Tyrant Eyes – The Sound Of Persistence

„Gänsehaut-Metal à la carte“

 

Artist: Tyrant Eyes

Album: The Sound Of Persistence

Spiellänge: 45:51 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 11.11.2011

Label: Self-Release

Link: http://www.tyrant-eyes.de

Klingt wie: Saxon, Nevermore

Bandmitglieder:

Gesang – Claudius Bormuth
Gitarre – Marcus Amend
Bassgitarre – Max Lassmann
Schlagzeug – Sascha Tilger
Keyboard – Jürgen Copenhagen-Bormuth

Tracklist:

  1. Another Ray Of Light
  2. Beginning Of The End
  3. No Way No Limit
  4. Gravitation
  5. Infraction
  6. Ingratitude
  7. Physically Alive
  8. Born Criminal
  9. Green Tiny Monsters
  10. Friendship

Die Band Tyrant Eyes wurde bereits im Jahre 1993 in Mörlenbach, Deutschland gegründet. Seitdem haben die Hessen zwei Demos und drei Alben aufgenommen, sowie etliche Auftritte hinter sich gebracht. Zum ersten Mal seit 2003 bringen die Jungs nun nach einigen Besetzungswechseln ein neues Album auf den Markt. The Sound Of Persistence wird von der Band selbst vertrieben. Nähere Infos hierzu finden sich auf der bandeigenen Homepage (s.o.).

Das Album startet mit Another Ray Of Light und einem ziemlich nervigen Geschrei – zumindest, wenn man es laut hört. Doch nach gerade mal neun Sekunden setzt die Musik ein und spätestens mit dem ersten Erklingen von Claudius‚ Stimme verzeiht der Hörer der Band dieses Intro und verliert sich in dem Sound der Band. Mit einer nahezu opernhaften Stimme, die stellenweise durchaus an Größen wie Bruce Dickinson (Iron Maiden) erinnert, fesselt Sänger Claudius Bormuth den Hörer und wird dabei tatkräftig von den anderen Bandmitgliedern unterstützt. Klasse Riffs, starke Drums, groovige Basslines und einzigartige Vocals, nicht mehr und nicht weniger steckt hinter diesem Song.

Kaum ertönt der zweite Song des Albums, Beginning Of The End, wird klar, dass Claudius Bormuth nicht nur den opernhaften Gesangsstil abdeckt, sondern sich auch nicht verstecken muss, wenn es um kräftige, tiefe Shouts geht.

Auch die weiteren Songs strotzen nur so vor Kraft und Ideenreichtum, was die Texte angeht. Zum Ende hin flacht die Stimmung zwar leicht ab, steht aber immer noch weit über vielen anderen Bands. Ein klasse Sound und keinerlei hörbare Patzer runden das Ganze ab und das abschließende „Hal‘ die Gusch‘!“, aus dem Titel Green Tiny Monsters, kann man definitiv nicht an die Band zurückgeben.

Zu guter Letzt klingt das Album mit dem Song Friendship, mit dem Tyrant Eyes sich teilweise an einer Ballade versuchen, aus. Auch wenn die Vocals hier teilweise leicht überzogen wirken, ist dieser Song durch seinen aussagekräftigen Text und die instrumentale Untermalung ebenfalls gut gelungen.

Fazit: Wenn man während des Schreibens von einem Moment auf den anderen vergisst, was man gerade getan hat und minutenlang nur sinnlos in der Gegend rumklickt, dann geht irgendwas nicht mit rechten Dingen zu. Doch Tyrant Eyes haben mit The Sound Of Persistence genau das geschafft. Fesselnde Vocals und nahezu perfekte musikalische Untermalung sorgen für ein einzigartiges Feeling. Einziges Manko ist das wirklich nervige Intro, welches mich in den ersten Sekunden doch ein wenig abgeschreckt hat. Verwunderlich ist nur, dass Tyrant Eyes noch nicht der ganz große Durchbruch gelungen ist. Anspieltipps: Another Ray Of Light, Beginning Of The End
Martin W.
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