Artist: Endseeker

Herkunft: Hamburg, Deutschland

Genre: Old School Death Metal

Label: FDA Rekotz / Soulfood

Link: https://www.facebook.com/endseekermusic/

Bandmitglieder:

Gesang – Lenny
Gitarre – Jury
Gitarre – Ben
Bassgitarre – Torsten
Schlagzeug – Andre

Endseeker Bandpic 2015

Time For Metal / Rene W.:

Ein kräftiges Moin nach Hamburg,

heute sprechen wir mit der neugegründeten Death Metal-Fraktion Endseeker über ihre Belange und das erste Mini-Album Corrosive Revelation.
Als erstes würde mich interessieren wie ihr zusammen gefunden habt und wo es schlussendlich zur Gründung von Endseeker kam.

Endseeker / Ben:

Also ich bin als Letzter eingestiegen und kenne deshalb den genauen Ablauf nicht ganz exakt. Ich glaube aber, aus Gesprächen der Anderen herausgehört zu haben, dass die sich in irgendeinem obskuren Swinger-Club kennengelernt haben. Aus Gründen der Diskretion werde ich die weiteren Details hier nicht preisgeben. Aber ich bin nur wegen der Mucke an Bord!
Time For Metal / Rene W.:

Stiltechnisch macht ihr keine großen Experimente und reiht euch im Old School Death Metal ein, um die skandinavische Variante aus den Boxen zu hämmern. Eine klar gewählte Ausrichtung oder ein Zufallsprodukt eurer Interessen?

Endseeker / Ben:

Das ist definitiv gewollt und Konzept. Angefangen bei dem charakteristischen Gitarrensound geht‘s eben genau darum. Selbstverständlich ist das ein Genre, das wir alle abhailen, ansonsten würde das Ganze auch wenig Sinn machen 😉

Time For Metal / Rene W.:

Ich durfte bereits in Corrosive Revelation reinhören und muss gestehen, dass ihr im November 2015 echt ein perfektes Debüt abgeliefert habt. Wer von euch ist für das Songwriting verantwortlich, schreibt die Texte und wie läuft eine klassische Session im Proberaum ab?

Endseeker / Ben:

Erstmal vielen Dank für die Blumen! Also wir haben eine ganz klare Arbeitsteilung in der Band. Jury schreibt die Songs, Lenny die Texte. Wir anderen trinken Bier. Damit sind alle in ihrer Kernkompetenz zugange. Im Proberaum spielen wir vor Shows üblicherweise unser Live-Set durch und versuchen, das Zusammenspiel so gut und tight wie möglich zu kriegen. Oder wir schaffen uns neue Songs drauf, wenn Jury einen neuen fertig hat.
Time For Metal / Rene W.:

Direkt zum Debüt konnte FDA Rekotz als Label gewonnen werden. Wie kam es zu diesem frühen Zeitpunkt zu einer Unterschrift bei der beliebten Death Metal Underground-Klangschmiede?

Endseeker / Ben:

Ein befreundeter Journalist hat unsere Aufnahmen Rico von FDA zugesteckt und der hatte sich dann direkt bei uns gemeldet und großes Interesse bekundet, mit uns zu arbeiten. Da es ja bekanntlich kaum eine bessere Adresse gibt, um unseren Sound ans Volk zu bringen, wurde auch gar nicht lange gefackelt und unterschrieben. Dass das so schnell ging, hat uns selber sehr überrascht. Wir waren eher noch auf dem Trip, das Ding selber pressen zu lassen usw., als plötzlich das Angebot kam und sind sehr froh, dass Rico uns direkt mütterlich unter seine Fittiche genommen hat.

Time For Metal / Rene W.:

Das Cover passt bestens ins Konzept. Wie wichtig ist euer Meinung nach das Design eines Albums, legt ihr viel Wert auf die Hülle, in der der neue Silberling serviert werden soll?

Endseeker / Ben:

Die Frage kann ja wohl nur rhetorisch gemeint sein! Das Artwork ist im Metal doch die halbe Miete. Es gibt der Platte ein Gesicht, schlägt eine visuelle Brücke zu den Texten, den Songs, der Atmosphäre des Albums. Es ist auf T-Shirts usw. und wird von Menschen auf der Brust getragen. Wenn das scheiße aussieht, will‘s keiner anziehen und es macht auch die Platte weniger sexy. Das Artwork ist der erste Eindruck, den man von einer Platte bekommt und das ist schon ein ganz besonderer und wichtiger Moment, den man nicht leichtfertig mit einem lahmen Artwork versauen sollte.

Time For Metal / Rene W.:

Ich würde euch einmal bitten, bei einem kleinen Track-By-Track die einzelnen Songs von Corrosive Revelation euren Hörern und unseren Lesern näher zu bringen.

Endseeker / Lenny:

Als Vorspeise servieren wir ein saftiges „Corrosive Revelation“ nach einem ganz kurzen Introappetizer. Inhaltlich spiegelt der Song die innere Hemmschwelle wider. Wieso klein machen, wenn man auch groß sein kann. Versucht jemand seine Dominanz auf deinem Rücken auszuleben, dann sollte man ganz einfach konsequent sein. Das Leben ist zu kurz um allen Druck der anderen Kacker auch auf seinen Schultern zu tragen. Musikalisch ein gerader, ehrlicher Song ohne große Umschweife.
Attention War ist unser brutaler Zwischengang. Der bisher schnellste Song, der inhaltlich sarkastisch eine gewisse gesellschaftliche Unwucht darstellt. Es gibt eben Strukturen, die über den Gesetzen „der anderen“ stehen. Das wird in dem Text thematisiert.
Consumed by Desire ist unser Hauptgang für Genießer. Eine Groovewalze, die thematisch über gewisse Bedürfnisse berichtet. Der Mensch ist doch nur ein Tier und egal wie angepasst er sich nach außen hin darstellt, die tiefe innere Seele ist klar destruktiv strukturiert.
Unsere Dessert: Deployment of the Aroused stellt sich gegen die Bevormundung „der Vielen“ durch eine höhere Parallelgesellschaft. Es werden ein paar Vergleiche zu geschichtlichen Ereignissen gezogen, die sich wohl hysterese-artig wiederholen werden. Ein grooviger Song, den ihr euch als Musikvideo in unserem YouTube Channel reinziehen könnt.
Zum Magen schließen haben wir euch Supposed to Rot auf den Tonträger geballert. Eine Ode an Entombed, eine Huldigung unserer Superhelden. Es war Jury schon seit den frühesten geschichtlichen Aufzeichnungen ein großes Anliegen diesen Song mal auf eigener Platte zu verewigen. Da gibt es auch keine Gegenargumente! 😉

Time For Metal / Rene W.:

Der erste Schritt ist vollbracht. Wie geht es nun bei Endseeker weiter? Wurden bereits erste Shows bestätigt oder verschanzt ihr euch lieber erneut, um das erste Langeisen einzuspielen?

Endseeker / Ben:

Für 2016 sind schon eine ganze Reihe an Shows bestätigt und wir versuchen, neben allem Anderen, möglichst viel live zu spielen und herumzukommen. Da wir aber alle alte Männer sind, alle fest im Job, teilweise mit Familie, bleibt für die Band ein anderer Anteil Zeit übrig, als das noch mit Anfang 20 der Fall gewesen wäre. Wir wurden von FDA so früh gesignt, dass wir bis dahin kein weiteres Material als die 4 eigenen Tracks auf Corrosive Revelation hatten. Das Album muss also erst noch komplett geschrieben werden, neben Job, Familie und den Live-Shows. 3 Songs sind bis dato fertig. Es fehlen also noch ein paar. Aber gut Ding will eben Weile haben. Und ich kann versprechen – das Warten wird sich lohnen.

Time For Metal / Rene W.:

Wenn man frisch anfängt, hat man erst recht hohe Ziele und noch größere Träume. Wohin darf von eurer Seite die Reise hingehen?

Endseeker / Ben:

Also wir hatten ehrlich gesagt keine besonderen Erwartungen. Wir wollten einfach nur Krach machen. Da wir alle, wie bereits erwähnt, schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und schon ewig in zig Bands aktiv waren, geht man die Dinge durchaus etwas gelassener an, als früher und lässt vieles einfach auf sich zu kommen. Natürlich träumt jeder von großen Shows mit vielen Leuten, oder auch mal über die Landesgrenzen hinaus zu kommen. Man wird sehen, was passiert. Erzwingen kann man vieles sowieso nicht. In erster Linie wollen wir Spaß und ne gute Zeit miteinander haben. Stress hat man im Alltag schon genug. Das hier soll der Ausgleich sein!
Time For Metal / Rene W.:

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch alles Gute für die Zukunft.

Endseeker / Ben:

Danke für das Interview und deinen Support!
Endseeker / Lenny:
Merzi auch!

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