Event: Witches And Kings Tour
Bands: Burning Witches und Hammer King
Datum: 06.02.2026
Genres: Heavy Metal
Besucher: 400 Besucher
Ort: Logo, Hamburg
Kosten: VVK 36,95 €, Abendkasse 39,95 €?
Setlisten:
- The Last Kingdom (intro)
- King For A Day
- Make Metal Royal Again
- Kingdom Of Hammers And Kings
- Pariah Is My Name
- König Und Kaiser
- Last Hellriders
- Hailed By The Hammer
- Hammerschlag
- Danger Zone (Kenny Logginscover)
- Hoheitsgebiet
- Kingdom Of The Hammer King
- The Last Kingdom (Outro)
- Sanguini Hominum
- Soul Eater
- Shame
- Dance With The Devil
- Maiden Of Steel
- The Dark Tower
- Sea Of Lies
- Inquisition
- Release Me
- Black Widow
- Evil Witch
- Lucid Nightmare
- Hexenhammer
- Wings Of Steel
- The Witch Of The North
- Burning Witches
Die Hexen riefen – und der König folgte! Die Schweizer Heavy-Metal-Ladys Burning Witches sind auf großer Headlinertour durch Europa und stoppen natürlich auch in der Hansestadt. Dabei bringt die Band nicht nur ihre neue Platte Inquisition auf die Bühne, sondern auch einen ganz besonderen Special Guest: Hammer King! Die energiegeladene Power der Witches gepaart mit der True-Metal-Wucht der Kings – dieses Line-Up verspricht ein Fest für alle Metalheads, die mächtige Riffs und mitreißende Liveshows schätzen. Und so sind ca. 400 gespannte Menschen durch Eis und Schnee ins altehrwürdige Logo gepilgert und harren gespannt, was auf sie zukommt.

Überpünktlich um 19:50 Uhr verlöschen die Lichter und nach dem Intro The Last Kingdom geht es mit King For A Day gleich richtig los. Hymnischer Power-Metal, der sofort mitreißt. Der zweite Song beschreibt die Mission von Hammer King: Make Metal Royal Again. Wobei Titan Fox V hinterher in einem Social-Media-Statement betont: „No need to make Hamburg royal again, because Hamburg is royal forever“. Überhaupt scheint sich die Truppe aus der Pfalz heute Abend ausgesprochen wohlzufühlen. Die Band sprüht vor Spielfreude, die Gitarristen Gino Wilde und Marex van Ferum wechseln permanent die Seiten, Günt von Schratenau bearbeitet seinen Bass wie ein Wikinger auf Speed, während Schlagzeuger Count Shandorian einen donnernden Untergrund für das Spektakel liefert. Herr im Haus ist aber ganz klar Titan Fox V, der in seinem mittelalterlich dekorierten Hoheitsgebiet Hof hält und mit großen Gesten die Menge zum Mitmachen animiert. Das klappt insbesondere bei Pariah Is My Name sowie König und Kaiser richtig gut. „Hail, Hail, 2 3 4“ ist textlich allerdings auch nicht so anspruchsvoll. Gefordert sind da eher die zusätzlichen Komparsen auf der Bühne: Hammerschwingen ist bei der niedrigen Deckenhöhe und einer tragenden Säule mitten auf der Bühne kein Kinderspiel. Leichter hat es das Burgfräulein, das Kelche reicht, Fahnen schwingt und „Goldmünzen“ ans Publikum verteilt. Bei der Hymne Kingdom Of The Hammer King fliegen dann sogar HK-Luftballons ins Publikum. Höhepunkt der Setlist ist – bei aller Qualität des Songmaterials – aber kein eigener Song, sondern die wirklich gut gemachte Coverversion von Kenny Loggins Top-Gun-Hymne Danger Zone.
Ein äußerst unterhaltsames, vielleicht manchmal ein bisschen zu pathetisches Set, aber mit jeder Menge Spaß an der Sache. Den hatte die Band definitiv, und Titan Fox V resümiert auf Facebook: „That was the best show in Germany. The Logo is one oft he best clubs I have ever played.“

Nach kurzer Umbaupause werden um 21:15 Uhr die Bühne und die mystischen Backdrops in blutrotes Licht getaucht und das Intro Sanguini Hominum entführt mit dröhnenden Drums, lateinischen Chören und unheilvollen Gitarrenriffs ins Mittelalter. Die Hexen stürmen die Bühne und brettern mit Soul Eater los. Dabei taucht die Band ordentlich in thrashige Gefilde ein – brutale Riffs, unerbittliches Drumming und messerscharfe Screams peitschen durch den Saal. Das brandneue Album Inquisition handelt von mittelalterlicher Frauenverfolgung, religiöser Unterdrückung und dem unzerbrechlichen Geist des Widerstands. Von Unterdrückung sind die Witches heute allerdings weit entfernt, feuern ohne Pause mit Shame direkt den nächsten Brecher in die Menge und Laura Guldemonds Stimme erreicht erstmals schwindelerregende Höhen. Spätestens beim dunklen, heavy-groovigen Dance With The Devil wippt, zuckt und bangt der ganze Saal. Kein Wunder, wenn die Oberhexe einen mit Teufelsmaske dazu auffordert. Es ist ohnehin unmöglich, sich der wilden Energie der fünf Musikerinnen auf der Bühne zu entziehen. Laura Guldemond springt permanent auf die Monitorbox, reckt die Faust und animiert das Publikum zum Mitmachen. Gründungsgitarristin Romana Kalkuhl lässt die blonden Locken fliegen und duelliert sich mit Ex-Iron-Maidens-Axewoman Courtney Cox. Der Titeltrack Inquisition entfesselt im aufsteigenden Nebel ein wahres Power-Metal-Gewitter mit donnernden Basslines, pulsierenden Twin-Gitarren und wahrhaft markerschütterndem Gesang – theatralisch untermalt durch den Auftritt einer Hexe auf der Bühne. Welch einen Gegensatz bietet da der nächste Song: Release Me, eine komplexe Ballade, in der Lauras Gesang besonders zur Geltung kommt und die mit einem umwerfenden Gitarrensolo von Courtney in der Mitte aufwartet. Der sicher emotionalste Moment des Abends, als Hunderte Handylichter (und ein bis zwei echte Feuerzeuge) den Saal erleuchten. Mit Black Widow und Hexenhammer holt die Band wahrlich den Hammer raus, während bei Lucid Nightmare die blonde Oberhexe plötzlich im Publikum auftaucht. Mehr Showeffekte gibt es nicht, die Band konzentriert sich völlig auf musikalische Perfektion. Bei aller Energie auf der Bühne überzeugt vor allem auch die Rhythmus-Sektion mit Jeanine Grob (Bass) und Lala Frischknecht (Schlagzeug) mit fantastischer Präzision. Mit dem peitschenden Wings Of Steel und dem getragenen The Witch Of The North geht es in die Endrunde. Nach kurzer Pause sind die Hexen mit dem letzten Song Burning Witches zurück. Voller roher Energie und Intensität – ein perfekter Abschluss für das Set.
Das war eine Nacht voller Headbanging, Feuer, Magie und königlicher Metal-Macht – ein absolutes Fest für alle, die den Spirit des klassischen Heavy Metal lieben!

















