Musical Massacre – Inhuman

Unmenschlicher Death Bastard aus dem Osten der Republik

Artist: Musical Massacre

Herkunft: Nossen, Deutschland

Album: Inhuman

Genre: Death Metal

Spiellänge: 38:48 Minuten

Release: 11.12.2020

Label: German Democratic Recordings

Link: https://m.facebook.com/MusicalMassacre

Bandmitglieder:

Gesang  – Wolfgang Rothbauer
Gitarre – André Hase
Gitarre – Olaf Gerold
Bass – Uwe Limberger
Schlagzeug – David Beyer

Tracklist:

  1. Awakening
  2. Foxhole
  3. Operation Neptune
  4. Warhead
  5. Inhuman
  6. When Compassion Dies
  7. … And Those Shall Bleed
  8. The War, The Trancendence, The Possession
  9. Gustloff

Musical Massacre bringen zum dreißigjährigen Bestehen am 11.12.2020 mit Inhuman ihr neues Album bei dem auf Metal aus dem Osten spezialisierten Label German Democratic Recordings heraus.

Musical Massacre haben eine bewegte Zeit hinter sich. 1988 noch zu Zeiten der DDR als Bloodbath gegründet, stabilisierte man sich nach mehreren Line-Up Wechseln nach der Wende und änderte 1990 den Bandnamen in Musical Massacre. 1991 und 1992 nahm man Demos auf und zerfiel anschließend, bis man sich 2012 reformierte. 2015 kam dann endlich das Debütalbum mit dem Titel Hell Tank 666. Bereits ein Jahr später folgte mit neuem Sänger das zweite Album Off To War. Im letzten Jahr gab es mit Wolfgang Rothbauer (ex-Festering Flesh, ex-Mastic Scum, ex-Zombie Inc., u.a.) einen abermaligen Wechsel am Mikrofon. Das dritte Album mit dem Titel Inhuman wird im Dezember dieses Jahres als CD folgen. Zusätzlich wird es oldschoolmäßig noch ein Tape in einer Auflage von nur 100 Stück für die Sammler geben.

Das kleine Label German Democratic Recordings ist darauf spezialisiert, Bands aus der weitgehend unbeachteten Metalszene der ehemaligen DDR, quasi ungeschliffene Diamanten zu veröffentlichen. Herausgekommen sind dabei einige exquisite Veröffentlichungen.

Auch diese Veröffentlichung des Quintetts aus dem sächsischen Nossen um die verbliebenen Ur-Bandmember André Hase (Gitarre) und Uwe Limberger (Bass) dürfte dazu gehören. Musical Massacre legen mit Inhuman ein unmenschlich hartes Death Metal Werk alter Schule hin.

Nur ein kurzes Erwachen gibt es im akustischen Intro Awakening, bevor die Band in Foxhole aus ihrem Fuchsbau herauskommt und zur Death Metal Schlacht angreift. Im Midtempobereich beginnt man zunächst recht hymnisch, bevor man regelrecht zusticht und das Schlachtfeld des Death Metal beackert. Immer wieder gibt es leichte Tempiwechsel. Was mir bereits zu Beginn ins Ohr springt, sind die harten, aber sehr zugänglichen Gitarren und die tollen Voices von Neu-Fronter Wolfgang Rothbauer.

Mit Operation Neptune folgt die zweite Welle. Diese ist dann noch ein Stück erbarmungsloser als das Vorangegangene. Operation Neptune haut den Hörer regelrecht um. Ein stückweit kommen sogar (Death) doomige Elemente im Song vor.

Der Warhead zieht einsam seine Runden und vollendet das, was bereits vorher begonnen wurde. Das ist schon einigermaßen beeindruckend, wie die Band hier ihre Runden zieht. Der Titeltrack Inhuman ist meines Erachtens das Glanzstück des insgesamt sehr mitreißenden Albums und bringt noch ein Stück mehr doomige Stimmung hinein. Diese Stimmung zieht sich in When Compassion Dies zunächst hinüber, bevor der Song stark wütet und aufschreit.

Noch weit mehr ein Aufschrei und ein Geknüppel ohne Ende ist … And Those Shall Bleed. Unablässige Salven der Drums im Hintergrund. Eine kurze Verschnaufpause muss allerdings auch in diesem Song sein, bevor er weitergeht.

Mit The War, The Trancendence, The Possession legt man noch einmal ein Schippchen Aggressivität drauf. Fünf Minuten geiler (Old School) Death Metal. Keine Experimente, einfach nur geil. Ebenso wie das abschließende Gustloff mit leicht groovigen doomigen Elementen und ausbrechenden Gitarren.

Bei allen mächtig brachialen Death Metal Anteilen bleibt Inhuman mit seinen Songs recht zugänglich und wirkt dabei trotzdem unmenschlich brutal.

Musical Massacre – Inhuman
Fazit
Musical Massacre veranstalten auf ihrem dritten Longplayer innerhalb von dreißig Jahren ein unmenschliches Death Metal Massaker alter Schule. Brutal und trotzdem zugänglich mit einigen doomigen Extrakten gewürzt. Der neue Mann am Mikrofon, Wolfgang Rothbauer, weiß zu überzeugen. Es wirkt so, als wenn die Band nur auf ihn gewartet hätte.

Anspieltipps: Operation Neptune, Inhuman und Gustloff
Juergen S.
9
Leser Bewertung3 Bewertungen
9.1
9
Punkte
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