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Frozen Land – Icemelter

21.11.2025 - Power Metal - Massacre Records - 36:27 Minuten

Frozen Land ist eine finnische Power-Metal-Band, die seit ihrem Debütalbum 2018 mit melodiösem, hymnischem Metal Aufmerksamkeit erregt. Ihr Ziel war es stets, eingängige Gitarrenmelodien und starke Gesangslinien mit klassischem Power-Metal-Spirit zu verbinden. Nachdem sie 2023 mit Out Of The Dark bereits reifer klangen, setzen sie mit ihrem dritten Album nun zu einem neuen Schritt an. Ihr Stil ist härter, aggressiver und atmosphärisch dichter geworden. Frozen Land haben das neue Album in folgender Formation eingespielt: Tony Meloni (Gesang), Tuomas Hirvonen (Gitarre), Eero Pakkanen (Bass), Lauri Nylund (Keyboards) sowie Matias Rokio an den Drums.

Mit Icemelter liefern Frozen Land ihr bisher ambitioniertestes Werk. Ihr neues Werk ist robust, düster und voller Power-Metal-Energie. Bereits der Opener The Carrier schlägt ein wie ein Startschuss. Double-Bass-getrieben, mit klassisch-metallischer Gitarrenarbeit und kräftigem, melodischem Gesang, setzt der Song einen aggressiven, dynamischen und kompromisslosen Starter.

Frozen Land 2025 – Quelle: Neecee Agency

Insgesamt zeigen Frozen Land mit Icemelter, dass sie sich in Richtung Härte und Dringlichkeit entwickelt haben. Die Gitarren sind scharf, die Riffs oft stahlhart. Klassische Power-Metal-Soli sowie Hymnen-Chöre finden hier ihren Platz. Zugleich verweben Frozen Land den Sound mit nordischer Melancholie, eine Balance aus Wucht und Melodie, die mitunter fast epische Breite erzeugt. Songs wie Dead End zeigen eindrucksvoll, wie die Band lyrisch und musikalisch tiefgreifende Themen angeht. Verfall, Korruption, existenzielle Fragen, alles verpackt in ein hart pochendes Brett mit hymnischem Refrain und roher Intensität. Der Track wirkt wie ein existentielles Statement, das sowohl bedrückt als auch erhebt. Doch Icemelter beschränkt sich nicht auf pure Aggressivität. Mit Dream Away und Losing My Mind finden sich auch ruhigere, melodischere Momente. Die beiden Tracks geben dem Album Tiefe und Kontrast. Gerade in diesen Songs wirkt die Produktion klar, die Dynamik differenziert; der Hörer bekommt Luft zwischen den Hochgeschwindigkeits-Riffs. Der Titeltrack Icemelter selbst pendelt zwischen schnellen Passagen und hymnenhaften Refrains. Episch, düster und voller Atmosphäre, ein Zentrum, das die Stimmung des gesamten Albums charakterisiert. Auch das sechsminütige Finale Black Domina liefert ein kraftvolles Ende. Final und intensiv, lässt es Raum für Nachklang und Nachdenklichkeit.

Produktion und Gestaltung verdienen ein Lob. Gemischt von Matias Kupiainen (bekannt durch Stratovarius) und mit einem Cover-Artwork, das perfekt zur frostigen, düsteren Stimmung passt. Icemelter wirkt von der ersten Sekunde an rund und durchdacht. Trotz allem bleibt das Album kompakt. Acht Songs, keine Längen, acht druckvolle Statements. Vielleicht vermisst der Liebhaber komplexer Arrangements oder epischer, überlanger Kompositionen etwas Vielfalt – doch gerade die Konzentration auf Essenz und Energie macht den Reiz aus. Icemelter ist kein Konzeptalbum im üblichen Sinne, sondern eine rohe, ehrliche Metal-Platte, die mit Herzblut und handwerklichem Können überzeugt.

Das Album ist neben den digitalen Formaten im Download und Stream auch als CD sowie LP in schwarzem Vinyl von Massacre Records verfügbar.

Hier geht es für weitere Informationen zu Frozen Land – Icemelter in unseren Time For Metal Release-Kalender.

Frozen Land – Icemelter
Fazit zu Icemelter
Icemelter markiert einen echten Entwicklungsschritt für Frozen Land. Härter, dunkler und zielstrebiger als je zuvor, verbindet das Album klassische Power-Metal-Wurzeln mit nordischer Melancholie und roher Energie. Für Fans mit Liebe zu hymnischem, melodischem, aber gleichzeitig aggressivem Metal ein ganz heißer Kandidat – mit dem Potenzial, zu einem Liebling der Fans zu werden.

Anspieltipps: The Carrier, Dead End und Icemelter
Norbert C.
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