Sewer Fiend – Echoes From The Cisten (EP)

Rumpelnde, langsame und morbide Brutalität aus Manchester

Artist: Sewer Fiend

Herkunft: England

Album: Echoes From The Cisten (EP)

Spiellänge: 19:52 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 30.06.2021

Label: Dry Cough Records

Link: https://sewerfienduk.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Sam Robinson
Bassgitarre – John Riley

Tracklist:

  1. Writhing In Stagnant Water
  2. Pulsating Mass Of Worms
  3. Echoes From The Cistern

Die ehemaligen Exiled Mitglieder Sam und John beschlossen als Duo was zu starten und nannten diese Band Sewer Fiend. Nun haben sie ihre ersten musikalischen Ergüsse auf einen Tonträger gebannt. Mal sehen, was uns diese drei neuen Songs so  bringen.

Writhing In Stagnant Water legt ein paar Sekunden lang mit ruhigen, aber bedrohlichen Tönen los, wird dann ganz langsam und düster. Das Tempo wird ganz langsam erhöht, sodass man im gediegenen Midtempo unterwegs ist. Die Vocals sind schön tief, der Sound stammt aus einer Höhle und dann folgt auch schon die erste Blastbeatattacke. Diese verweilt nur kurz im Death Metal Universum von Sewer Fiend, denn das Tempo wird dann heruntergefahren, begleitet von einem hypnotischen Riff. Langsam kriecht man durch die Kellergewölbe Manchesters. Dabei versucht man, sehr düster zu klingen. Immer wieder erfolgen kurze Uptempoattacken, die dann wieder von einer ordentlichen Langsamkeit ersetzt werden. Am Ende geht man wieder ins Midtempo. Feiner Uftatapart mit ansprechendem Riffing. Der Song kommt schon geil, bietet sehr viel brutale Atmosphäre, aber nichts Neues. Muss ja auch nicht.

Pulsating Mass Of Worms setzt diese brutale Atmosphäre fort. Wieder startet man sehr langsam. Der Sänger kotzt sich eine Runde aus, bevor man das Riffing ein wenig verändert und somit auch das Tempo ein wenig erhöht. Eine langsame vorgetragene Melodie zieht sich hin und wird durch Stakkato-Riffing ersetzt. Dadurch wird ein gewisser Druck erzeugt, setzt sich aber nicht so richtig fest. Die Drums betonen diesen Part zwar ordentlich, aber so richtig schockt es erst wieder, wenn dieser atmosphärische, langsame Part aus den Boxen knallt. Die Doublebass ballert dazu recht ordentlich. Der Sänger gibt nur irgendwelche Laute vor sich und dann ist auch schon Schluss.

Echoes From The Cistern kommt am Anfang mit cleanen Klängen um die Ecke. Damit bauen sie eine bedrohliche Kulisse auf. Dieses Riffing wird dann weiter fortgeführt und die Mischung aus doomigen Tönen und rottigem Death Metal findet hier ihren persönlichen Höhepunkt, denn der Song geht über zehn Minuten. Der langsame Aufbau am Anfang mit dem Übergang in einen Uftatapart kommt schon sehr geil und das nachfolgende Riffing kommt auch sehr fett. Sehr einfach und sicherlich auch schon einmal da gewesen, aber dieses sitzt auf jeden Fall. Der Anfang wird im Song noch einmal wiederholt und somit klingt der ganze Song trotz der übertriebenen Länge schön kaputt, düster und bedrohlich. Happyness geht sicherlich anders. Sehr beklemmend und ein guter Song.

Sewer Fiend – Echoes From The Cisten (EP)
Fazit
Das Duo Sewer Fiend aus Manchester bietet auf ihrer ersten EP höhlenartigen Death Metal mit doomigen Klängen. Sehr düster, sehr morbide. Immer wieder werden Knüppelparts mit eingebaut und die bringen eine gelungene Abwechslung mit sich. Was Neues hört man nicht, aber Freunde von Autopsy und Disembowlment sollten unbedingt ein/zwei Ohren riskieren.

Anspieltipp: Echoes From The Cistern
Michael E.
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