Artist: Cytolysis
Herkunft: USA
Album: Surge Of Cruelty
Spiellänge: 43:38 Minuten
Genre:Death Metal
Release: 08.08.2025
Label: Comastose Music
Link: https://www.facebook.com/Comatosemusiclabel
Bandmitglieder:
Gesang und alle Instrumente – Darren Cesca
Tracklist:
1. Your Slow Demise
2. Devout Sacrifice
3. Surge Of Cruelty
4. Consenting Brood
5. A Blood-Soaked Offering
6. Ritual Carnage
7. Tribal Savagery
8. Tortured Flesh
9. Mark Of The Demons
10. Innocence Is Raped
11. Hung From The Rafters
Eins ist schon einmal sicher. Da, wo Comatose Music draufsteht, ist auch Comatose Music drin, und so weiß man sofort, dass man es mit einer brutalen Death-Metal-Band zu tun hat. Und entweder ist man dabei oder eben auch nicht. Seit Jahren steht das Label für diese Art von Musik und man muss einfach mal auch seinen Respekt zollen, dass dieses so durchgezogen wird. Denn mal ganz ehrlich, reich wird man dadurch nicht. Da gehört schon sehr viel Leidenschaft und Liebe zu dieser derben Spielweise dazu.
Bei Cytolysis handelt es sich um das Soloprojekt von Darren Cesca, der mit seinen aktuellen Bands Goratory, Pillory, Serpent Of Gnosis und Eschaton anscheinend nicht ausgelastet ist. Mit letzterer Band hat er dieses Jahr schon ein ziemlich geiles Album herausgehauen. Und auch die Band Pillory ist sein Ein-Mann-Projekt. Warum auch nicht? Ein Mann, der extremen Metal liebt und auch live für andere Bands aktiv ist, wie z.B. für Vile. Im Jahre 2020 erschien das Debüt von Cytolysis und nun haut er das zweite Werk heraus. Wie oben schon beschrieben bei Comatose Music.
Nach einem kurzen und von einer Frau anflehenden Please legt er so richtig los. Der Anfang ist ein Bestandteil des Songs Your Slow Demise. Es folgen langsame Drums im Midtempo, gepaart mit ganz guten Riffs, Stop-and-Go-Momenten, Tempoverschleppung. Die Gitarre heult auf und man holt zur Attacke aus. Die Vocals sind tief ohne Ende und dann wechselt man in einen Slampart inklusive Pigsqeals. Das geht immer hin und her und man spielt mit dem Tempo. Klingt alles ein wenig vertrackt und verwirrend. Einfach macht er es sich und der Zuhörerschaft nicht, aber wenn er im schleppenden Midtempo agiert, macht das Ganze Spaß. Auch der Einsatz von Screams lockert die Geschichte auf. Am Ende haut er wieder den Slampart inklusive Pigsqueals heraus und geht dann ganz in den Keller, um dann noch einmal die Axt schwingen zu lassen.
Schnell und ungestüm startet das Geschehen bei Devout Sacrifice. Natürlich lebt der Song, wie das ganze Album, von den Downtuning-Gitarren und den absolut tiefen Vocals, und dass er als Drummer weiß, was er da macht, steht außer Frage. Das ist schon auf hohem Niveau. Nach dem Geballer am Anfang folgt dann wieder ein Slampart, der vom Riffing ein wenig vertrackt ist, dafür auch sehr kurz ist und sofort mit einem doppelläufigen Riff wieder niedergeballert wird. Wieder kurz Tempo raus und dann erneut Geknatter. Das ist ganz schön technisch und für mich als Zuhörer echt anstrengend. Ich bin ja ein Freund des brutalen Death Metals der alten Schule, gar keine Frage, aber mag es dann auch direkter, allerdings nicht stumpf, aber schon so, dass ich es eben mit laienhafter Hingabe hören und wahrnehmen kann. Klingt jetzt alles so negativ, ist es aber eigentlich gar nicht, denn gerade hier im Song sind die schnellen Passagen schon sehr faszinierend und drückend, aber manchmal kommt man eben aus dem Rhythmus. Das sehen Musiker wahrscheinlich anders, aber das kommt eben bei mir an. Ist ja auch völlig in Ordnung, denn das hier ist ja die Spielwiese von Darren und alleine kann man ja machen, was man will. Zwischendurch mal am Ende eines Parts so ein kleines Basssolo und dann weiter auf die Zwölf, ja, das kommt zum Beispiel richtig geil, zumal der Sound auch passend dazu ist. Dann groovt er wieder und lässt den Slam-Hammer regieren. Erst noch mit Geballer-Mittelpart, dann alleine und dann holt er zur Blastbeatattacke aus. Kommt wieder geil und dann wird er wieder vertrackt und kopflastig. Diese Tatsache finde ich sehr anstrengend. Deswegen muss es ja nicht schlecht sein. So geht es dann weiter, zwischendurch fügt er noch einen Ballerpart ein, verwendet auch doppelten Gesang, der geil klingt und groovt sich dann nach Hause.
Der Namensgeber des Albums, Surge Of Cruelty, geht da echt schon besser ins Ohr, denn hier überzeugt man mit fetten Riffings und bösartigem Gesang. Sehr slammig, aber nach kurzer Zeit kommt natürlich auch hier das Geholze, aber auch hier geht er sehr kopflastig vor und baut immer versetzte Elemente mit ein, aber im Ganzen funktioniert der Song richtig gut und machte Laune. Auch hier wieder kleine Basssoli, die den Spaß unterstützen und es klingt alles wild und rabiat, aber eben auch brutal. Dann Stopp. Clean Part und ab in den Keller, um die Slam-Axt zu holen. Zwischendurch wieder Einsatz der Clean-Gitarre. Ein Sprechgesang wird mit eingebaut und weiter geht die langsame Reise. Slam-Fans werden diesen Part auf jeden Fall lieben und dann ist auch schon Feierabend.
Auch der nachfolgende Song Consenting Brood geht gut ins Ohr. Vielleicht hab ich mich auch nur an die Herangehensweise von Darren gewöhnt. Knallt sehr geil.
Und so entwickelt sich das Album und Songs wie Tribal Savagery oder Mark Of The Demons (ziemlich geil, davon bitte mehr) und das vorherige Instrumentalstück Ritual Carnage können mich dann auch komplett mitnehmen.




