Skinning – Homicidal Experimentations

Es gibt nur zwei Geschwindigkeiten - schnell und schneller

Artist: Skinning

Herkunft: Portugal

Album: Homicidal Experimentations

Spiellänge: 32:52 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 15.12.2020

Label: Larvae Records

Link: https://www.facebook.com/SkinningMetal/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre -Viktor Lopes
Bassgitarre – Susana Brochado
Schlagzeug – Luìs Barros

Tracklist:

  1. Homicidal Experimentations
  2. Wrong Path
  3. The Gravedigger
  4. In Her Memory
  5. Sadistic Butcher
  6. The Demon
  7. In The Hands Of God
  8. Destroyer Of Existence
  9. Blood Will Be Dropped

Das Trio aus Portugal ist nun auch schon seit 2011 dabei, aber die Mucke ist mir persönlich noch nicht untergekommen. Natürlich gibt es, wie so oft im Death Metal, eine Verwechslungsgefahr, z. B mit den Amis von Skinned oder den deutschen Skinned Alive, aber ich bin mir ganz sicher, dass ich noch nichts von ihnen gehört habe. Zwei Alben haben sie bis dato rausgehauen und lassen nun Album Nummer drei folgen. Da wir ja das Jahr 2020 haben, muss es gut sein, denn in diesem Jahr habe ich nicht wirklich schlechtes Material zu hören bekommen.

Ich beschäftige mich ja viel mit Death Metal und ich werde niemals müde, mich weiterhin damit zu beschäftigen, denn dieser Stil hat eine weite Bandbreite. Ich mag den rottigen, den Midtempo-, den HM2-lastigen und den brutalen Death Metal. Ich bin ein Freund des Blastbeats und der Geschwindigkeit und Skinning geben mir, was ich brauche. Eine Band, die von sich selbst behauptet, zwei Geschwindigkeiten zu haben und zwar schnell und noch schneller – ja so eine Band weckt auf jeden Fall mein Interesse.

Und so geht es denn auch gleich bei Homicidal Experimentations voll zur Sache. Der Blastbeat wird rausgeholt und ab geht das Highspeedgeholze. Ja, das gefällt mir. Hinzu kommen zwei bis drei ziemlich geile Riffs und kaum Verschnaufpausen. Sicherlich nicht neu, aber es macht total Spaß. Wie ein D-Zug durchs Wohnzimmer. Bis man dann ganz kurz das Tempo rausnimmt, wieder absolut Vollgas gibt, mit einer kleinen Melodie aufwartet und diese mit diabolischem Gesang kombiniert. Klingen dann ein wenig nach Deicide. Am Ende hin kleine Unterbrechungen und dann Schluss.

Wrong Path kennt auch keine Gnade und auch hier erinnern sich mich vom Riffing und auch vom Gesang ein wenig an Deicide. Dann wird das Tempo minimal gedrosselt und mit einer feinen und schnellen Double Bass kombiniert. Kurzes Gitarrengemetzel und schon kommt das Gemetzel wieder raus. Lang gezogenes melodisches Lead im schnellerem Midtempo, kurze Verschnaufpause und Attacke. Ja, hallo, was ist denn hier los? Diese Band verdient zu recht die Bezeichnung Brutal Death Metal.

The Gravedigger startet mit einem schnellen, groovigen Part. Das Riff wird schön lang gezogen und die Double Bass unterstützt den Spaß. Gesangssolo mit Gitarre. Vorspieler, maschinenengewehrartige Betonung der Drums und dann raus die Keule. Ja, ja und noch einmal ja. Absolut lecker. Der Drummer scheint auch nicht von dieser Welt zu sein. Man wechselt wieder in den Groovepart, der jetzt so richtig knallt, aber auch hier klingt das Drumming wieder absolut brutal und natürlich wird dann wieder geholzt ohne Ende. Kleines Drumgemetzel à la One von Metallica und dann wieder in den Groove und ab ins Gemetzel. Schönes Ding.

In Her Memory zeigt, dass die Burschen auch technisch versiert zu Werke gehen, klingt aber dann leider nicht ganz so rund wie die Songs zuvor, macht aber trotzdem Laune, keine Frage.

Sadistic Butcher beschränkt sich dann wieder auf das Wesentliche. Gutes Riffing, Highspeedgewitter und Midtempopassagen. Sehr schön.

1, 2, 3 und Attacke. Wer hätte es gedacht. Die Portugiesen lassen den Dämonen freien Lauf bei The Demon. Ein absolutes Geballer. Ach, wie schön, so auch bei dem nachfolgenden In The Hands Of God. Hier baut man einige Breaks mit ein, Abwechslung muss sein, hehe.

Destroyer Of Existence macht ebenfalls keine Pause und auch der Rausschmeißer Blood Will Be Dropped überzeugt mich mit Highspeed, gutem Riffing und gut platzierten Breaks.

Klaro erfinden sie den Windkanal mit ihrer Geschwindigkeit neu, aber sie machen einfach nur Laune. Dieses liegt sicherlich auch an der Produktion, die eben nicht aalglatt, sondern old schoolig produziert ist. Sehr druckvoll, hier und da zwar undifferenziert, aber sehr brutal. Ja, so geht Brutal Death Metal und ich werde mir wohl die anderen beiden CDs noch zulegen müssen.

Skinning – Homicidal Experimentations
Fazit
Homicidal Experimentations ist erfüllt von der blutigen Brutalität der 90er-Jahre und liefert eine geile Mischung aus messerscharfen Riffs, stampfenden und schnellen Drums, guten Breaks und einem kraftvollen und gut transparenten Sound. So muss Brutal Death Metal klingen. Für Freunde von Deicide, Morbid Angel, Krisiun und Vader.

Anspieltipps: Homicidal Experimentations und The Gravedigger
Michael E.
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Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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