As December Falls – Happier.

Das zweite Album der Pop-Punker aus Nottingham nun auch auf Vinyl und Musikkassette

Artist: As December Falls

Herkunft: Nottingham, England

Album: Happier.

Spiellänge: 36:06 Minuten

Genre: Pop-Punk

Release: 06.08.2021

Label: Self-Release / ADF Records

Link: https://www.asdecemberfalls.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Bethany Hunter
Gitarre – Ande Hunter
Gitarre – Timmy Francis
Schlagzeug – Lukas „Luke“ James

Tracklist:

  1. Afterglow
  2. Over It
  3. You Say When
  4. I Don’t Feel Like Feeling Great
  5. Nothing On You
  6. H.N.A.
  7. Happier
  8. Tears
  9. Fake Company
  10. All Of This Is Over
  11. One Last Song

As December Falls ist ein ambitioniertes Pop-Punk-Quartett aus Nottingham, das bereits seit 2014 besteht. Happier. ist bereits ihr zweites Full-Lenght-Album. Dazu kommt noch eine EP, die mich auch auf diese Band aufmerksam gemacht hat. Das Album ist zwar schon im August als CD erschienen, nun ist es auch auf Vinyl erhältlich. Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Punk, Rock und Metal mit weiblicher Sängerin. Wenn dann ein treibendes Schlagzeug zu einer donnernden Grundlinie von fordernden Gitarren einsetzt, bin ich eigentlich schon eingefangen. So ist es auch dieses Mal.

Quelle: As December Falls 2021

Nachdem sie in der Musikindustrie mit ihrem Stil überall nur auf Ablehnung stießen, haben sie die Veröffentlichung von Happier. mit einem Bankdarlehen realisiert. Sie wollen der Industrie den Finger entgegenstrecken und beweisen, dass sie es mit gitarrenbasierendem Rock draufhaben. Eine schon im Vorwege ausverkaufte Tour durch Great Britain bestärkte sie dabei. Auch die kommende Happier.-Tour ist nahezu ausverkauft. Hoffentlich kann sie durch die Corona-Pandemie wie geplant stattfinden. Die zahlreichen Vorbestellungen des Albums ließen sie den Kredit dann auch rasch wieder zurückzahlen. Elf Tracks, knapp 36 Minuten Gute-Laune-Female-Fronted-Pop-Punk. Die kraftvollen Songs werden bestimmt durch den kraftvollen Gesang von Bethany Hunter und die treibenden Riffs ihres Bruders Ande. Mitsing-Hymnen, die hüpfend auf einer Tanzfläche so richtig Spaß bringen. Alle Songs in medientauglichen Längen von zweieinhalb bis dreieinhalb Minuten, gehen irgendwie direkt in den Kopf. Klar, die vier erfinden das Rad nicht neu. Die ersten sechs Songs gehen direkt nach vorne. Bereits der Opener Afterglow legt die Messlatte besonders hoch. Erst der Titeltrack Happier kommt als emotionale, ruhige Ballade daher. Tears nimmt dann langsam wieder Fahrt auf, Fake Company beginnt aber wieder ruhig. Zwar sind ein paar Tempowechsel eingebaut, insgesamt bleibt der Song aber hinter den Erwartungen zurück. All Of This Is Over und One Last Song geben dann wieder Gas und machen Spaß. Nicht, dass man mich falsch versteht, die drei Songs sind gut produziert, bilden eine ruhige Pause im Ablauf des Albums. Sie sind halt nur nicht mein Geschmack … Hier das Tempo hochzuhalten, hätte ich befürwortet. Dass bei den Songs aber auch die instrumentale Seite Platz bekommen soll, zeigt sich bei I Don’t Feel Like Feeling Great. Gegen Ende des Songs spielt Ande Hunter hier ein überraschendes Gitarrensolo, das Grenzen überschreiten kann.

Die Unterschiede sind aber schon spürbar. Brachten sie das self-titeld Album As December Falls 2019 nach einer Produktion in einer Garage heraus, hat sie jetzt eine Zusammenarbeit mit dem Produzenten John Mitchell (Architects, Enter Shikari, You Me At Six) weiter nach vorne gebracht.

Das Album Happier. ist neben den digitalen Stream und Download-Möglichkeiten auch auf physikalischen Datenträgern erschienen. Neben CD und Vinyl könnt ihr das Album auf der bandeigenen Homepage auch als Musikkassette bekommen.

As December Falls – Happier.
Fazit
Ein starkes Album der Newcomer mit hohem Spaßfaktor. Klasse produziert, haben einige Songs aber noch Potenzial nach oben.

Anspieltipps: Afterglow und Over It
Norbert C.
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