Russkaja – Energia

“Hey Rudi, schwing‘ die Stelzen!“

Artist: Russkaja

Herkunft: Wien, Österreich

Album: Energia

Spiellänge: 37:11 Minuten

Genre: Russian Turbo Polka

Release: 05.04.2013 (D)

Label: Napalm Records

Link: http://www.russkaja.com

Bandmitglieder:

Gesang – Georgij Markazaria
Gitarre – Engel Meyr
Bass – Dimitro Miller
Vilino – Ulrike Müllner
Trompete – Rainer Gutternigg
Potete – H.-G. Gutternigg
Schlagzeug – Mario Stübler

Tracklist:

  1. Energia
  2. Barada
  3. Rdost Moja
  4. Autodrom
  5. Istanbul
  6. Violina Mia
  7. Kartuli Vino
  8. Surrealnaja
  9. Dikije Deti
  10. Ajajaj
  11. Tanzi Tanzi
  12. Sorry

Russkaja - Energia

„Nichts und niemand wird uns jemals aus dem Sattel werfen!“, so heißt das Motto der 2006 gegründeten Turbo Polka-Truppe Russkaja. Am 5. April veröffentlichen die Freunde des Psycho Traktors ihr neuestes Album Energia. Allerdings erreichte mich die neue Scheibe jetzt schon, um für euch einmal drüberhören zu dürfen. Da ich die Jungs schon zwei mal live erleben durfte und immer extrem zufrieden war, bin ich gespannt, was mich nun erwartet.

„C’mon everybody beweg‘ dein‘ Arsch“ – so läutet Sänger Georgij Markazaria den ersten und titelgebenden Song Energia ein. Und es fällt wirklich schwer, bei dem, was mir da um die Ohren kommt, auf dem Arsch sitzen zu bleiben. Dieser Stil vermischt einfach alles: Metal trifft auf Ska Punk, Reggae und vereinzelte Rappassagen. Absolut genial.

Beim Anhören dieses Albums bereue ich wirklich, dass ich nicht ein bisschen Russisch spreche, denn im darauffolgenden Track Barada scheint wirklich eine Geschichte erzählt zu werden. Naja, nichts was man nicht rausfinden kann. 😉 Dieser Song ist ein wenig ruhiger, allerdings nicht weniger geil. Es ist wirklich extrem faszinierend, wie Russkaja mit den aufbauenden Atmosphären spielen: Man fühlt sich wirklich wie vom Kreml auf den Mond geschossen.

Gleiches gilt für den dritten Track Radost Moja. Der Anfang erinnert an die wohl bekannte Cantina Band aus Star Wars (oder von sämtlichen Endlosschleifen auf dem Großteil der zuletzt besuchten Festivals). Zudem kommen die geilen Trompeten- bzw. Poteten-Sounds (Hinweis: Eine Potete ist ein Hybrid aus Posaune und Trompete).

Autodrom wird mit einem etwas thrashigeren Gitarrenriff eingeläutet und klingt im gesamten Verlauf etwas…naja „Mehr auf die Schnauze druff, weeßte?“ Geil finde ich wieder mal die abwechselnden Trompeten-, Poteten- und Violinenpassagen.

Mein absoluter Favorit auf diesem Album ist Tanzi Tanzi. Hier wird wirklich durchgängig auf die Kacke gehauen. Man kann wirklich sagen, dass die Leute von Russkaja wissen, wie man zusammen Musik macht. Es passt einfach alles zueinander.

Mit Sorry findet das Album einen ruhigen, dennoch würdigen Abschluss, wobei hier das Hauptaugenmerk auf einer cleanen Gitarrenspur und einen melancholisch-/melodischen Gesang gelegt wurde. Finde ich sehr gut durchdacht.

Fazit: Was soll ich noch dazu sagen? Russkaja hauen mit Energia wie gewohnt auf den Putz. Ich garantiere für 100%igen Hörspaß und das ein oder andere geschwungene Tanzbein. Kauft euch das Album und guckt euch die Truppe unbedingt live an. Es lohnt sich in beiden Fällen wirklich. Anspieltipps: Alles
Mathias B.
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