Death Courier – Necrotic Verses

Die alten Griechen sind noch nicht müde

Artist: Death Courier

Herkunft: Griechenland

Album: Necrotic Verses

Spiellänge: 33:44 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 05.06.2020

Label: Transcending Obscurity Records

Link: https://www.facebook.com/Death-Courier-423460954403378/

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Billy Soulas
Gitarre – George Petousis
Schlagzeug – Ilias Iliopoulus

Tracklist:

  1. Necrotic Verses
  2. Mourning Ecstasy
  3. As Heaven Blends With Rot
  4. When Death Fits To Skin
  5. Interlude
  6. Pillars Of Murk
  7. Morsimon Imar
  8. Immune To Burial
  9. Visceral Slice
  10. Remnants

Bei Death Courier handelt es sich um eine alte griechische Death Metal Band, die bereits 1987 gegründet wurde. Bis 1992 brachten sie fünf Demos, eine EP und eine Split heraus, um dann ihr Debüt zu veröffentlichen. 1993 löste man sich auf. Gründungsmitglied Bill hatte 2009 wieder Bock und wurde mit neuen Bandmitgliedern wieder aktiv – Bill an Bass und Gesang. An der Gitarre und am Schlagzeug holte er sich Verstärkung von der Band Vermingod und mittlerweile sind sie beim dritten Album angelangt.

Schlagzeug 1, 2, 3, 4 – Attacke – Old School Blastbeat, Jawoll! Wer will denn noch Vorgeplänkel, wenn man direkt zum Punkt kommen kann? Schöner Geballerpart, kurzes Break und neuer Ballerpart. Läuft, Midtempogroove, lang gezogen mit gutem und nachvollziehbarem Riffing und vor allem durchrasselndem Doublebass. Und dann Attacke in Form eines Blastbeats. Schöne Growls, hier und da Screaming und ab in den Midtempopart. Jawoll, so mag ich das – und dann geht man voll in den Keller. Das Riffing ist am Anfang recht simpel und stumpf, aber dann haut man ein geiles Solo rüber, lässt die Doublebass durchjagen, grunzt dazu und wird sogar doomig – aber nur kurz, denn dann ist der Song namens Necrotic Verses aus.

Weiter geht es mit Mourning Ecstasy. Kurzer Vorspieler. Muss Androhung genug sein, denn dann gibt es auf die Glocke. Sehr schön. Uptempopart drüber, Break, schnelles Uftata. Schockt. Abgehackter Part und Midtempopart. Geiles Riff, nicht neu, aber geil. Kurzes Break. Blastbeat, Break, Blastbeat, schnelles Uftata. Alles, was mein Herz begehrt. Lang gezogene Lead und aus. Kurz und knapp. Passt.

Schleppend für Death Courier Verhältnisse geht es bei As Heaven Blends With Rot weiter, aber der Death Metal Goat sei Dank, war dieses nur eine Ankündigung und zack, schöner Blastbeatpart folgt. Wieder aufgelockert von einem Midtempogroove und dann wieder Blastbeat. Zur Abwechslung ein fettes Sologedöns. Klingt gut. Natürlich nur kurz und dann wieder in den Blastbeat. Ich steh auf so etwas. Vor allem klingt das Ganze recht simpel, aber eben effektiv und macht Laune. Propeller an und ab dafür.

Auch When Death Fits To Skin geht in diese Richtung. Ein markantes Riff, midtempolastig vorgetragen, Blastbeat und so weiter. Dann Vorspieler, lang gezogene Lead und darüber Blastbeat und groovige Klänge. Im eng gesteckten Rahmen versucht man abwechslungsreich zu klingen, und das machen sie auch. Ganz langsame Klänge erscheinen, werden aufgebaut und gehen dann natürlich wieder in einen Blastbeat Part über, gefolgt von einer schnellen Uftatasequenz und wieder ab in den Keller mit geilem, verspieltem Riffing. Läuft. Gefällt.

Okay, einen zweiminütiges Interlude Teil hätte man sich schenken können, aber ansonsten machen die Burschen einfach nur Spaß – auch wenn man nicht wirklich etwas Neues hört. Das muss man meiner Meinung nach aber auch nicht immer.

Death Courier – Necrotic Verses
Fazit
Die Burschen kombinieren Death Metal der alten Schule mit thrashigen Elementen und Geschwindigkeit. Feines Händchen für Riffing und Rhythmus. Gefällt mir sehr gut und dürfte alle Death Metal Fans ansprechen, denn das technische Können von At The Gates wird mit der spielerischen Härte von Cryptopsy kombiniert. Macht definitiv Laune.

Anspieltipps: Necrotic Verses und When Death Fits To Skin
Michael E.
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