Der Detze Rockt am 15.06. – 16.06.2018 in Rengen bei Daun

“Der Detze Rockt am 15.06. – 16.06.2018 in Rengen bei Daun“

Eventname: Der Detze Rockt 2018

Bands: Dead Lord (SWE), Oliver/Dawson Saxon (UK), TYTAN (UK), Dealer (UK), Ambush (SWE), Hällas (SWE), Ranger (FIN), NIGHT (SWE), Amulet (UK), Witchtower (ESP), Incarceration (GER), SLAUGHTER MESSIAH (Official) (BE), Old Mother Hell (GER), RUYNOR (GER), Final Fortune (GER)

Ort: Sportplatz Detzenberg, 54550 Rengen

Datum: 15.06. – 16.06.2018

Kosten: AK: Freitag: 19,00 €, Samstag: 21,00 €, Kombiticket: 28,00 €; VVK Freitag: 22,00 €, Samstag: 25,00 €, Kombiticket: 32,00 €

Genre: Hard Rock, Metal, NWOBHM, Death Metal, Epic Doom

Besucher: ca. 1000

Veranstalter: Dorfjugend Rengen

Link: http://www.derdetzerockt.de

Das besondere Heavy Metal Festival der Vulkaneifel startet zum achten Mal durch. Ich bin für Time For Metal dabei. Mit ca. 1000 Besuchern geht es hier recht familiär zu. International bekannte (Underground) Bands geben sich am Freitag und am Samstag die Ehre. Die bekanntesten dürften Dead Lord und Oliver/Dawson Saxon sein. Das letzte Jahr war ich einen Tag hier, um mir die Japaner von Sabbat anzusehen. In diesem Jahr müssen es beide Tage sein!

Rechtzeitig vor Beginn reise ich am Freitag an. Nahe gelegen an der A1, unweit von Daun, sehe ich bereits die Zelte auf dem Campinground. Neben den vielen Fans sind hier bereits einige Musiker der lokalen Underground Szene anzutreffen, die hier gemeinsam mit den anderen Fans die beiden Tage abfeiern wollen. Ich treffe unter anderen Bandmitmember von Secutor, Fabulous Desaster, Hornado, Final Fortune (die spielen heute selbst hier), Desaster und Metalinquisitor. Ich habe mich, wie im letzten Jahr, mit meinem Kumpel Infernal (Gitarrist Markus Kuschke von Desaster) verabredet. Er wird aber erst am Samstag anreisen.

Das Line-Up für heute Freitag, 15.06.2018 steht:

17:20 – 18:00 Ruynor
18:20 – 19:00 Final Fortune
19:20 – 20:00 Slaughter Messiah
20:20 – 21:10 Ranger
21:30 – 22:30 Ambush
22:55 – 00:10 Oliver Dawson Saxon

Pünktlich eröffnen Ruynor aus Geislingen das Festival. So ein Festival als Opener zu beginnen ist ja eigentlich recht schwer. Darum kümmern sich die Jungs von Ruynor jedoch nicht. Sie spielen erfrischend auf und feuern einige Salven aus Punkrock und Metal ins Publikum. Das geht ab ohne große Schnörkel oder Showallüren. Mucke in Richtung Motörhead, Ramones oder den Sex Pistols ist zu hören. Kurz, schmerzlos und prägnant: One, Two, Three, Four!

 

Weiter geht es mit Final Fortune, direkt aus der Nachbarschaft aus Bitburg. Die Jungs um John Wilde habe ich bereits mehrfach gesehen. Sie spielen so eine Art Poser Metal aus den Achtzigern. In Leggins und mit toupierten Haaren geben sie ihr Bestes. Ich muss wirklich zugeben, dass sie sich mit jedem Auftritt steigern. Obwohl noch recht jung, merkt man ihnen die Bühnenerfahrung mittlerweile an. Wie bereits gesagt, liegt ihr musikalischer Schwerpunkt auf beim New Wave Of British Heavy Metal der Achtziger. Final Fortune habe ich vor ein paar Jahren das erste Mal vor ihrem Auftritt bei einem Bandwettbewerb gesehen. Damals dachte ich, dass da eine Abteilung von YMCA unterwegs wäre, und war sehr überrascht, als sie Musik machten. Dass sie Musik machen können, weiß ich mittlerweile. Das zeigen sie heute erneut. Ihre Performance ist dann auch ein Ritt durch die Achtziger. Da gibt es schnelle Stücke, Stücke im Midtempo und auch Balladen. Beim Publikum kommen sie gut an.

 

Was ganz anderes ist dann das, was danach kommt. Slaughter Messiah aus Belgien bringen eine wilde und düstere Mischung aus Black Metal, Thrash Metal und Death Metal auf die Bühne. Wild geschminkt wie Ausgeburten aus der Hölle haben sie schnell das Publikum für sich gewonnen. Heute sind sie nur zu dritt angereist, weil der zweite Gitarrist fehlt. Das tut dem Ganzen jedoch keinen Abbruch. Der Ausfall des vierten Musikers ist zu verschmerzen. Die nun auf eine Dreiercombo reduzierte Band weiß zu gefallen. Gespielt werden Songs von ihrer letzten EP Morbid Re-Incantation. Beim letzten Song Crypt Of The Undead (ebenfalls von der letzten EP) wird uns sogar eine Feuerspuckeinlage serviert. Recht beeindruckend und auch ein musikalischer Ausreißer im heutigen Heavy Metal lastigen Line-Up.

 

Es folgen die Speedgranaten von Ranger. Die Finnen nennen ihre Mucke selbst Skull Splitting Metal. Dieser Speed Metal spaltet dir auch wirklich den Schädel. Alles in einem irren Tempo vorgetragen, ist auch bei den Fans mittlerweile eine Menge Bewegung vor der Bühne drin. Die beiden Gründungsmitglieder Dimi Pontiac (Bass & Vocals) und Miko (Drums) haben sich mit zwei weiteren Livemusikern ergänzt. Da geht wirklich die Post ab. Die Jungs, die auch durch ihre markanten Pornosonnenbrillen auffallen (die gab es wohl irgendwo im Sonderangebot), sind der ideale Einheizer für die nach sie folgenden Oliver Dawson Saxon.

 

Oliver Dawson Saxon hauen dann als heutiger Headliner wirklich alles um. Das habe ich so nicht erwartet. Auch die meisten der anderen Fans hier auf dem Festivalground haben das so nicht erwartet. Graham Oliver (Guitars) und Steve Dawson (Bass), die alten Saxon Recken entfachen hier zusammen mit ihren Kollegen ein Wahnsinnsfeuerwerk. Das ist Spielfreude pur. Sänger Bri Shaughnessy geht ab wie ein Zäpfchen. Er ist permanent in Bewegung und reißt die Bandkollegen förmlich mit. Damit aber noch nicht genug. Auch stimmlich ist er eine Granate. Was wurde diese Band im Gegensatz zu Biffs Saxon in der Vergangenheit immer wieder bemängelt. Dem kann ich am heutigen Abend überhaupt nicht zustimmen. Ich habe Biffs Saxon im letzten Jahr voller Spielfreude gesehen. Dem steht die Saxon Formation von Graham Oliver und Steve Dawson in keiner Hinsicht nach. Die Fans vor der Bühne sind angetan und gehen voll mit. Jetzt ist Partystimmung auf dem Detze pur! Natürlich gibt es alte Saxon Klassiker zuhauf. Rock’n’Roll Gipsy ist der Opener des heutigen Sets. Über Denim and Leather und The Eagle Has Landed geht es zu Wheel Of Steel. Alles bekannte Klassiker, bei denen die Fans richtig mitgehen. Als Zugabe steht auf der Setlist der Song Redline. Den gibt es aber zu vorgerückter Stunde nicht mehr. Aber was soll´s. Zum Runterkommen brauchen wir jetzt noch regen Gedankenaustausch und einige Bierchen, um das wirklich abfeiern zu können. Spät in der Nacht geht es dann ab auf die Matratze in meinem Sharan.

 

Der Samstagmorgen beginnt mit Mucke aus dem Auto von nebenan. Neben meinem Sharan stehen ein paar Fahrzeuge von Jungs, die aus der Nähe kommen. Einem hatte ich gestern Abend schon ein Bier angeboten. Das hat er auch umgehend wieder rausgekübelt. Heute Morgen behauptet er doch steif und fest, mein Bier wäre schlecht gewesen. Dabei kann er sich das Grinsen nicht verkneifen. Bevor es heute überhaupt weitergeht, gehe ich ins Sportlerheim, ca. 200 Meter von meinem Parkplatz entfernt, etwas frühstücken. Wie auch auf dem Festivalplatz bei den Getränken, ist man hier mit den Preisen für Kaffee und Brötchen sehr günstig. Anschließend ist Zähneputzen und Frischmachen angesagt. Es ist noch früh am Tag. Mit den Eifeljungs neben mir nehme ich ein paar Kaltgetränke ein. Dabei ist auch Bembel-With-Care, ein Apfelwein-Cola Gemisch aus der Dose. Das habe ich noch nie vorher getrunken. Es schmeckt sehr süßlich und hat mit 4,0 % einen recht hohen Alkoholgehalt. Die Jungs trinken einiges davon. Ich schwenke nach einer Dose doch lieber zum Gerstensaft über. Wir nähern uns dem Beginn des zweiten Festivaltages auf dem Platz. Es sind schon eine Menge Leute da. Kein Wunder, denn es gibt einige Liter Freibier. Die sind natürlich schnell aufgebraucht, wobei jeder, der auf dem Platz ist, mindestens ein Freibier bekommt.
Für heute hat sich auch Infernal, der Gitarrist von Desaster angemeldet. Zusammen wollen wir etwas den Platz unsicher machen. Er ist mittlerweile in einem neuen Projekt involviert, dass sich Moontowers nennt. In Kürze wird eine CD erscheinen. Dafür will er heute hier schon etwas Werbung machen. Ein anderes Bandmitglied von Moontower ist bereits seit gestern hier. Es ist Fabio Axecutioner (Gitarrist von Secutor).

Das Line-Up für heute Samstag, den 16.06.2018 steht

13:35 – 14:30 Old Mother Hell
14:50 – 15:40 Witchtower
16:00 – 16:50 Amulet
17:10 – 18:00 Incarceration
18:20 – 19:10 Night
19:20 – 20:25 Dealer
20:45 – 21:40 Hällas
22:05 – 23:05 Tytan
23:25 – 00:30 Dead Lord

Old Mother Hell aus Mannheim machen für den heutigen Tag den Opener. Die bringen ein Gemisch von NWOBH Hard Rock, Hard Rock und Heavy Metal auf die Bühne. Vor der Bühne ist es auch schon recht gut gefüllt. Dem vorangegangen Freibier sei Dank. Das ist auch gut für Old Mother Hell, die so genügend Fans im Auditorium finden. Old Mother Hell ist übrigens die Band, die Infernal sich gerne anschauen wollte. Er hat sich mittlerweile per Whatsapp für 15:30 Uhr angekündigt.

 

Weiter geht es mit den Spaniern von Witchtower. Obwohl aus Spanien, spielen Witchtower klassischen Heavy Metal mit genügend Druck, um die Menge anzutreiben. Das gefällt den Fans außerordentlich. Witchtower sind anschließend in aller Munde und werden als erstes Highlight des heutigen Tages, der noch lang ist, gefeiert!

 

Zwischendurch ist Infernal eingetrudelt. Zunächst wird eine Runde über den Campingground gemacht. Viele Hallos und einige Schwätzchen ergeben sich. Thema ist meist das neue Projekt Moontowers. Da bisher noch nicht allzu viel bekannt ist, wird heftig spekuliert, was für Mucke das sein wird. Zwischen Doom Metal, Black Metal und Heavy Metal wird spekuliert. Ich werde die CD in Kürze von Infernal bekommen. Dann kann ich mehr dazu sagen, eine Rezension zur Platte steht dann an.

 

Weiter geht es mit Amulet. Amulet, aus London stammend, spielen bei bestem Sonnenschein einen sehr lebendigen Heavy Metal. Amulet spielen Material ihrer ersten und bisher einzigen schon 2014 erschienenen Platte, die den Titel The First hat. Aber auch Sachen aus ihrer Demozeit, wie der Abräumer Running Out Of Time und dann als Outro The Hangman. Passend dazu gesellt sich jemand in Henkermaske dazu. Dieser stranguliert am Schluss den Sänger (natürlich nicht in echt). Oho, das hätte wirklich nicht sein müssen, denn so schlecht war er nun wirklich nicht.

 

In der Pause wieder etwas mit Infernal umhergestreift. Ich treffe wieder einige Bekannte. Unter anderem Arbeitskollege Alex und Chris und Michael aus dem Siegburger Raum, die ich immer wieder in meinem Lieblingsclub, dem Kubana sehe.

Jetzt kommt eine ganz andere Nummer hier am Detze. Incarceration bringen eine besondere Note von Death Metal auf den Detze. Sie selbst nennen es zwar Old School Death Metal, ich würde ihre Mucke aber eher als experimentellen Death Metal bezeichnen. Die Band besteht nur aus zwei Bandmembern. Daniel da Silva, aus Brasilien stammend und jetzt in Hamburg lebend, an den Vocals und Guitars. Zu ihm gesellt sich an den Drums Michael Koch. Was sie da aufziehen, klingt interessant, bleibt jedoch auf Dauer gewöhnungsbedürftig. Da tun sich doch einige Metalheads am heutigen Tag recht schwer mit. Zur Auflockerung hat es auf jeden Fall beigetragen.

 

Da muss ich zunächst mit meinen Kumpels ein drauf trinken. Die Meinungen zu dem eben Erlebten gehen dabei weit auseinander.

Bei Night im Anschluss gehen die Meinungen aller anwesenden Fans dagegen nicht auseinander. Hier ist man sich einig, dass da oben richtiger Old School Heavy Metal in bester Tradition kommt. Night sind dann wirklich ein Highlight des Tages. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ab nun ein Highlight dem anderen folgt. Night sind übrigens zusammen mit ihren Labelkollegen Hällas am Freitag in Schweden aufgebrochen, um nach vierzehnstündiger Fahrt am Samstag hier am Detze anzukommen. Das gebietet ein weiteres großes Danke an Night (und an Hällas). Beide machen sich am Sonntag wieder auf den Rückweg.

 

Dealer sind eine der vergessenen Bands der ersten Welle des englischen NWOBHM. Bereits seit 1978 aktiv, hat die Band nur zwei Alben abgeliefert. Gerade First Strike ist ein Hammeralbum. Am Merchstand kann ich während des kurzeitigen Platzregens die letzte CD ergattern, die mir die Jungs um Gründungsmitglied Trevor Short (Voices und Guitars) nach dem Gig gerne signieren. Dealer hinterlassen hier mächtig Spuren. Da kann der kurze Regenguss auch nichts dran ändern. Viele stehen nach dem Auftritt von Dealer mit aufgerissenen Mündern da und können es kaum fassen, was da die letzten 45 Minuten auf der Bühne abgegangen ist.

 

Hällas sind mit ihren Labelkollegen von Night ja sage und schreibe 14 Stunden von Schweden auf den Detze angereist. Hällas sind bei den Fans hier richtig angesagt. Nein, nicht nur bei den Fans hier. Die erste und zweite Auflage ihres Albums Excerpts For A Future Past hat sich so gut verkauft, dass nachgelegt werden musste. Ich decke mich bereits vor dem Gig mit farbigem Vinyl ein, das die Jungs mir gerne signieren. Eben noch ganz normal gekleidet stehen die Jungs von Hällas jetzt in auffälligen Fantasy Kostümen und geschminkt auf der Bühne. Insgesamt läuft da eine geniale audiovisuelle Show ab. Progrock Metal mit psychedelischen Attitüden. Wieder was ganz anderes, als das, was bisher auf dem Detze die letzten beiden Tage gelaufen ist. Die Show ist wirklich ganz großes Kino für Augen und Ohren. Hardrock mit psychedelischen Einflüssen der Siebziger ist angesagt. Uriah Heep meets Wishbone Ash and many more. Hällas, Hällas Sprechchöre schallen durch das Infield. Der Merchstand wird regelrecht bestürmt. Diese Newcomer aus Schweden sind echt der Knaller hier.

 

Mittlerweile habe ich Infernal komplett aus den Augen verloren. Ich sehe ihn erst am nächsten Morgen wieder. Und da ist er auch noch nicht ansprechbar. Ich habe auch kaum Zeit, ihn auf dem spärlich belichteten Infield zu suchen. Dafür treffe ich Arbeitskollege Alex wieder und wir trinken einen zusammen. Viel Zeit ist nicht!

Denn jetzt kommen Tytan, von denen Kevin „Skids“ Riddles das einzig verbliebene Gründungsmitglied ist. Dieses Heavy Metal / NWOBHM Urgestein hat schon 37 Jahre auf dem Buckel. Stopp – stimmt so nicht. Denn Tytan waren zunächst nur von 1981 bis 1983 existent. 2010 kam es zur Reunion. Seitdem sind sie unterbrochen aktiv und haben 2017 mit Justice:Served! sogar ein neues Album bei High Roller Records aufgelegt. High Roller Records haben auch das Erstlingswerk der Band Rough Justice wieder neu aufgelegt. Der Band merkt man ihre Erfahrung an. Neben Kevin „Skids“ Riddles kann vor allem als Ausnahmegitarrist Dave Strange überzeugen. The Deep Sänger Tony Coldham ist mittlerweile der Sänger der Band. Er ist bei keinem der Alben existent, wirkt jedoch authentisch und stark hardrocklastig in seinen Voices. Beim ersten Song gib es zunächst Probleme, da man die Stimme nicht hören kann. Dies kann aber schnell behoben werden, sodass die Setlist, bestehend aus Songs der beiden Alben, problemlos durchgespielt werden kann. Die Frau von Kevin „Skids“ Riddles managt den Merchandisebereich der Band. Mit ihr habe ich ein paar sehr nette Gespräche. Auch im Fotograben vor der Bühne treffe ich sie. Sie lässt es sich nicht nehmen selbst ein paar Fotos von ihrer Lieblingsband zu machen. Ich verspreche, ihr ein paar Fotos zu schicken.

 

Zum Abschluss stehen die Schweden Dead Lord an. Die verfolgen mich irgendwie, oder umgekehrt! Bereits zum dritten Mal in einem dreiviertel Jahr sehe ich sie. Anfang Mai habe ich sie erst beim großen Stoner Event, dem Desertfest in Berlin gesehen.

Dead Lord zeigen sich wie immer höchst professionell mit einer starken Spielfreude. Unterhaltung pur ist für die Fans angesagt. Eine starke Bühnenpräsenz und alle Bandmembers sind in Bewegung, vor allem um ihren Frontmann Hakim Krim. Die Schweden spielen sich wie immer in Rage.
Dead Lord benennen als Hauptinspiration ihrer Musik unter anderem Thin Lizzy. Sie spielen klassischen Hardrock und frühen Heavy Metal, der die Menge zum Kochen bringt. Sie erinnern wirklich stark an Thin Lizzy und Phil Lynott. Dead Lord haben ihre Bestimmung und ihren Platz im Hardrock und Heavy Metal gefunden. Energie und Spaß pur, unermüdlich ihr Toureinsatz. Hakim Krim sorgt für Begeisterung, als er die Gitarre in Jimi Hendrix Manier auf dem Rücken spielt.

 

Kurzweilig geht auch der zweite Festivaltag zu Ende. Heute mache ich mich etwas früher auf die Matratze. Ich trinke mit den Jungs aus der Eifel noch ein Bierchen, bevor ich mich hinlege.

Am Sonntagmorgen wieder langsam wach werden. Frühstücken ins Sportlerheim. Infernal sehe ich nirgendwo. Ich weiß aber, wo sein Auto steht! Da finde ich ihn auch! Da liegt er doch tatsächlich und knackt noch, bis zum Scheitel in seinem Schlafsack eingepackt! Ich erkenne ihn an seiner Kutte. Ich spreche ihn an, aber nichts regt sich. Also lasse ich ihn weiter schlafen und begebe mich auf den Heimweg.

Fazit: Sensationelles kleines Festival mit extra Charme. Kurze Wege, extreme Fannähe und toller Veranstalter. Und aus meiner Sicht ein sensationelles Billing. Da kommt man gerne wieder. Das ist die einstimmige Meinung der Fans! Da schließe ich mich sehr gerne an. Also für Time For Metal nächstes Jahr ein Plätzchen freihalten!

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