Trivium am 10.08.2025 in der Batschkapp in Frankfurt

Wenn 1000 Fans die Lyrics können

Eventname: Trivium / Exklusive Clubshow

Headliner: Trivium

Vorband: Defects

Ort: Batschkapp, Frankfurt

Datum: 10.08.2025

Kosten: 50,35  €

Genre: Metalcore, Trash Metal, Melodic Metal

Setliste Trivium:

  1. Rain
  2. Pull Harder On The Strings Of Your Martyr
  3. Like Light To The Flies
  4. Catastrophist
  5. Until The World Goes Cold
  6. Throes Of Perdition
  7. Master Of Puppets
  8. A Gunshot To The Head Of Trepidation
  9. Strife
  10. Bury Me With My Screams
  11. In Waves
  12. The Deceived
  13. The Heart From Your Hate
  14. Down From The Sky
  15. The Sin And The Sentence

Defects - 2025 - Batschkapp Frankfurt
Defects – 2025 – Batschkapp Frankfurt

Es ist ein warmer Sonntagabend in Frankfurt, und während draußen die letzten Sonnenstrahlen für ordentlich Hitze sorgen, wird das wohl nichts im Vergleich zu dem, was heute Abend hier abbrennt. Vor der Batschkapp sammelt sich schon eine beeindruckende Schlange an Metalheads, bis raus auf die Zufahrtsstraße. Schwarze Shirts, lange Haare – das klassische Bild, nur hier und da unterbrochen von jüngeren Fans, die Trivium erst in den letzten Jahren für sich entdeckt haben. Heute ist es so weit: Die US-Metal-Titanen kehren nach Frankfurt zurück, und das in der legendären Batschkapp. Als Support haben sie die britische Band Defects im Gepäck und für mich wird das eine Premiere.

Es ist Punkt 20:00 Uhr und die Lichter gehen aus. Defects betreten die Bühne. Drei Songs Zeit, die besten Eindrücke mit der Kamera festzuhalten. Die Briten geben direkt Vollgas. Mit wuchtigen Gitarrenriffs, treibenden Drums und der Mischung aus Shouts und cleanem Gesang schaffen sie es, das Publikum in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur zu bringen. Frontmann Tony Maue lässt das Publikum nicht lange warten und steht beim zweiten Song bereits auf den Absperrungen, während das Publikum den Raum mit seinen Handylichtern erleuchtet. Die ersten Crowdsurfer kommen im Graben an und die Stimmung ist jetzt schon richtig gut. Für einen Opener nicht selbstverständlich. Der Sound ist druckvoll, ohne dass die Vocals im Gitarrenbrett untergehen. Nach gut 35 Minuten verabschieden sich Defects nach einem absolut gelungenen Auftakt.

Trivium - 2025 - Batschkapp Frankfurt
Trivium – 2025 – Batschkapp Frankfurt

Kurze Umbaupause, Getränkenachschub – die Temperatur in der Halle steigt merklich, aber es ist zu meiner Überraschung in der Halle trotzdem noch erträglich.

21:00 Uhr, das Licht erlischt, Nebel wabert über die Bühne, und die ersten Töne von Rain brechen über uns herein. Ohne große Ansage knallt uns die Band diesen ersten Song um die Ohren – hart, schnell, kompromisslos. Sofort wird klar: Heute wird keine halbe Kraft gefahren. Direkt im Anschluss folgt Pull Harder On The Strings Of Your Martyr, und spätestens hier ist die Menge komplett entfesselt. Der Pit rotiert, Crowdsurfer fliegen über die Köpfe hinweg und es wird mitgesungen, was die Kehlen hergeben. Mit Like Light To The Flies und dem neueren Catastrophist zeigen Trivium gleich zu Beginn ihre Bandbreite – vom aggressiven Melodic-Thrash und Metalcore der Frühphase bis zu den modernen, hymnischen Refrains der letzten Alben. Die Mischung funktioniert perfekt und die Band zeigt, dass sie so einige unterschiedliche Metal-Richtungen über die Jahre perfekt in ihr Programm integriert hat. Ein besonderer Moment folgt mit Until The World Goes Cold – ein Song, der bei mir gerade echt für Gänsehaut sorgt, wenn die ca. 1000 Gäste am heutigen Abend gemeinsam die Refrainzeilen mitsingen. Die Stimmung kippt danach sofort wieder in Richtung Abriss, als Throes Of Perdition die Halle erbeben lässt und sich direkt wieder ein Circlepit bildet.

Trivium - 2025 - Batschkapp Frankfurt
Trivium – 2025 – Batschkapp Frankfurt

In der Menge sind jetzt gefühlt 50 Grad und ich ziehe mich nach oben auf den Innenbalkon zurück, um den Rest der Show zu genießen. Nach der Metallica-Coverversion von Master Of Puppets geht es Schlag auf Schlag weiter. A Gunshot To The Head Of Trepidation und Strife treiben die Energie noch einmal hoch. Beim brachialen Bury Me With My Screams kocht die Halle endgültig über – hier bleibt kein Nacken unverschont. Als die ersten Klänge von In Waves erklingen, gibt es kein Halten mehr. „IN WAAAAAVES!“ brüllen Band und Fans im Chor, und das in einer Lautstärke, die ich echt selten bisher erlebt habe, echt ein weiteres absolutes Highlight im heutigen Set. Der Schlussteil des Programms liest sich wie ein Best-of der letzten Jahre: The Heart From Your Hate für die melodische Ader, Down From The Sky als epischer Brecher und zum Finale The Sin And The Sentence – ein energiegeladener Song, der den perfekten Abschluss des Abends bildet.

Nach knapp 100 Minuten ist Schluss. Verschwitzt, erschöpft, geht der Sonntag für mich damit zu Ende. Trivium haben heute einmal mehr bewiesen, warum sie zu den großen Konstanten im Metal gehören und sich das so schnell mit Sicherheit auch nicht ändern wird.