Manhattan Lovestory – Manhattan Lovestory

“Die Fünf aus Tübingen mit sehr viel Potenzial im Gepäck“

Artist: Manhattan Lovestory

Herkunft: Tübingen, Deutschland

Album: Manhattan Lovestory

Spiellänge: 28:53 Minuten

Genre: Deathcore, Death Metal

Release: 11.11.2017

Label: Eigenproduktion

Link: https://de-de.facebook.com/ManhattanLovestoryBand/

Produktion: Eigenproduktion

Bandmitglieder:

Gesang – Pavlos
Gitarre – Oli
Gitarre – Johannes
Bassgitarre – Robin
Schlagzeug – Jelle

Tracklist:

  1. Manna Hata
  2. Distant Places
  3. Contradiction
  4. Manhattan Lovestory-False Existence
  5. Denial
  6. Brutality Will Prevail
  7. Extinct
  8. The Manhattan Project

Ich muss gestehen, ich war ziemlich verwirrt, als ich das erste Mal den Namen „Manhattan Lovestory“ gehört habe, und hatte ehrlich gesagt etwas Angst vor dem, was auf mich zukommen wird. Bei diversen Internetrecherchen wurde mir dann auch noch dauernd der gleichnamige Film mit Jennifer Lopez angepriesen, sodass es ziemlich schwierig war, etwas zu dem deutschen Quintett zu finden, vor allem, da es zu dem Hollywood-Liebesstreifen wohl ein paar mehr Einträge im World-Wide-Web gibt. Aber natürlich ist das so – ich meine JLo?! Aber ich schweife ab… Manhattan Lovestory sind eine Deathcore Band aus dem schönen Tübingen und scheinen ihr Handwerk definitiv zu verstehen – Moderne, schleppende Riffs und viel Groove statt dauerhaftes Blastbeatgeballer stehen auf dem Programm. Gepaart mit einer fetten Produktion bekommt man somit in der nächsten halben Stunde einen fast perfekten Mix aus Deathcore und Death Metal geboten.

Manna Hata (zu Deutsch „Manhattan“) schimpft sich der erste Track und bedeutet in alter Indianersprache so viel wie „Ort der Vergiftung“ oder „hügeliges Land“. Innerhalb der ersten Sekunden fühlt man sich auch wie an einem solchen Ort, denn wo Sänger Pavlos sein fieses Brett fährt und fette Riffs die Türen eintreten, wächst weit und breit kein Gras mehr. Zwar ist das Ganze erst mal nichts wirklich Neues, weiß andererseits aber auch durch immer wieder aufkommende spielerische Einlagen zu überzeugen. Hier und da findet man wirklich interessante Parts, wie z.B. in Manhattan Lovestory-False Existence oder The Manhattan Project, die den eingefleischten Deathcore Fan sicherlich auch sehr zufrieden stellen werden und doch verfügt das Ganze aufgrund von wenig Abwechslung über keinen sehr hohen Wiedererkennungswert.

Manhattan Lovestory verfügen anstandslos über sehr viel Potenzial, was sie leider nur noch nicht ganz in ihren Ideen umsetzen. Das ist auch der Grund, warum die Scheibe nach mehreren Durchgängen eher langweilig wirkt und der Spaßfaktor des ersten Rotierens etwas auf der Strecke bleibt. Wenn die Truppe sich in den nächsten Jahren etwas innovativer an die Sache herantraut, könnte sie ohne Zweifel in der oberen Liga mitspielen. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit nötig.

Fazit: Manhattan Lovestory haben mit ihrem gleichnamigen Debütalbum einen schweren Brocken rausgehauen, der über viel Potenzial verfügt, aber noch lange nicht alles zeigt, was die Jungs draufhaben. Wenn die Songs hier und da noch etwas durchdachter aufgebaut und etwas innovativer gestaltet werden, steht dem Erfolg der Bande ohne Zweifel nichts mehr im Wege.

Anspieltipps: Contradictions, Manhattan Lovestory-False Existence, The Manhattan Project
Julian N.
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