Baest – Necro Sapiens

Das dänische Death Metal Ungeheuer mit dem dritten Streich

Artist: Baest

Herkunft: Dänemark

Album: Necro Sapiens

Spiellänge: 45:00 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 05.03.2021

Label: Century Media

Links: https://www.facebook.com/baestband
https://baestband.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Simon Olsen
Gitarre – Lasse Revsbech
Gitarre – Svend Karlsson
Bassgitarre – Mattias Melchiorsen
Schlagzeug – Sebastian Abildsten

Tracklist:

  1. The Forge
  2. Genesis
  3. Necro Sapiens
  4. Czar
  5. Abattoir
  6. Goregasm
  7. Towers Of Suffocation
  8. Purification Through Mutilation
  9. Meathook Massacre
  10. Sea Of Vomit

Die Dänen von Baest lärmen jetzt seit 2020 zusammen herum und haben seitdem ein festes Line-Up und einen Deal mit Century Media Records. Da gibt es wirklich Schlimmeres. Nach einem Demo und einer EP im Jahre 2016 folgte im Jahre 2018 das Debüt namens Danse Macabre. Ein Jahr später knallte man gleich Album Nummer zwei (Venenum) hinterher. Dieses kam ganz gut an und nun liegt uns Album Nummer drei vor.

Ich muss auch zugeben, dass ich das Material der Band bis dato nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Die beiden Alben kenne ich und da ist auch echt gutes Zeug bei, aber so richtig geflasht war ich nicht. Wie gesagt, schon gutes Zeug, aber keine Band, die ich jetzt unbedingt live sehen müsste.

Nach dem Intro The Forge legt Genesis los, in bester Old School Death Metal Manier, aber so richtig fruchten will der Song bei mir nicht. Ganz gute Riffs, druckvolles Midtempo, aber mit fast sechs Minuten definitiv zu lang. Ein durchaus gelungener, langsamer Part zieht sich. Der Song ist zu Ende und der Unterhaltungswert war nicht so hoch. Der Song ist nicht schlecht, aber auch nicht geil.

Necro Sapiens kommt da schon geiler aus den Boxen geknattert. Gekonnt werden Midtempoparts mit Uptempoelementen kombiniert, klingt zehnmal besser als der Opener und dürfte Freunde von Benediction absolut gefallen. Melodische Harmonien, groovige Riffs und Doublebassuntermalungen passen hervorragend zusammen. Die Vocals klingen auch sehr fett. Schon besser.

Der Song Czar geht dann wieder in Richtung Genesis und kann mich auch nicht so überzeugen, aber das folgende Stück Abattoir ist ein Festmahl. Hier wird wieder geil mit Tempo gearbeitet. Die groovigen Elemente überzeugen, die Midtempopassagen drücken und die Ballerparts kommen zur rechten Zeit und haben die richtige Geschwindigkeit. Das Riffing geht dann hier und da in Richtung Schweden, unterstützt von einigen Doublebassattacken. Welch geiles Gitarrenlead. Ja, so kann es weiter gehen, keine Frage.

Bei Goregasm hatte ich die Hoffnung, dass Baest von der amerikanischen Brutal Death Metal beeinflusst würden, aber sie gehen dann doch lieber ihren eigenen Weg, der in diesem Falle auch ein Guter ist. Musikalisch ist man zwar straight und aggressiv unterwegs, aber geht doch eher Richtung Schweden. Der Song ist aber fett und ist das Startsignal für den Rest des Albums, welches mich total überzeugen kann.

Das Riffing wird irgendwie von Song zu Song geiler und außerdem wird man auch fixer und aggressiver. Purification Through Mutilation macht da den Anfang und der Song Meathook Massacre setzt diese Marschrichtung fort. Der Song metzelt alles nieder und gefällt mir persönlich am besten. Sehr feine Blastbeats zu Beginn. Feinster schneller Old School Death Metal, aber auch moderne Klänge sind zu hören, die aber nicht stören, sondern positiv wirken.

Der Spaß endet mit Sea Of Vomit. Ein Drumsolo legt los, es setzt eine Gitarre ein, dann setzt die zweite Gitarre mit einem melodischen Lead dazu ein und im Vordergrund läuft noch das Drumsolo. Sehr stark. Break und dann in einen groovigen Part. Anschließend ein druckvoller Midtempoeinsatz, danach eine Uptempoattacke, wieder Midtempo, am Ende wird noch mal der fette Groove rausgeholt und dann ist Feierabend.

Oh doch, das Album hat mich überzeugt, vor allem beim zweiten und dritten Durchgang.

Baest – Necro Sapiens
Fazit
Baest legen auf ihrem dritten Album etwas durchschnittlich los, überzeugen dann aber auf ganzer Linie und bieten abwechslungsreichen Old School Death Metal, der auch Elemente des modernen Death Metal innehat. Starkes Album.

Anspieltipps: Necro Sapiens und Meathook Massacre
Michael E.
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