Ruin – Spread Plague Death

Ranzige und blutige Morbidität

Artist: Ruin

Herkunft: USA

Album: Spread Plague Death

Spiellänge: 44:48 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 27.08.2021

Label: Goat Throne Records

Link: https://thedeathmetalcult.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Mihail Jason Satan
Gitarre – Destroy
Gitarre – Carsten Brix
Bassgitarre – Spine
Schlagzeug – D-Muerte

Tracklist:

  1. Antemortem Dread
  2. Spread Plague Death
  3. Murderous Delirium
  4. Repulsive Universe Inside Nightmares
  5. Catatonic Vomit
  6. At One With The Earth And Worms
  7. Ornaments Of Flesh
  8. Slow Degradation
  9. Quietus (Slit Throat)
  10. Awaken Rotting Decay
  11. Cosmic Vengeance (Digression)
  12. Choking On Burning Blood
  13. Postmortem Dark

Alleine in den USA gibt es fünf Bands, die sich den Namen Ruin ausgesucht haben. Diese Combo stammt aus Kalifornien und ist bereit seit 1990 dabei. 1991 löste man sich wieder auf und ist seit 2015 erneut aktiv. Allerdings ist nur noch der Gründer Mihail Jason Satan von der alten Truppe dabei. 2018 holte er dann gleich drei neue ins Boot. 1991 wurde ein Demo aufgenommen und 2015 ebenfalls. Seitdem ist man aber fleißig dabei. Zwei Alben, einige Splits und ein paar Singles pflastern ihren Weg. Album Nummer drei steht nun auf meiner Agenda.

Nach einigen kurzen und schrillen Tönen geht es los. Antemortem Dread liefert langsame Riffs und schleppende Drums. Alles sehr düster. Ein Solo wird verwurstet und man lässt den Spaß dann ausklingen. Der Song dient eher als Intro.

Nach einer Sprachansage geht das Death Metal Gewitter los. Spread Plague Death ist Death Metal. Death Metal der simplen, aber effektiven Art und Weise. Im schnellen Midtempo lädt man den Zuhörer ein, die dunkle Seite zu erforschen. Danach schleppt man sich aber durch das Universum. Die Stimme ist natürlich derbe tief und es werden immer wieder wilde Gitarrenriffs mit eingebaut, bevor man dann das Tempo wieder erhöht und mit schnellen Uftatas agiert, das Tempo aber wieder herausnimmt und so den Song enden lässt.

Auch Murderous Delirium kommt mit einem kleinen Intro ums Eck. Dreckig und langsam startet man das Rennen. Es wird sehr viel Druck aufgebaut. Eine morbide Grundstimmung wird durch eine Melodie heraufbeschworen und auf einmal wird der Knüppel aus dem Sack geholt. Aber nur kurz. Tempo wieder raus und die Gitarre spielt nur Anschläge, um dann wieder alles kurz und klein zu schlagen. Danach noch einmal der langsame Part, eine verzerrte, tiefe Stimme und Ende im Gelände.

Wieder ein kleines Intro und dann ab in den Ballerpart, wieder mit einer kranken Melodie versehen. So hört man es bei Repulsive Universe Inside Nightmares. Und das Geschleppe geht natürlich wieder weiter, darf nicht fehlen. Auch hier geht es hin und her. Das Tempo wird des Öfteren gewechselt. Langsame Parts, Midtempo-Uftata und Ballerparts wechseln sich ab. Klingt hier ganz geil. Besonders bei dem Wechsel von schnellen auf langsame Parts erinnern sie mich immer wieder an Incantation. Diese eingebauten Melodien, die zwar kurz sind, aber dafür sick, kommen echt gut rüber. Sehr intensiv.

Auch Catatonic Vomit kann mich, wie der Vorgängersong absolut überzeugen und mitnehmen. Die Geschwindigkeit ist hier hoch. Das finde ich immer sehr geil. Hier wird auch einmal gescreamt und natürlich gab es vorweg ein kleines Miniintro. Ist zwar alles sehr spartanisch, aber man kommt gut auf den Punkt und klingt vor allem sehr altbacken und düster.

Der Rest des Albums reiht sich ein. Die Band, die als Beinamen The Ruin Death Metal Cult trägt, bietet dreckig produzierten Death Metal der alten Schule.

Neandertaler Riffs mit Whammy-Effekten bestimmen den Gitarrenalltag und das Drumming arbeitet in allen Tempolagen, kommt aber so richtig zur Geltung, wenn es im Midtempo agiert. Die morbide Grundstimmung kommt dann so richtig zur Geltung. Man bewegt sich immer wieder an der Grenze zum Death-Doom und die Vocals kommen direkt aus der Höhle. Der Sound ist okay, könnte besser sein, besonders die Soli sind zu laut, stört aber nicht weiter. Langsame Grooves, Midtemposalven und Blastbeats – alles gibt es zu hören. Leider nützt sich dieses ein wenig ab und kommt nicht mehr so überraschend. Schockt aber.

Ruin – Spread Plague Death
Fazit
Ruin aus Kalifornien bleiben sich treu und bieten wieder morbiden Death Metal der alten Schule. Doomige Parts, Midtempo-Attacken und Blastbeatsalven geben sich die Klinke in die Hand. Die Grundstimmung ist sehr düster. Das Songwriting recht primitiv, aber dafür sehr intensiv. Es ist oft nicht vorhersehbar, was passiert. Gutes Death Metal Album mit Platz nach oben.

Anspieltipps: Repulsive Universe Inside Nightmares und Catatonic Vomit
Michael E.
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