Artist: Rat King
Herkunft: USA
Album: Santa Hipocresía EP
Spiellänge: 12:14 Minuten
Genre: Death Metal, Grindcore
Release: 10.12.2021
Label: Within The Mind Records
Link: https://ratkingband.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Gesang und Bassgitarre – Danny Racines
Gitarre – Ricardo Racines
Schlagzeug – Carlos Delgado
Tracklist:
- Santa Hipocresía
- Maldición Del Alma
- False Prophet
- Morboso
Die aus Seattle stammende Combo Rat Kings hat als Stoner- bzw. Sludge Metal Band angefangen, sich dann aber entschieden, anstatt langsam zu spielen, extrem schnell zu werden. Auch eine komische Entwicklung, aber als Fan von schnellem Material bin ich damit natürlich völlig einverstanden. 2020 haben sie ihr zweites Album namens Vicious Inhumanity herausgebracht, sind dann sofort wieder in den heimischen Katakomben verschwunden, um neues Material zu schreiben und nun haut man eine weitere EP heraus. Santa Hipocresía bedeutet so viel wie Heilige Scheinheiligkeit oder Heilige Heuchelei.
Santa Hipocresía wird eingefädelt, eine Gitarre läuft vorweg, die Drums setzen mit ein und schon scheppert es aus allen Kanälen. Nach einem beinahe ruhigen Beginn gibt es die volle Grindkelle und ein kräftiges OOOH wird gegrowlt. Ein Napalm Death Rhythmus wird hinzugefügt und dieser variiert mit einem Death Metal Part. Ein etwas komisch klingender, fremder Part kommt hinzu und dann geht es vom Rhythmus her in Richtung Sepultura. Klingt jetzt alles wild durcheinander, ist es auch. Aber so, dass es nachvollziehbar bleibt. Es gibt noch einmal ein ordentliches Geballer, um dann das Tempo ganz herauszunehmen und ein langsamer, grooviger Part wird präsentiert. Eine etwas kranke Melodie kommt dazu und weiter geht es im langsamen Groove. Der screamige Gesang dazu klingt echt evil und dann ist auch Schluss.
Leider ist der Sound auf dem Album ein wenig scheppernd und undifferenziert. Stört ein wenig, aber ist definitiv nicht so schlimm.
Maldición Del Alma kommt zu Beginn mit hypnotischem Riffing und wechselt dann in einen geilen Stakkato-Part. Der fetzt. Dann wird natürlich wieder Fahrt aufgenommen und die Grindschiene gefahren. Der Blastbeat darf nicht fehlen. Der Song zieht ein wenig langweilig die Kreise, bis man mit einem geilen neuen Riff noch einmal richtig Fahrt aufnimmt und am Ende noch einmal das Stakkato-Riffing regieren lässt. Ganz okay, aber bedauerlicherweise nicht mehr. Der Funken springt nicht ganz über.
In knappen achtzig Sekunden marschiert False Prophet durch dein Wohnzimmer. Aggression pur mit interessantem Riffing, Blastbeats und feinstem Gegrowle und ehe du dich versiehst, ist der Spuk auch schon vorbei und man weiß gar nicht, was passiert ist.
Natürlich ist auch Morboso nichts für Feingeister. Mit groovendem Midtempo legt man los und leitet den Untergang ein. Die Doubelbass und ein fettes Riff geben ihren Senf dazu. Man bleibt beim Groove. Die Growls übernehmen das Geschäft. Klingt geil und geht ins Ohr. Natürlich nicht neu, aber das erwartet ja auch keiner. Ein melodisches Lead wird irgendwann hinzugefügt und dann darf die Doublebass ein wenig das Tempo erhöhen, aber man bleibt immer im Midtempo. Dann wird man ein wenig schneller, kommt aber wieder zum Groove zurück. Obwohl es der langsamste Song ist, gefällt er mir fast am besten.
Death/Grind, der gut ins Ohr geht und Einflüsse von Napalm Death, Morbid Angel und Sepultura innehat.




