Shewolff – We’re All Gonna Fukking Die 

22.05.2026 – Horror Punk, Black Metal, Metal Punk – Dying Victims Productions – 24:33 Minuten

Trägt der Teufel einen Iro? Oder eine Nietenkutte? Mal er sich eine Fratze? Oder spielt er E-Gitarre, E-Bass oder gar Schlagzeug? Die Antworten auf diese Fragen meint die belgisch-satanische Dreifaltigkeit Shewolff zu kennen. Sie spielt nämlich Blackened Metal Punk – düster, anti-sozial, primitiv und fukking böse – stilecht mit Blut verschmierten Gesichtern, umgedrehten Kreuzen, fiesem Corpse Paint, stumpf-glänzenden Nieten, abgenutztem Leder und sinisteren Grinsen. So hauen sie sechs schwarzbelichtete Tunes direkt aus der Hölle raus. Schon das Rehearsal Demo von vor drei Jahren war an Schrecklichkeit kaum zu überbieten. Nun gibt es die Tracks in adäquatem Garagen-Sound und extra düsterer Machart. We’re All Gonna Fukking Die – wie recht sie haben.

Das Böse ist immer und überall

Der Klang der Folterkammer dringt schmerzerfüllt und polternd an die Ohren. So simpel die sechs Stücke gestrickt sind, so brutal und schändlich ist ihre Stimmungslage. Stumpfe Riffs, die sich wie in einem Labyrinth bis zum blanken Wahnsinn wiederholen, wobei sich Lautstärke und Intensität ständig steigern, wie die Daumenschrauben. Dazu gesellt sich ein rumpelnder Rhythmus, der wie die Schläge von hölzernen Hämmern auf Knochen klingen, während das Opfer vor Verzweiflung nur noch röcheln kann. Die Anbeter von Shewolff sind kompromisslos, was ihre Herangehensweise angeht: Der Ton, der nicht really fukking evil klingt, wird erst gar nicht angestimmt.

Hört die Ketten der Eingekerkerten, die Schreie der Gepeinigten und die rasende Wut der Folterknechtin. Shewolff fangen die Wirkung, die Bilder der Inquisition, früher Poe-Verfilmungen und Besuche in alten Kerkern ausüben, stimmungsvoll ein. Kälte und Furcht strahlen sie aus, sowie die Rohheit der Großen Alten des Black Metals wie Venom, Bathory oder Mayhem als auch die Schwarzweißmalerei der frühen Misfits und Christian Death. Shewolff haben keinen Platz für Ro­man­ti­zis­mus oder theatralische Gothik-Anbetung, keine hymnischen Melodien oder nebelhafte Effekte. Ein Song wie Nail + Burn verbreitet schlicht und einfach Angst und Schrecken inklusive entferntem Kesselrasseln und schmerzerfüllten Schreie aus tiefen Gewölben, die auf keinen Fall betreten werden sollten. Wir werden halt alle sterben, früher oder später – oder am besten sogleich.

Hier geht es lang für weitere Informationen zu Shewolff – We’re All Gonna Fukking Die in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Shewolff – We’re All Gonna Fukking Die 
Fazit zu We’re All Gonna Fukking Die
Die drei Satansjünger von Shewolff verbinden das Übelste aus zwei Welten – Horror Punk und Black Metal – zu einem in der Tat düster-primitiven Gift-Cocktail, der nicht jedem munden wird. Ohne jegliche Finessen in Instrumentierung und Songwriting, melodische Elemente wie Solos oder Chöre oder einem zeitgemäßen Sound, dafür mit viel Leidenschaft und Überzeugung gehen sie zu Werke. Shewolff verbreiten das Gefühl, genau das zu machen, was sie machen wollen, schlichte, rohe und wüste Mucke für sich und eine Handvoll verlorene Seelen und Sünder.

Anspieltipps: We’re All Gonna Fukking Die und The Day The Whole World Ends
Kristian H.
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