Mors Cordis – Injection

Allgemeiner Gefallenswunsch als Hauptziel?

Artist: Mors Cordis

Album: Injection

Spiellänge: 43:58 Minuten

Genre: Industrial Death Metal

Release: 29.07.2011

Label: Beispiel Records

Link: www.myspace.com/morscordis

Klingt wie: Artas und My Decadence

Band Mitglieder:

Gesang – Torsten Pfundt
Gitarre – Eddi Volkmar
Gitarre – Thomas Mielke
Schlagzeug – Lucas Zacharias
Bass – Michael Pauli

Tracklist:

  1. Injection
  2. Emptiness
  3. Big Brother
  4. Break Out
  5. i Am You
  6. Skit
  7. 22nd Century
  8. Haut Zu Stein
  9. Last Show
  10. Machine
  11. Guilty
  12. Krone Der Schöpfung

Seid über zehn Jahren ist die Band Mors Cordis ein fester Bestandteil der Berliner Metal Szene. Eine Genrekreuzung der extra Klasse wird angekündigt. Eine Abwechslung von ruhigem Gesang und tiefen Growls stellt einen der Hauptakzente dar. Eine weitere Abwechslung ist die Mischung von deutschen und englischen Texten.

Ein krasser Gitarrenriff, untermalt mit gutem Bass, stellt den Beginn der zwölf Tracks fassenden Scheibe dar. Dunkle Growls sind die ersten Stimmen, die zu hören sind. Der Takt der Gitarre bringt ein jedes Bein zum Wanken. Nach etwa einem Drittel ertönt zum ersten Mal ein Shout, gefolgt von Clear Vocals. Injection heißt der erste Song und ist somit auch direkt der Titelsong des Silberlings.

Emptiness wird elektronischer. Schnelle, verzerrte Stimmen gehen mit den vorsichtig eingesetzten Synthesizersounds einher. Vom einen auf den anderen Moment schlägt die leicht ruhige Stimmung in krasse Härte um. Brutal gestaltete Riffs und Growls werden direkt nach den Synthi-Sounds hörbar und wechseln sich ab.

Lustiger Weise beginnt der nächste Song mit einer TV-Werbung. Big Brother nutzt die gleichnamige Serie als Intro. Einer der kürzesten Songs auf der gesamten Scheibe. Schnell wird wieder die gewohnte Härte eingeschlagen.

Haut Zu Stein ist einer der besagten deutschen Tracks. Komplett auf Deutsch gesungen, mit leicht kratzigen Screams. Die Riffs erinnern ein wenig an Black Metal; der Gesang allerdings hat mehr von der aufkeimenden Modern Metal Szene. Bands wie Artas und Heaven Shall Burn fallen mir ein. Eine wirklich willkommene Abwechslung des langsam eintönig werdenden Stils des Albums.

Bei Last Show bin ich total verwirrt. Hier wird eine völlig andere Richtung eingeschlagen. Teilweise kratzt die Genreausrichtung sogar an Gothic Metal. Eine wirklich geile Abwechslung, die mich so fasziniert, wie selten eine Band in der Ausrichtung.

Fazit: Ein gelungenes Album einer Szenenbekanntheit. Mit dieser Scheibe greifen [Mors Cordis[/b] nach Bekanntheit. Mit einem so abwechslungsreichen Album habe ich absolut nicht gerechnet. Von dem bekannten „Kopf-Tisch-Gefühl“ bis hin zum Fan-schaffenden Medium der Vielseitigkeit ist alles vertreten. Jedoch drängt sich mir ein bisschen die fehlende Konstanz auf. Bei so vielen völlig unterschiedlichen Orientierungen wird manch einer total den Überblick verlieren. Nichtsdestotrotz eine gelungenen Scheibe, auf der für so ziemlich jeden Metaller etwas zu finden ist. Anspieltipps: Haut Zu Stein und Injection
Tim F.
7
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