Voodoo Gods – The Divinity Of Blood

Von Voodooismus, Ritualen und antichristlichen Kräften

Artist: Voodoo Gods

Herkunft: USA

Album: The Divinity Of Blood

Spiellänge: 57:05 Minuten

Genre: Death Metal, Thrash Metal

Release: 15.05.2020

Label: Reaper Entertainment

Link: https://www.voodoogods.net

Produktion: Produziert, gemischt und gemastert – Andy La Rocque

Bandmitglieder:

Gesang – George Corpsegrinder Fisher
Gesang – Seth van de Loo
Gitarre – Jacek Hiro
Gitarre – Victor Smolski
Bass – Jean Baudin
Drums – Alex Voodoo

Tracklist:

1. Rise Of The Antichrist
2. From Necromancy To Paraphilia
3. Menace To God
4. Serenade Of Hate
5. Forever!
6. Isa
7. The Ritual Of Thorn
8. The Absolute Necessity To Kill
9. The Divinity Of Blood Bonustracks (Digipak only)
10. Before The Dawn (Necrophobic Cover)
11. The Ritual Of Thorn (Full Version)

Alexander von Posch, der bereits 1997 bei Guerilla trommelte und 2006-2007 bei den Polen von Union (vorher Christ Agony), gründete im Jahre 2001 die Band Shrunken Head und nannte diese später in Voodoo Gods um. Ein recht unbekannter Musiker, wie man meinen könnte, und es dauerte auch bis zum Jahre 2008, bis manet was veröffentlichte, aber dann mit bekannter Unterstützung. Drei Sänger waren auf der EP Shrunken Head zu hören: Nergal, Seth van de Loo und Mike Browning. Das nenne ich mal Unterstützung. Nergal ging und 2014 kam dann George Corpsegrinder hinzu. Okay, kann man machen. Cannibal Corpse alleine ist ja auch nicht abendfüllend, hehe.

Das Debüt namens Anticipation For Blood Leveled In Darkness erschien dann auch sofort und nun haut er Album Nummer zwei heraus. Und wieder ist es eine Supergroup. Neben George Corpsegrinder und Seth van de Loo an den Vocals gesellen sich noch Jacek Hiro (u.a. Ex- Decapitated, Sceptic) und Jean Baudin dazu, Beide sind schon seit 2007 dabei. Nach dem Debüt im Jahre 2016, wurde dann Victor Smolski, der von 1999 bis 2015 bei Rage aktiv war, als zweiter Gitarrist mit ins Boot geholt. Gute Voraussetzung, will man meinen.

Okay, legen wir los mit Rise Of The Antichrist und zack, gleich ein Volltreffer. Schöner grooviger Beginn, mit markanten Riffs, schön schleppend und bangkompatibel. Dann wird schön Fahrt aufgenommen und auch dieses Riffing ist sehr fett. Gute Mischung aus Death und Thrash Metal. Schönes Uptempo mit schnellen Gesangseinlagen. Zwischendurch wird das Tempo rausgenommen und wieder aufgebaut, um dann ein recht abgedrehtes Solo mit einzubauen. Danach geht es wieder in den Uptempopart. Schon interessant und lecker. Der Gesang wird geteilt und teilweise auch gedoppelt. Klingt sehr fett und druckvoll. Naja, von den beiden Protagonisten hätte man nun ja auch wirklich nichts anderes erwartet. Geiler Song mit eigener Note, besonders im Solobereich. Im Text zerstört der Antichrist die Welten, ihr Glaubensbekenntnis und die Ikone des Nazareners. Dies ist einer der wenigen Songs, bei dem die Trommelmelodie der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Liedes ist.

From Necromancy To Paraphilia geht quasi ähnlich los, langsamer, teilweise melodischer Anfang, dann Uftata Uptempo und Corpsegrindergesang, Ein kurzes Intermezzo und wieder Uftata Uptempo. Melodischer Zwischenpart, der aber schön aufgebaut wird, Break, Vorspieler und ab in den Groove. Aber kein 08/15. Man merkt, dass die Burschen ihr Handwerk verstehen. Und dann kommen einem orientalische Klänge um die Ohren geflogen, kombiniert mit einen Yngie Malmsteen Gedächtnissolo. Besonders Gitarristen unter euch mögen diesen Part, mir ist das zu verspielt, kommt aber trotzdem gut und ist vor allem natürlich gut vorgetragen. Die orientalische Abteilung dabei finde ich persönlich sogar noch viel interessanter. Irgendwann hat man sich ausgetobt und nimmt groovend wieder Fahrt auf. Der Gesang wird wieder gedoppelt. Da hätte ich mir aber noch so einen richtigen schnellen Endpart gewünscht.

Menace To God schleppt sich auch so durch die Botanik, kommt dann aber mit einem geilen melodischen Leadpart daher und durchrasselnder Doublebass. Ich liebe solche Parts und dann der doppelte Gesang darauf. Ja Freunde, das hat was von bedrohlich. Kurzer orientalischer Part, kleiner Vorspieler und dann Uptempogeballer. Sehr schön. Ja, das ist was für Papa, keine Frage – Straight nach vorne und schön auf die Fresse. Das gefällt mir. Der schnelle Gesang von Corpsegrinder kommt fett. Break. Wieder in den vorherigen Part und die Doublebass macht mich wieder glücklich. Dann wird es richtig schräg. Abgedriftetes Solo. Die Burschen scheinen diesbezüglich einen Auftrag zu haben. Und wieder einmal hört man, dass die Burschen ihre Instrumente mehr als beherrschen. Tempoaufnahme und fettes Solo mit Betonung und aus.

Serenade Of Hate kommt verträumt und teilweise schon fast romantisch zu Beginn um die Ecke. Solo vor dem Herrn. Sehr atmosphärisch und emotional. War natürlich nur die Ruhe vor dem Sturm. Ab geht es. Gummi. Markantes Riffing. Der Song kommt sehr abwechslungsreich daher. Kommt mir aber teilweise zu vertrackt und verspielt daher, dürfte aber progressive Fans beglücken. Natürlich wieder mit abgedrehten Soli und auch Bassspuren. Hier wird hörbar, dass die Burschen auch gerne mal Heavy Metal hören, ebenso wie bei nachfolgenden Song Forever.

Und so geht es weiter und weiter. The Ritual Of Thorn dürfe wohl der komplexeste Song auf diesem Album sein. Wer sich das Digipack holen möchte, wird als Bonustrack noch eine ausschweifende Version von diesem Song hören. Außerdem einen richtig fetten Coversong von Before The Dawn von Necrophobic.

Bei The Absolute Necessity To Kill wird noch einmal schön Gas gegeben und dieses ist genau das Richtige für meine Ohren.

Voodoo Gods – The Divinity Of Blood
Fazit
Die Supergroup Voodoo Gods liefert ein echt starkes Gebräu ab. Eine teilweise verspielte Mischung aus Death und Thrash Metal. Hinzu kommen viele Zitate aus dem Heavy Metal Bereich. Der doppelte Gesang knallt so einiges weg. Besonders die Saitenfraktion dürfte dieses Album interessieren, denn es sind viele Soli und Bassspuren vorhanden, die man ansonsten im Death/Thrash Bereich eher nicht zu hören bekommt. Voodooismus, Rituale und antichristliche Standpunkte werden musikalisch gekonnt wiedergegeben. Die Hoffnung, die Combo mal live zu sehen, sollte man nicht aufgeben, denn jedes Mitglied sieht die Vereinigung als richtige Band an.

Anspieltipps: Rise Of The Antichrist, Serenades Of Hate und The Absolute Necessity To Kill
Michael E.
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