Artist: Cadaveric Incubator / Undergang
Herkunft: Finnland / Dänemark
Album: Christmas Split
Spiellänge: 10:50 Minuten
Genre: Death Metal
Release: 01.12.2021
Label: Extremely Rotten Productions
Links: https://cadavericincubator.bandcamp.com/
https://undergang.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Cadaveric Incubator:
Gesang und Gitarre – Necroterror
Bassgitarre – Noisehunter
Schlagzeug – Pentele
Undergang:
Gesang und Gitarre – David Mikkelsen
Gitarre – Mads Haarløv
Bassgitarre – Martin Leth
Drums – Anders Pedersen
Tracklist:
- Cadaveric Incubator – Swarming Vulgar Xmas
- Undergang – Hjerternes Tid
Zum heiligen Fest gibt es eine unheilige Allianz. Hat man auch nicht jedes Jahr und ist echt eine gute Idee, damit auch Death Metal Fans mal was verschenken können. Aber man muss sich beeilen, denn dieses Vinyl ist auf 400 Stück limitiert. Blutiger die Glocken nie klingen, würde ich mal sagen. Das Cover ist schon einmal ein niedlicher Vorgeschmack auf das Geschmacklose, was dem geneigten Zuhörer bevorsteht. Finnland versus Dänemark und ein deathmetallisches Fest.
Los geht es mit Cadaveric Incubator und dem Song Swarming Vulgar Xmas. Die Finnen wurden im Jahre 2004 u.a. von Necroterror gegründet. 2007 war dann aber auch schon wieder Schluss. 2014 hatte Necroterror aber wieder Bock und holte sich zwei neue Gesellen mit ins Boot. Nach einem Demo und einer Kompilation erschien 2017 das Debüt und auch noch zwei Splits. Dieses Jahr erschienen Album Nummer zwei, eine weitere Split und nun also diese Weihnachtsgeschichte hier mit Undergang. Der Song startet recht weihnachtlich, mit klingelnden Glocken und einem Hohoho, bevor Knecht Ruprecht dann die Death Metal Keule aus dem Sack holt. Langsam, schleppend und dreckig kommt es aus den Löchern gekrochen. Dann zaubert man einige Vorspieler aus den Ärmeln und bietet einen schmutzigen Blastbeat an. Kleine melodische Einspieler dazu und weiter geht das Geblaste. Ein Break und dann wird langsam gegroovt. Der Sound kommt direkt aus der Gruft und man wartet mit Buzzsaw Riffs auf. Langsam geht es dann weiter. Geil. Die Vocals sind natürlich absolut tief. Der Groove ist einfach nur fett. Wildes Riffing gesellt sich dazu, das Tempo bleibt. Macht totale Laune und Vorfreude auf das Fest. So bewegt man sich düster weiter und weiter. Das langsame Tempo wird wieder mit einigen melodischen Spielereien kombiniert, dann zieht man von dannen und lässt den Song ausläuten. Am Ende gibt es noch ein Merry Christmas und es klingt so, als ob der Weihnachtsmann erschossen wird. Death Metal halt.
Undergang aus Dänemark haben sich in der Szene einen echten Namen gemacht und sind gerade bei den Undergroundfreaks sehr angesagt, weil sie einfach ehrlichen Death Metal produzieren. Mittlerweile hat man auch fünf Alben draußen und jede Menge Splits und EPs. Hjerternes Tid bedeutet, glaube ich, so was wie „die Zeit der Herzen“. Auch Undergang fangen mit einem kleinen, nach Weihnachten klingenden Intro an, zocken We wish you a happy X-Mas in Death Metal Format und legen dann so richtig los. Schnell und erbarmungslosen schlagen die Dänen zu, so wie man es von ihnen gewohnt ist. Straight forward. Dieses ziehen sie natürlich nicht durch. Schnell wird es langsam und die Doomkelle kommt herum. Man kriecht wieder über die weihnachtlich geschmückten Felder. Hier riecht es nach Eiter, anstatt nach gebrannten Mandeln. Und man nimmt diesen Geruch gerne in Kauf. Ein geiles Riff folgt und das Tempo wird minimal angezogen. Man greift auch nach mal an, klingt aber weiter destruktiv und morbide. Dann kommt noch einmal auf einer tiefer gestimmten Gitarre ein We wish you a happy X – Mas und der Weihnachtsmann hat Feierabend. Wieder so eine abscheuliche Stimmung, die von den tiefen Vocals fett unterstützt wird. Undergang haben es einfach darauf.




