“Zuckerbrot und Peitsche“

Artist: Sober Truth

Herkunft: Siegburg, Deutschland

Album: Locust ∇ Lunatic Asylum

Spiellänge: 46:44 Minuten

Genre: Groove Metal, Progressive Metal, Thrash Metal

Release: 17.02.2017

Label: TAKTART Records

Link: https://www.facebook.com/sobertruthband/

Produktion: Big Easy Studio von TAKTART-Booking, Torsten Schramm(Stein) und Michael Haas (Mix)

Bandmitglieder:

Gesang und Rhythmusgitarre – Torsten Schramm(Stein)
Leadgitarre – Marvin Creek
Bassgitarre – Jules Rockwell
Schlagzeug – Sam Baw

Tracklist:

  1. Introduction
  2. Leave The Locust In The Lunatic Asylum
  3. Paragon
  4. Murphys Law
  5. Powergenerator
  6. Welcome To Majula
  7. Collapse
  8. My Enemy
  9. Layer Of Self
  10. Procrastination
  11. Cold Chapter
  12. Sober

In diesem Jahr kann Sober Truth tatsächlich schon das zehnjährige Jubiläum feiern, denn im Jahr 2007 wurde die Band in Bonn gegründet. Bislang wurden drei Alben veröffentlicht, und Sober Truth konnten mit ihrer energiegeladenen Show schon auf mehr als 300 Gigs überzeugen. Auch ich habe sie vor kurzem bei einem ihrer Auftritte kennengelernt, wobei ich zugegebenermaßen doch einige Songs gebraucht habe, um mich ansatzweise in diesen Genregrenzen komplett ignorierenden Stil einzufinden. „Geht nicht“, gibt es bei Sober Truth nicht, und das seit den Zeiten der Bandgründung, wobei ich zu den bislang veröffentlichten Scheiben (noch) nichts sagen kann. Hier soll es erst einmal nur um das bereits am 17.02. veröffentlichte vierte Studioalbum Locust s Lunatic Asylum gehen.

Nach der Introduction geht es bei dem Quasi-Titeltrack Leave The Locust In The Lunatic Asylum mit einem sehr melodischen Gitarrenspiel los, das allerdings ziemlich zügig vom sehr kraftvollen und rauen Gesang von Torsten abgelöst wird. Was die Saiten- und Trommelfell-Fraktion hier schon streckenweise abliefert, ist beeindruckend, und mein Kopf gerät ohne weiteres Zutun automatisch in erste Nickbewegungen. Auch in den restlichen Songs werden eigentlich keine Gefangenen genommen und wenn doch, hält man sie bei Zuckerbrot und Peitsche in einem eigentlich ganz wohligen Kerker. Da wird immer wieder ordentlich Tempo vorgelegt – teilweise, wie bei Powergenerator, dringt man sogar in Black Metal-artige Gefilde vor -, Torsten shoutet und growlt sich durch die davongaloppierenden Passagen, und dann gibt es immer wieder mal ein „Zückerchen“ in Form eines wunderbar melodischen Gitarrenlaufs von Marvin, und Torsten kann tatsächlich auch so etwas wie Klargesang.

Das klingt jetzt erst mal recht spannend, und das ist es erst einmal auch. Mit zunehmender Spielzeit treten dann aber leichte Abnutzungserscheinungen ein, denn so ungewöhnlich dieser Stilmix ist, den Sober Truth hier raushauen, so verwässert das Ganze dann doch, weil sich die Songs nicht wesentlich voneinander unterschieden. Eine Ausnahme davon ist vielleicht noch Procrastination, der ziemlich abgehackt und vertrackt daherkommt. Ein ganz großer Pluspunkt ist allerdings, dass Sober Truth keinen Song künstlich und unnötig in die Länge ziehen. Alle Tracks bleiben unter der Fünf-Minuten-Marke und werden somit straff durchgezogen.

Hier gibt es das Video zu Leave The Locust In The Lunatic Asylum:

Sober Truth - Locust ∇ Lunatic Asylum
Fazit: So, wie ich schon beim Auftritt von Sober Truth ziemlich lange gebraucht habe, einfach mal das Nachdenken sein zu lassen und dem zu folgen, was da stattfindet, ging es mir auch ohne die visuellen Beigaben, soll sagen, beim Hören dieses Albums. Wer gern mal eine dreiviertel Stunde lang in dieses Wechselbad der Gefühle eintauchen mag, der ist bei Sober Truth genau richtig.

Anspieltipps: Murphys Law, Powergenerator und Procrastination
Heike L.8
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