Buckcherry – Hellbound

Das coole Cover lässt hoffen, aber leider hält der Inhalt dem nicht stand

Artist: Buckcherry

Herkunft: Los Angeles, Amerika

Album: Hellbound

Spiellänge: 35:57 Minuten

Genre: Hard Rock, Sleaze Rock

Release: 25.06.2021

Label: Earache / Edel

Link: https://buckcherry.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Josh Todd
Gitarre – Stevie D
Drums – Francis Ruiz
Bass – Kelly Lemieux
Gitarre – Billy Rowe

Tracklist:

  1. 54321
  2. So Hot
  3. Hellbound
  4. Gun
  5. No More Lies
  6. Here I Come
  7. Junk
  8. Wasting No More Time
  9. The Way
  10. Barricade

Das großartige Artwork fängt einen gleich ein. Wenn dann die Musik auch noch so geil ist, dann ist das ne gute Nummer. Aber das schauen wir am Ende. 1995 von Josh Todd und dem damaligen Gitarristen Keith Nelson gegründet, nannten sie sich Buckcherry, was als eine Verballhornung von Chuck Berry gewertet wurde. Sie selbst behaupten, der Name stammt von einer ihnen bekannten Drag Queen. Ihr erstes Album erschien 1999 und staubte richtig ab. Goldstatus und gute Kritiken erlaubten es ihnen als Vorgruppe von Kiss und Lenny Kravitz zu touren. Das zweite Album wurde bereits eine Enttäuschung. Während der Arbeit zum dritten Album gab es diverse personelle Änderungen und so lösten sie sich bereits 2002 auf. 2005 wurde die Band erneut ins Leben gerufen und existiert seitdem mit Todd und den beiden Gitarristen Stevie D und Keith Nelson. Auch Drummer und Bassist blieben der Truppe über Jahre hinweg treu ergeben. Damit entstanden weitere sieben Alben und nun, im Jahre 2021, kommt also das neunte. Da ist aber Keith Nelson nicht mehr dabei und auch der langjährige Drummer Xavier Muriel musste weichen. Dem Hard Rock oder auch Sleeze Rock sind sie aber bis heute treu geblieben.

54321 eröffnet und da ich die Band trotz der vielen Jahre nicht kenne, kann ich da unvoreingenommen beigehen. Ist ok, aber nun auch nichts Besonderes. Ein guter Hard Rock Song ohne großartige Höhepunkte. Erinnert mich bisweilen an den dreckigen Sleaze Rock von Guns n‘ Roses. Der zweite Track So Hot wartet mit einem schönen Gitarrensolo von Stevie D auf und auch die Drums gefallen mir gut. Leicht, locker, flockig aus der Hüfte geschossen. Es folgt der dem Album namensgebende Track Hellbound. Auch hier wieder das leicht Dreckige, das wohl bezeichnend ist. Die Platte wurde in Nashville aufgenommen und der langjährige Produzent Marti Frederiksen (Songwriter & Produzent u.a. The Struts, Aerosmith, Gavin Rossdale, Ozzy Osbourne, Mötley Crüe und Faith Hill) hat seine Handschrift hinterlassen. Ist das nun gut? Ich weiß ja nicht. Bisher kann mich das noch nicht wirklich überzeugen. Es ist ganz ok, aber das ich nun Fan werde, denke ich mal nicht. Gun überrascht mit leichten Country-mäßigen Ansätzen, bleibt aber auch nicht hängen. Das ist, laut eigener Aussage, einer der Art von Songs, für die Buckcherry von ihren Fans so geliebt werden.

Nun lauschen wir mal weiter. No More Lies ist eher ein Midtempo Stück, das sich da aus den Rillen rauswindet. Gesanglich kann es nicht überzeugen und auch die Instrumentalfraktion begeistert nicht so recht. Dafür punktet Here I Come. Recht zügig geht es voran und das Riff im Hintergrund ist schön sleazig. Das gefällt ganz gut und auch das Solo hat was. Erinnert von der Machart etwas an Slash. Junk überzeugt ebenfalls nicht so richtig, aber mit Wasting One More Time kommt ein Song, der richtig geil ist. Gute Melodie, der Gesang passt einfach und das dezente Gitarrenspiel lässt den Song schon fast ins balladeske übergehen. Davon einiges mehr und ich hätte viel Freude gehabt. Das ist mit einer der Top-Tracks. Sehr gefällig. Mit The Way kommt sie dann, die echte Ballade. Emotional gesungen und mit einer guten Melodie ausgestattet, verleitet der Track zum leichten Mitschunkeln. Das ist natürlich nicht richtig rockig, aber schön anzuhören. Das gefällt mir an ihnen. Der Wechsel gelingt gut und diese Art von Songs sind sehr ansprechend. Mit Barricade endet die Scheibe nach gut 36 Minuten, was sich ja nun auch eher im unteren Bereich der Spiellänge ansiedelt. Der Song selbst setzt noch mal ein Zeichen für Hard Rock und beschließt das Album ziemlich rockig. Wieder kann Stevie D überzeugen und so im Nachgang finde ich 54321 doch noch recht geil.

Buckcherry – Hellbound
Fazit
Tja nun eine Zusammenfassung. Ich denke, dass Freunde der Band hier ein gutes Stück Musik bekommen. Für Menschen wie mich, die mit Buckcherry bisher wenig bis gar nichts am Hut hatten, eher grenzwertig. Ein paar gute Tracks wechseln sich mit Mittelmaß ab. Dabei überwiegt das Mittelmaß. Trotzdem sind zwei, drei Stücke dabei, die ich auch öfters durchlaufen lassen würde. Handwerklich bestimmt gut gemacht und top produziert, wird die Scheibe wohl nicht in die top Platzierungen eingreifen können.

Anspieltipps: So Hot, Wasting One More Time, The Way und 54321
Kay L.
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