Cultes Des Ghoules – Henbane

“Mein Genre, aber nicht meine Musik. Teil 2“

Artist: Cultes des Ghoules

Herkunft: Polen

Album: Henbane

Spiellänge: 58:24 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 27.01.2013

Label: Under The Sign Of Garazel Productions

Link: http://www.fallentemple.xt.pl/

Bandmitglieder:

Gesang – Mark Of The Devil
Gitarre – Machine
Bass – Minski
Schlagzeug – W. Earl

Tracklist:

  1. Idylls Of The Chosen Damned
  2. The Passion Of A Sorceress
  3. Vintage Black Magic
  4. Festival Of Devotion
  5. The Devil Intimate

Cultes Des Ghoules - Henbane

Da kommt Vorfreude auf: Die Band mit dem extrem dämlich klingenden Namen Cultes Des Ghoules, das angeblich ein Buch über schwarze Magie aus der Cthulhu-Reihe sein soll, liefert mit Henbane ein knapp einstündiges Album ab, das gerade fünf Lieder beinhaltet. Geil! Nach ein paar Minuten Konsumieren der polnischen Band fallen direkt zwei offensichtliche Eigenschaften auf:

Eigenschaft 1: Sargeist wäre, rein vom Klang, stolz auf die Bands, zumindest zur Demozeit. Wer Tyrrany Returns von Sargeist gehört hat, weiß ungefähr, wie Henbane klingt.
Eigenschaft 2: Ein Karussell dreht sich weniger monoton im Kreis. Dieser Satz fasst meiner Auffassung nach die gesamte CD gut zusammen. Es soll ja angeblich sehr atmosphärisch sein, einen Riff immer und immer wieder zu wiederholen, bis die Gallenblase platzt. Monotonie ist, auch in meinen Augen, ein sehr sinnvolles Mittel, um eine gewisse Immersion aufzubauen. Aber was Cultes des Ghoules macht, grenzt an Körperverletzung. Würde man die extrem häufigen Wiederholungen rausschneiden, wär das Album halb so lang und doppelt so gut.

Man kann es auch so zusammenfassen: Singt der Sänger, ist die CD gut, ist es rein instrumental, ist die CD schlecht. Hier herrscht also ein anderer Grund des Missfallens als bei Asenblut, der ersten Band meiner Trilogie Mein Genre, aber nicht meine Musik: War ich bei Teil 1 von der Produktion schwer genervt, ist die Qualität von Henbane, obwohl sie objektiv meilenweit unter der von Von Worten Und Taten liegt, viel passender.

Fazit: Die Jungs scheitern auf einem ganz anderen Gebiet: Es wird mit dem Vorschlaghammer der Monotonie versucht, Atmosphäre zu erzeugen, egal um welchen Preis. Dabei gehen die guten Ansätze komplett verloren und die Lieder in einer unglaublichen Belanglosigkeit unter. Wer es liebt, den immer wieder gleichen Riff vorgesetzt zu bekommen – und das teilweise minutenlang – wird in Henbane eine neue Offenbarung finden. Ich für meinen Teil widme mich wieder Liedern, die 8-15 Minuten lang sind, weil die Künstler viele gute Ideen intelligent zusammengetragen haben und die Konsequenz ein überlanges Lied ist und die Länge kein Selbstzweck ist. Anspieltipps: Idylls Of The Chosen Damned
Gordon E.
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