Neu aufgelegt für Sammler und Fans
Mit dem Re-Release von Vol(l)ume 14, der ab dem 12. Juni 2026 über Reaper Entertainment erhältlich sein wird, rückt ein oft unterschätztes Kapitel der Tankard-Diskografie erneut ins Rampenlicht. Das Album erscheint dabei in streng limitierten Auflagen von jeweils 500 Exemplaren als CD sowie als exklusives Splatter-Vinyl und dürfte damit insbesondere für Sammler und langjährige Fans interessant sein. Auch optisch wird die Neuauflage aufgewertet: Für die Überarbeitung des Cover-Artworks zeichnet erneut Kai Brockschmidt verantwortlich. Der Künstler hat bereits den vorherigen Wiederveröffentlichungen der Band seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt und sorgt auch diesmal für einen modernen Look, ohne den ursprünglichen Charakter des Albums aus den Augen zu verlieren.
Bewährte Tankard-Kost
Wenn eine Band wie Tankard einen ihrer jüngeren Klassiker (der allerdings auch schon 16 Jahre alt ist) erneut auflegt, stellt sich zwangsläufig die Frage: Hat das Material die vergangenen Jahre unbeschadet überstanden? Im Falle von Vol(l)ume 14 lautet die Antwort eindeutig ja. Das ursprünglich 2010 veröffentlichte Album präsentiert die Frankfurter Thrash-Urgesteine, bestehend aus Gerre (Vocals), Frank (Bass), Andy (Gitarre) und Olaf (Drums), in einer Form, die zwar keine Revolution anzettelt, dafür aber sämtliche Tugenden der Band auf den Punkt bringt.

Riffs, Groove und starke Gitarrenarbeit
Musikalisch liefert das Quartett genau das, was Fans seit Jahrzehnten schätzen: schnörkellosen Thrash Metal mit hohem Wiedererkennungswert, treibenden Riffs und jeder Menge Energie. Die Gitarrenarbeit von Andy überzeugt dabei besonders. Druckvolle Rhythmuspassagen treffen auf überraschend filigrane Leads und technisch starke Soli, die dem Material zusätzliche Würze verleihen. Das Fundament aus Franks markantem Bassspiel und Olafs präzisem Schlagzeug sorgt gleichzeitig für den nötigen Druck und die typische Tankard-Dynamik. Über allem thront Gerres unverwechselbare Stimme, die dem Album den unverkennbaren Tankard-Stempel aufdrückt.
Zwischen Bierlaune und Gesellschaftskritik
Inhaltlich bleiben Tankard ihrem Ruf als humorvolle Bier-Metal-Institution treu. Songs wie Beck’s In The City oder Weekend Warriors zelebrieren die bekannte Party-Attitüde mit einem Augenzwinkern, während Stücke wie Time Warp oder Fat Snatchers (The Hippo Effect) den typisch schrägen Humor der Band in den Vordergrund rücken.
Gleichzeitig beweist die Gruppe jedoch, dass sie mehr zu bieten hat als Trinkgelage und Stammtischparolen. Mehrere Songs wie zum Beispiel Black Plague und The Agency greifen gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen auf und verleihen dem Album eine zusätzliche Ebene, ohne dabei belehrend zu wirken. Wer auf große stilistische Experimente hofft, wird natürlich enttäuscht. Tankard bewegen sich konsequent innerhalb ihres bewährten Klangkosmos und verlassen die vertrauten Pfade kaum.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Tankard – Vol(l)ume 14 in unserem Time For Metal Release-Kalender.



