dem PKW zeigt, dass Krisiun / Malevolent Creation / Vital Remains + Support einen großen Anklang am Südrand des Wiehengebirges finden. Um das Druckerei Begegnungszentrum in Bad Oeynhausen sind bereits die meisten Parkplätze belegt, vor dem Eingang tummeln sich bereits einige Metalheads, die sich für den Einlass in einer kleinen Schlange anstellen müssen. Im Inneren der Location angelangt, zeigt sich ein netter Tresenbereich, der mit viel Bier und Whiskey ausgestattet ist. Ebenso ist ein Merchandise-Bereich eingerichtet, wo Shirts und Co. für verhältnismäßig humane Preise zu erwerben sind. Der Konzertbereich selber ist ein großer, moderner Raum, in dem die Temperatur von Anfang an recht warm gehalten ist. Einzig und allein die Stützbalken sorgen an einigen Ecken der Tanzfläche für etwas schlechtere Sicht.

Beginnen wird heute die Supportband Truth Corroded aus Adelaide im Süden Australiens. Harte Klänge ziehen dabei bereits früh die ersten Interessierten an den Ort des Geschehens. Mit Erfrischungsgetränken versorgt, blicken sie zu der jungen Gruppe. Leichtes Kopfnicken stellt sich ein und trotz des frühen Zeitpunkts können sich die Männer aus Down Under über mangelnde Beteiligung nicht beklagen. Insgesamt ein guter, jedoch sehr highlightloser Auftritt, der jedoch zeigt, dass uns in Bad Oeynhausen noch eine kräftige Death Metal-Party bevorsteht.

Als zweite Supportband kommen die Italiener von Karnak auf die Bühne. Brachiale Salven werden aus der Schießbude von Stefano Rummich, dessen Arbeit bei mir den größten Anklang findet, gefeuert. Leider fällt sein Drumming auch im Soundgewand der Death Metal-Band auf, was an einem etwas mäßigen Sound, der durch den total verhallten Gesang von Francesco Ponga angeführt wird, liegt. Zwiegespalten verhält sich dabei das Publikum: die eine Hälfte zieht rauchen bzw. ein Bierchen vor, während sich die andere Hälfte dem Gig der Truppe aus dem Süden Europas hingibt.

Nach den zwei Supportbands zeigen Vital Remains dann den deutlichen Klassenunterschied auf. Der charismatische Shouter Scott Willy betritt mit breiter Brust und mit Nieten verzierten Armen die kleine Stage im Druckerei Begegnungszentrum. Hoch motiviert geht er mit seinen Männern vor, immer wieder fordert er einen Circle-Pit, den er am Ende auch bekommen soll. Ausgelassen werden die Neu Engländer gefeiert. Zwischen leichten Mosh-Versuchen werden fleißig die Haare in der Luft geschwungen. Besonders die Nähe und der Bezug zu den Fans macht die Band heute zu einem Publikumsliebling, der es den Anwesenden mit einer bestechenden Leistung dankt – dabei darf natürlich auch ihr Hit Icons Of Evil, der zum Schluss die Stimmung nochmal ordentlich aufputscht, nicht fehlen.

Wie schon bei den anderen Umbaupausen läuft die nächste sehr fix. Dass es kaum Zeit zum Verschnaufen gibt, fällt nicht nur mir sehr positiv auf, da langes Warten bei fünf Kapellen schon des Öfteren die Besucher verärgert hat. Insgesamt zeigt dies jedoch einfach die durch die Bank weg gute Organisation des Veranstalters. Auch der freundliche Umgang des Personals mit den Metalheads sorgt für eine ausgelassene Death Metal-Party, die mit Malevolent Creation bereits bei der vorletzten Band angekommen ist. Die Erwartung an den Männer aus den Staaten ist groß und ob sie diese erfüllen können, wird sich jetzt zeigen. Energiegeladen betritt die Band um Frontmann Brett Hoffman die Bühne, wildes Headbangen ist die Folge. Verschwitzt stapfen die fünf Musiker aus Buffalo über die Bühne – im Programm finden sich Stücke wie Monster oder Slaughterhouse, die – was ich persönlich nicht verstehen kann – nicht bei allen Besuchern auf Zufriedenheit stoßen. Der Sound liegt nicht bei optimalen 100 Prozent, was unter anderen an der verwinkelten Location liegt, die Mühe, die sich jedoch alle Beteiligten geben, liegt mindestens bei 200 Prozent. Krönender Abschluss dieser verschwitzten Show: der Evergreen und Bandnamensgebender Malevolent Creation.

Der Abschluss des heutigen Abends wird nicht weniger heiß: die brasilianischen Todes Metaller Krisiun, die bei Century Media Records unter Vertrag stehen, stimmen zum todbringenden Tänzchen an. Ein breites Set steht den Metalheads bevor, diverse Songs der neuen Platte The Great Execution haben ihren Weg ins Programm gefunden, zudem werden alte Stücke wie Slain Fate von Alex Camargo heraus gegurgelt. Krisiun spielen professionell, ohne dabei unerreichbar zu wirken. Stets offen und präsent lassen sie den Bereich vor der Bühne zu einem Hexenkessel anwachsen. Crowdsurfer finden den Weg von der Bühne über die Hände der anderen Fans bis in den hinteren Teil der Veranstaltungsstätte. Ein gelungener Abschluss einer gut besuchten Veranstaltung!

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