Event: Live 2026
Band: T.H. & The Boneshakerz
Ort: Club am Donnerstag, Hamburg-Bergedorf
Datum: 14.05.2026
Kosten: 15 Euro
Zuschauer: etwa 50 bis 80
Genre: Bluesrock, Southern Rock
Link: https://www.boneshakerz.net/
Setlist:
- Intro
- Thunder Road
- Are U Ready
- Keep On Moving
- Dirty Queen
- The Golden Gods
- Son Of The Storm
- Last Dance With Mary Jane
- Waiting For The Thunder
- La Grange
- Tell Me
- Folsom Prison Blues
- Let´s Get High
- One Way Ticket
- Shining Star
- Run Baby Run
- I Don´t Need
- Hammond Interlude
- Fly Like An Eagle
- Rockin In The Free World
- The Lion
- Rock´N´Roll Hearts
Zugabe: - Rollin´
- Last Train To Graceland
T.H. & The Boneshakerz – so lautet der offizielle Name der Band rund um Tim Husung, den ehemaligen Schlagzeuger von John Diva & The Rockets Of Love, der sich gemeinsam mit musikalischen Weggefährten seinen eigenen Traum verwirklicht hat.
„Die einen nennen es Southern Rock, die anderen Bluesy-Retro-Rock“, heißt es auf der Bandhomepage. Fragt man Tim Husung selbst, beschreibt er die Musik meist deutlich direkter als „echte, handgemachte Rockmusik mit Herz und Eiern“. Statt wie früher hinter dem Schlagzeug zu sitzen, steht er heute als Sänger, Gitarrist und Blues-Harp-Spieler im Mittelpunkt der Band. Als Drummer teilte er bereits mit Künstlern wie Alice Cooper, Doro Pesch, Wolfgang „Wölli“ Rohde von den Toten Hosen sowie zuletzt John Diva & The Rockets Of Love die Bühnen in Deutschland, Europa und den USA. Getrieben von seiner eigenen Kreativität entschied er sich schließlich dazu, den Fokus komplett auf seine eigene Musik zu legen.

Unterstützt wird er dabei von Robin Brieseck am Bass und Backing-Gesang, Daniel Geist an der Hammond-Orgel, Torben Strassburger an der Rhythmusgitarre sowie Schlagzeuger Volker Britz.
Das Debütalbum Love, Soul, Rock ’N’ Roll erschien 2019 und wurde von Tim Husung komplett in Eigenregie eingespielt, produziert und aufgenommen. Heraus kam ein kraftvolles, leidenschaftliches Rockalbum mit deutlichen Einflüssen seiner Reisen und Touren durch Kalifornien und Arizona. Mit den Boneshakerz, die Husung selbst lieber als „seine besten Freunde“ bezeichnet, folgte später das zweite Album Last Train To Graceland. 2024 erschien zusätzlich die Live-EP Shakin’ Bones – Live From The Road. Für 2026 steht zudem die Veröffentlichung des dritten Studioalbums The Lion an, das laut Band am 24. Oktober erscheinen soll. Parallel dazu sind bereits zahlreiche Konzerte angekündigt, unter anderem in Hagen, Berlin, Bamberg und Magdeburg.
Der Club am Donnerstag liegt in Bergedorf, weit entfernt von der Hamburger Innenstadt, irgendwo zwischen Industriehallen und Gewerbegebieten. Parkplätze und Hinweisschilder sind eher Mangelware. Eigentlich handelt es sich um einen Billard-Club mit vielen verschiedenen Bieren und einer kleinen Bühne, großzügig geschnitten und gefühlt schon seit Ewigkeiten existent. Der Club am Donnerstag ist ein Verein, der die Location nutzt, um außergewöhnliche Bands zu kostengünstigen Preisen für jedermann zu realisieren. Die Band ist bereits zum dritten Male zu Gast hier in Bergedorf. Etwa 50 bis 80 Musikfans finden sich bereits frühzeitig ein.
Die Setlist ist größtenteils vertraut, hält aber dennoch einige Überraschungen bereit. Live wirken die Songs deutlich rauer und härter als auf den Studioalben. Die Mischung aus Southern Rock und kernigem Blues-Rock geht direkt ins Blut. Fans dieses Genres kommen voll auf ihre Kosten. Natürlich greifen T.H. & The Boneshakerz auch zu einigen Coversongs. Besonders Last Dance With Mary Jane von Tom Petty gewinnt durch die eigene Interpretation deutlich an Intensität. Auch Waiting For The Thunder von Blackberry Smoke entwickelt live enorme Wucht. Wie Tim erzählt, hörte die Band den Song erstmals auf einer Autofahrt zu einem Berlin-Konzert im Radio. Schnell stand fest: Wenn man noch einmal einen Coversong ins Programm aufnehmen würde, dann diesen.

Selbst Tell Me, der letzte Song des ersten Sets, endet mit einem bekannten musikalischen Zitat, dem markanten Riff aus Led Zeppelins Kashmir. Zum ersten Mal höre ich außerdem ihre Version von La Grange von ZZ Top.
Nach rund 45 Minuten gönnen sich Band und Publikum eine kurze Verschnaufpause. Auch das zweite Set hält Überraschungen bereit. Fly Like An Eagle hat dabei übrigens nichts mit der Steve Miller Band zu tun. Zwischen Songs der ersten beiden Alben streut die Band bereits Material des kommenden Albums ein. The Lion, der Titeltrack der neuen Platte, macht neugierig auf das, was noch kommen wird. Wenn das restliche Material ähnlich stark ausfällt, könnte das kommende Album ein echtes Highlight werden.

Mit den Zugaben Rollin’ sowie dem Titeltrack Last Train To Graceland des letzten Albums endet das Konzert nach über zwei Stunden Spielzeit. Unmittelbar nach dem Konzert trifft man die Musiker bereits am Tresen, am Merchandising-Stand oder draußen auf der Raucherplattform. Smalltalk, Autogramme und das verdiente Feierabendbier gehören hier ganz selbstverständlich dazu.
Ich mache mich schließlich auf den Heimweg, über eine Stunde Fahrt liegt noch vor mir. Zurück bleibt die Erinnerung an einen außergewöhnlich starken und rundum gelungenen Konzertabend. Danke Tim für die Einladung und hoffentlich bald mal wieder im Norden. Aber dann mit dem neuen Album im Gepäck!














