Obscenity – Atrophied In Anguish

“Cannibal Cörpschen oder ein gesichtszerschmettender Hammer?“

Artist: Obscenity

Album: Atrophied In Anguish

Spiellänge: 37:30 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 14.09.2012

Label: Apostasy Records

Link: https://www.facebook.com/Obscenity.Official

Bandmitglieder:

Gitarre – Hendrik Bruns
Schlagzeug – Sascha Knust
Gesang – Jeff Rudes
Gitarre – Christoph Weerts
Bass – Jörg Pirch

Tracklist:

  1. Erase The Divine
  2. All You Can Kill
  3. Atrophied In Anguish
  4. From Heroic To Depraved
  5. Perfect Pain
  6. Neurotic Frenzy
  7. Diary Of A Scapegoat
  8. Monoistic Living
  9. Hytarical Illusion
Obscenity_Anguish_Cover

Die Oldenburger Obscenity melden sich sechs Jahre nach ihrem letzten Auswurf Where Sinners Bleed zurück und haben ihr neuestes Werk auf den Namen Atrophied in Anguish getauft. Kann die Band mit ihrem neuen Werk ein Ausrufezeichen setzen? Oder ist es eine weitere Veröffentlichung irgendeiner Death Metal-Band aus irgendeiner Stadt, die irgendetwas mitzuteilen hat, was aber eh keiner versteht?

Verstehen tu ich natürlich mal wieder so gut wie gar nichts und da keine Songtexte beiliegen, kann ich mir nur an Liednahmen wie All You Can Kill erfreuen und danach direkt den Fokus auf das Musikalische legen, wo mir im Gesang direkt eine gewisse Ähnlichkeit mit Cannibal Corpse auffällt, wobei zu keiner Zeit Verwechslungsgefahr besteht. Das kommt mir persönlich nicht allzu oft unter die Ohren und gibt direkt einen Pluspunkt. Aber auch der Rest der Band zeigt auf der gesamten Platte, dass er in den albumfreien Jahren seine Instrumente nicht zur Seite gelegt hat und wirklich etwas drauf hat. Ist die erste Hälfte der Platte fast durchgehend Geboltze, wird’s ab der zweiten Hälfte beinahe schon romantisch – vor allem wenn ich an den Gitarrenpart in der zweiten Hälfte von Monoistic Living denke. Das ist durchaus positiv zu verstehen, da es der Platte an nichts mangelt.

Fazit: Es ist echt lange her, dass ich so viel Spaß an einer Knüppelplatte hatte. Sie wird niemanden bekehren, der Death Metal hasst, aber im Gegenteil jeden erfreuen, der Death Metal mag. Geiles Geknüppel paart sich hier mit melodiösen Einlagen, ohne den Fokus auf Death Metal zu verlieren. Die Scheibe ist clever durchgeplant, sodass der Hörspaß zu keiner Zeit flöten geht. Wenn die nächste Platte mit einer etwas besseren Produktion daherkommt, wird’s eine zweistellige Wertung! Anspieltipp:All You Can Eat, Atrophied In Anguish und Monoistic Living
Gordon E.
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