„So muss Deathcore klingen“
Artist: Chelsea Grin
Herkunft: Utah, USA
Album: Eternal Nightmare
Spiellänge: 36:00 Minuten
Genre: Deathcore
Release: 13.07.2018
Label: Rise Records
Link: https://de-de.facebook.com/ChelseaGrinMetal/
Bandmitglieder:
Gesang – Tom Barber
Gitarre – Stephen Rutishauser
Bassgitarre – David Flinn
Schlagzeug – Pablo Viveros Segura
Tracklist:
- Dead Rose
- The Wolf
- Across The Earth
- See You Soon
- 9:30am
- Limbs
- Scent Of Evil
- Hostage
- Nobody Listened
- Outliers
- Eternal Nightmare
Chelsea Grin liefern mit Eternal Nightmare trotz Besetzungswechsel an Mikrofon und Gitarre DAS Deathcore-Album des Jahres und eröffnen mit Tom Barber (ex. Lorna Shore) als neuem Frontmann ein völlig neues Kapitel für die Band.
Wie der Name kaum besser beschreiben könnte, ist Eternal Nightmare ein düsteres Album voller Brachialität und Atmosphäre, auf dem es jeder Song auf den Punkt bringt. Bereits der Opener Dead Rose gibt einem das Gefühl, in einem Horror-Film gelandet zu sein und öffnet mit knirschenden Türen und beängstigtem Geschrei seine Pforten. Und auch The Wolf lässt einem keine Verschnaufpause – der mit knappen zwei Minuten kürzeste und gleichzeitig schnellste Song der Scheibe strotzt nur so voller regelloser Energie und erfordert erst einmal Luft zum Aufatmen. Mit Across The Earth bekommt man diese zur Abwechslung dann auch – hier wird etwas mehr auf Melodie gesetzt und dafür etwas weniger auf Blastbeats. Nach dem melodiösen Solo von Stephen Rutishauser darf gegen Ende der Breakdown dann aber trotzdem nicht fehlen 😉 !
Spätestens bei See You Soon wird klar, dass Tom Barber seinen Job unfassbar gut macht. Meiner Meinung nach sogar noch besser als es Alex je tat. Warum? Ganz einfach, Tom’s Gesang ist durch seine Vielfältigkeit erstaunlich variabel und das kommt den einzelnen Tracks ständig zu Gute. Gerade See You Soon hat durch seine experimentellen Gesangsparts einen solchen Wiedererkennungswert, dass man ihn unter tausenden Bands raushören würde. Songs wie 09:30am, Limbs oder Scient Of Evil geben mir das Gefühl, dass ich mich Anfang der 2000er befinde – Heavy, on Point und typische „Oldschool“ Deathcore-Klänge hauen mir um die Ohren, als gäbe es kein morgen und erinnern mich sehr an die Anfänge von All Shall Perish oder Suicide Silence. Trotz alledem merkt man den Jungs ihre ständige Weiterentwicklung an und hat das Gefühl, dass Chelsea Grin ihren Sound gefunden haben.
Mein absolutes Highlight aber bleibt das düstere Hostage. Absolute Brachialität, verstörende Klänge und mal wieder eine unverbesserliche Gesangsleistung von Mr. Barber kreieren ein Stück, bei dem sich live wahrscheinlich keiner mehr halten kann. Gegen Ende haut Nobodys Listening dann noch einmal alle Wut auf einmal heraus und wirft mit Breakdowns nur so um sich. Wow, einfach nur Wow.



