Artist: Cathexis
Herkunft: USA
Album: Untethered Abyss
Spiellänge: 31:28 Minuten
Genre: Technical Death Metal
Release: 25.06.2021
Label: Willowtip Records
Link: https://cathexistx.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Gesang – Ian Bishop
Gitarre – Sam Kang
Gitarre – Chris Hillam
Bassgitarre – Oscar Martinez
Schlagzeug – Felix Garza III
Tracklist:
- Horizonless Realm Of Mechanical Retribution
- Given To The Colony
- Harrowing Manifestation
- Red Hook
- Library Of Babel
- Mortuus In Perpetuum
- Isolated Malevolence
- Reanimated Kin
Cathexis – Annahme S. Freuds, dass die psychischen Vertretungen der Triebe mit bestimmten Quantitäten energiebesetzt seien. Ein Begriff, der zum Metal passt. Dieses haben sich auch diese fünf Amerikaner gedacht und sich den Namen zu Eigen gemacht. Seit 2011 sind die Burschen aus Texas unterwegs und sind merkwürdig gestartet, denn im Jahre 2013 brachte man gleich zwei Alben heraus, aber dann kam erst einmal nichts mehr. 2017 wieder ein Demo und wieder Ruhe. Und nun also das dritte Album. Dieses könnte an den Wechseln im Bereich Bass und Drums liegen, weiß ich aber nicht genau. Sänger Ian Bishop ist noch bei Scattered Remains aktiv. Eine Band, die ich sehr mag, von denen man längerer Zeit aber auch nichts mehr gehört hat. Egal, es geht ja auch um Cathexis und um ihr drittes Werk.
Horizonless Realm Of Mechanical Retribution überzeugt sofort mit technischem Death Metal. Los geht es mit recht progressiven Klängen, aber man vergisst auch nicht, die Kelle herauszuholen. Das Ganze klingt ein wenig vertrackt und sehr technisch, aber man kommt immer zum Punkt und hat einen guten Drive inne. Dieser treibende Groove kommt irgendwie ganz geil herüber. Der Sound klingt recht modern, passt aber zur Art der Musik, welche uns diese Texaner präsentieren. Die Rhythmusarbeit und die Bassläufe sind sehr interessant und alles kommt sehr massiv herüber.
Given To The Colony fängt eher technisch an, im Midtempo agierend, wechselt dann in einen Groove und nimmt dann ordentlich Fahrt auf. Das Riffing bleibt hängen und die Drums ballern alles kurz und klein. Danach verstrickt man sich in einem langen, eher schleppenden und progressiven Part. Klingt ein wenig nach Dissonanzen und so lässt man den Song austrudeln.
Bei Harrowing Manifestation kommt vom schleppenden Tempo und vom Riffing her sofort Morbid Angel Feeling auf. Diese langsamen und drücken Elemente haben eine gewisse Nähe zum Covenant Album und klingen extrem geil. Es werden auch Quietscher verwendet und immer wieder ballert die Doubelbass alles kaputt. Ansonsten ist man eher im gediegenen Tempo unterwegs und legt Wert auf das Riffing. Die Parts drücken ordentlich. Am Ende fügt man noch einen Part ein und lässt den Song zum Glück nicht zu lang werden.
Red Hook fängt erst einmal langsam an, wird aber dann zu einem Ballerpart. Auch hier werden Erinnerungen an Morbid Angel wach. Der Song plätschert aber so an mir vorbei.
Library Of Babel kommt sehr verspielt zu Beginn. Mit dissonanten Klängen baut man den Song langsam auf. Die Growls setzen ein und bringen eine gewisse Dunkelheit in das Werk. Ansonsten ist es echt starker Tobak, was die Burschen da abliefern. Ist mir persönlich zu viel des Guten, zu abgedreht, auch wenn man eine Linie erkennen kann.
Mortuus In Perpetuum kommt dann gleich zu Beginn mit Blastbeats und bietet eine gewisse Abwechslung zu den Vorgängersongs. Schönes Brett. Natürlich ist das Riffing wieder sehr technisch, aber nachvollziehbar. Diese kurzen Vorspieler und dann die Attacken kommen sehr geil und klingen echt fett. Auch hier werden Erinnerungen an Morbid Angel oder Hate Eternal wach. Nach einem Break baut man den Song wieder druckvoll auf und besonders das Drumming kann mich in diesem Song überzeugen. Am Ende schleppt man sich ins Ziel, leider wiederholt man den Part zu oft. Ansonsten hat das Stück eine gute Struktur.
In knappen drei Minuten fegt Isolated Malevolence und klingt sehr brutal und technisch zugleich. Ja, so gefällt mir das. Geht sogar ein wenig in Richtung von Cryptopsy. Der Bass ist gut wahrzunehmen und drückt ohne Ende. Passt.
Reanimated Kin ist auch wieder so ein technisches Monsterteil. Langsam am Anfang des Parts, Blastbeats am Ende des Parts. Dann haut man grundsätzlich einen raus und geht in einen sehr langen, groovigen Part, um dann, mit Ankündigung, wieder die Kelle zu schwingen. So arbeitet man sich zum Ende des Songs und zum Ende des Albums hin.
Puh, schon krasses und anstrengendes Zeug, aber auf der anderen Seite ist es eben echt guter, technischer Death Metal. Man verzichtet überwiegend auf eine Ausweitung des Materials, z.B. durch atmosphärische Parts und somit haben die Songs eine gute Länge.




