Demise Empire – EP-II

Bitte schnell mit EP-III nachlegen!

Artist: Demise Empire

Herkunft: Essen, Deutschland

Album: II (EP)

Spiellänge: 21:13 Minuten

Genre: Death Metal, Technical Death Metal, Progressive Death Metal

Release: 24.06.2019

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/demiseempireofficial/

Produktion: Iguana Studios, Hugstetten von Christoph Brandes

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – David
Gitarre – Michael
Bassgitarre – Daniel
Schlagzeug – Sergej

Tracklist:

  1. Cabal Ritual
  2. Abysmal Dream
  3. Brutal Evisceration
  4. Fallen Guardian
  5. Let Her Run

 

Gegründet wurde die Band Demise Empire bereits im Jahr 2002, und man konnte nach der Veröffentlichung des Albums Unholy Grail im Jahr 2007 dann auch ein Jahr später die Bühne mit Bands wie Morbid Angel und Marduk teilen. Aber schon während dieser Zeit und auch später drehte sich das Besetzungskarussell immer mal wieder, und erst im Jahr 2016 stand dann das Line-Up, mit dem die erste EP EP-I im Jahr 2017 veröffentlicht wurde. Ende 2017 habe ich sie zufällig entdeckt, als sie eine Show in Essen eröffneten. Vor kurzem habe ich sie dann zum zweiten Mal live erleben können, und es ist wieder mal nicht mehr die gleiche Besetzung. Sänger Daniel hat nämlich zwischenzeitlich die Band verlassen, seinen Posten hat David mit übernommen, der jetzt also für Gesang und Gitarre zuständig ist. So sind die Männer auch ins Studio gegangen und haben die fünf Songs für die EP-II eingespielt, die gestern veröffentlicht wurde.

Ein regelmäßiger Hörer von Oldschool Death Metal bin ich eher nicht, aber mir werden die ungefähr 20 Minuten Spielzeit nicht langweilig. Auf EP-II wird nämlich nicht stumpf drauf los geprügelt, das geht streckenweise schon stark in Richtung Technical oder Progressive Death Metal, was die vier Männer da raushauen. Natürlich darf sich Sergej bei geilen Blastbeats austoben – wobei er da live immer sehr entspannt aussieht 😀 – und die Saitenfraktion hat phasenweise nicht viel Zeit für Fingerakrobatik, sondern muss einfach nur Tempo machen. Aber dann gibt es diese – manchmal im Tempo zurückgefahrenen – Parts, die mit feinen, teilweise herrlich schrägen Riffs, klasse Gitarrenläufen und sonstigen technischen Finessen aufwarten. Da kann dann insbesondere die Saitenfraktion mal ihre skills präsentieren. Das tun sie augenscheinlich mit genauso viel Konzentration, wie sie Spaß dabei haben. So verkommt das Ganze auch nicht zu irgendeiner verkopften und nur dem Selbstzweck dienenden Show. Gesangstechnisch bleibt David dabei auf einer Linie. Richtig tiefe Growls gibt es hier nicht, er hat einen rauen Gesang, der mich tatsächlich sehr an Mikael Stanne (Dark Tranquillity) erinnert, wenn David auch nicht so ausdrucksstark ist, wie Mikael. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch.

David von Demise Empire am 09.06. in Essen

Auf YouTube kann man sich die gesamte EP anhören und dann auch gern den Silberling direkt über die Band beziehen. Und wer Demise Empire mal live erleben möchte; es stehen zwei Shows in Belgien an, und zwar am 28.06. in Eernegem und am 29.06. in Bree. Hier nun aber EP-II:

Fazit
Auch in der Underground-Szene gibt es sehr versierte Musiker, die dazu auch noch in der Lage sind, spannende Songs zu schreiben. Diese EP läuft mittlerweile selbst bei mir in Dauerrotation, und ich kann sie jedem Fan von technisch orientiertem (Progressive) Death Metal nur empfehlen.

Anspieltipps: gebt Euch ruhig alle Songs, es lohnt sich
Heike L.9
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