Shrieking Demons – Diabolical Regurgitations (EP)

Unterwegs mit den italienischen Dämonen

Artist: Shrieking Demons

Herkunft: Italien

Album: Diabolical Regurgitations (EP)

Spiellänge: 16:12 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 30.07.2021

Label: Caligari Records

Link: https://www.facebook.com/shriekingdemons/

Bandmitglieder:

Gesang – Gabri
Gitarren und Bassgitarre – Giorgio
Schlagzeug – David

Tracklist:

  1. Water Drop Torture
  2. Hidden Cathedral Of Diseases
  3. Unspeakable Rites
  4. Whispering Corridors

Diese italienische Band ist ganz frisch im Geschäft, allerdings ist das Trio aus Sizilien ansonsten sehr beschäftigt, besonders das Duo David und Georgio. Diese bedienen alle Instrumente und zocken noch bei Assumptiom und Bottomless. Bis 2020 waren sie auch noch bei den Deathgrindern von Haemophagus. Nun haben sie sich den Sänger Gabri (u.a. Gravesite) dazu geholt. Diese EP ist das erste Lebenszeichen der Band.

Water Drop Torture startet mit einem sehr bekannten Riff, welches an späterer Stelle auch wiederholt wird. Langsam kommt es aus den Boxen, um dann noch langsamer zu werden. Eine kleine Melodie läuft nebenher. Ansonsten schleppt man sich durch die italienische Landschaft. Es folgen ein Break und old schooliges Geballer. Feines Uptempo. Hier dürfen Freunde des alten amerikanischen Death Metals reinhören. Nach einem weiteren Break groovt man im Midtempo herum. Der Part ist aber sehr bekannt und recht einfallslos. Der Sänger grunzt natürlich. Ein kleines Solo hinzu, weiter im Midtempo und dann ist auf einmal zu Ende.

Auch Hidden Cathedral Of Diseases geht in die Richtung. Midtempo Death Metal mit Uftata-Drumming. Allerdings sehr simpel gestaltet. Das Riffing ist okay, aber der Song fliegt irgendwie an einem vorbei, ohne dass etwas hängen bleibt. Der Kopf muss aufgrund der Rhythmusarbeit des Drummers zwar immer wieder nicken, aber so richtig flasht mich das alles nicht. Midtempo und Uptempo geben sich die Klinke in die Hand.

Unspeakable Rites kommt da eher von der bösen und schleppenden Seite. Der ganze Song wird so vorgetragen und lebt vom Riffing. Bedrohlicher Sprechgesang inklusive. Nach einigen Vorspielern, die cool klingen, geht man wieder in das typische Uptempo. Ein Solo muss mit auf’s Deck, klaro und dann schleppt und groovt man weiter. Interessantes Riffing zwar, aber trotzdem flutscht der Song nicht so richtig.

Whispering Corridors kommt am Anfang mit ungewöhnlichen Gitarrenklängen. Diese flirren ordentlich. Danach wechselt man in einen Doom Part. Dieser wird mit einem melodischen Lead kombiniert. Klingt ganz okay, aber mehr eben auch nicht. Es wird ordentlich Druck aufgebaut und auch die alte Produktion ist recht geil und passt zur Mucke. Aber irgendwie fehlt da der zündende Moment bei mir. Das Solo kommt recht gut. Danach geht es aber so langsam weiter, schade. Die Gitarren sägen noch einmal und dann ist Feierabend.

Hm, auch nach dreimaligem Hören komme ich zu dem Ergebnis, dass die Mucke zwar nicht schlecht ist, aber auch nicht mehr.

Shrieking Demons – Diabolical Regurgitations (EP)
Fazit
Die Italiener mischen Doom und Death Metal. Die Produktion ist auf alt getrimmt, aber nicht dreckig. Irgendwie kommt das alles ganz gut, vor allem die Geschwindigkeitswechsel. Aber so richtig kommt das Material bei mir nicht an. Die Mucke erinnert mich ein wenig an Autopsy. Wer dieses Band mag, kann Shrieking Demons anchecken.

Anspieltipps: Water Drop Torture und Unspeakable Rites
Michael E.
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