Parasitario – Afterlife Truth (EP)

Japaner auf Old School Abwegen

Artist: Parasitario

Herkunft: Japan

Album: Afterlife Truth (EP)

Spiellänge: 18:24 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 19.06.2020

Label: FDA Records

Link: www.facebook.com/parasitariodm

Bandmitglieder:

Gitarre und Gesang – Yuto Kotani
Bassgitarre –  Yu Hamada

Tracklist: 

01. Afterlife Truth
02. Tsukiyono
03. Shattered Times
04. Viral Hemorrhagic Pyrexia (Skeletal Remains Cover)

Parasitario stammen aus Japan, lärmen seit 2018 herum und bestehen aus den beiden Protagonisten Yuto Kotani (Gitarre und Gesang) und Yu Hamada (Bass). Diese Veröffentlichung ist ein Teil der FDA Records Demos Series (ansonsten noch Vomit Spell, Feaces Christ und Mortal Incarnation). Eine gute Sache, wie ich finde, und eine gute Unterstützung des Undergrounds. In den Anfangstagen hat sich das Duo noch mit Goregrind beschäftigt, seinen Stil aber nun komplett geändert und der Death Metal regiert seine Welt. Nach einer Single, zwei Demos, zwei EPs und einem Livealbum erschien 2019 dieses Demo als Digitalversion, welches jetzt eben erneut von FDA Records auf den Markt geworfen wird.

Geboten werden uns drei eigene Songs und eine Coverversion von Skeletal Remains, die ja mittlerweile sehr angesagt sind in der Szene und natürlich auch zu Recht.

Nehmen wir mal als Beispiel den Song Tsukiyono. Typisches langsames Tempo zu Beginn zum Anfang, ein „Uargh“ und ab geht die wilde Reise in Sachen Death Metal – die Band Death lässt grüßen und eben auch Skeletal Remains. Der Gesang ist aggressiv, screamig tief. Das Tempo wechselt zwischen Fast- und Midtempo hin und her. Schönes, lang gezogenes Riffing. Sicherlich nicht neu, aber auf den Punkt gebracht und definitiv richtig geil. Nach drei Minuten nimmt man dann Fahrt raus und baut einen Groovepart ein, der sitzt und drückt und absolut zum Headbangen einlädt, keine Frage. Danach gibt es dann wieder auf die 12. Schnelle Uftata bestimmt das Geschehen und fertig ist die Old School Suppe. Ja, darf und kann man machen und man trifft genau den Nerv.

Sicherlich machen die jungen Japaner keine Innovationssprünge und haben in ihren Kindheitstagen, von wem auch immer, Chuck und seine Gang zum Einschlafen vorgespielt bekommen. Der Anfang von Shattered Times lässt zumindest diese Rückschlüsse zu. Der Song wird dann aber teilweise sogar ein wenig technisch vorgetragen, aber alles unter den Banner des Old School Death Metals. Aber auch hier hört man im weiteren Verlauf die Einflüsse mehr als heraus. Was aber ja auch nicht schlecht ist.

Fett klingt auch die Produktion, muss man echt sagen. Ich vermute mal, dass es sich um einen Drumcomputer handelt. Dieses hört man wahrlich nicht heraus. Die Produktion ist roh, rau, aber klar definiert und schön auf Old School getrimmt.

Das Skeletal Remains Cover ist auch gelungen, aber das Original finde ich besser. Der Song ist ja nun auch noch nicht so alt.

Hier und da kommen Einflüsse aus den Punkbereich dazu und machen die ganze Sache rund, ohne aber an die Helden der Jugend heranzukommen. Sofern sie ein wenig die technische Schiene mit einbauen, erinnern sie auch an Gorguts.

Parasitario – Afterlife Truth (EP)
Fazit
Die Japaner kann man ohne Bedenken jedem Death Metal Fan ans Herz legen, der den guten alten Chuck vermisst. Wer auf Bands wie frühe Death, Massacre oder Skeletal Remains abfährt, ist hier genau richtig. Gut produzierter und auf den Punkt gebrachter amerikanischer Death Metal aus Japan.

Anspieltips: Tsukiyono und Shattered Times
Michael E.
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