Desaster – Live In Bamberg

“Wer hier nicht auf seine Kosten kommt, hat selber Schuld!“

Artist: Desaster

Herkunft: Koblenz, Deutschland

Album: Live In Bamberg

Spiellänge: 109:43 Minuten

Genre: Traditional Blacking Thrash Metal

Release: 27.06.2014

Label: High Roller Records

Link: https://www.facebook.com/666Desaster666/info

Bandmitglieder:

Gesang – Guido „Sataniac“ Wissmann
Gitarre – Markus „Infernal“ Kuschke
Bassgitarre – Volker „Odin“ Moritz
Schlagzeug – Stefan „Tormentor“ Hüskens

Tracklist CD1:
1. Intro
2. Divine Blasphemies
3. Splendour Of The Idols
4. The Arts Of Destruction
5. Ghouls To Strike
6. Phantom Funeral
7. Nighthawk
8. Tyrannizer
9. In The Ban Of Satan’s Sorcery
10. Fields Of Triumph
11. God Is Dead
12. Evil Arschloch

Tracklist CD2:
1. In A Winter Battle
2. Intro – Decade Of Desaster
3. Hellfire’s Dominion
4. Call On The Beast
5. Teutonic Steel
6. As The Deadworld Calls
7. Tyrants Of The Netherworld
8. Satan’s Soldiers Syndicate
9. Hellbangers
10. Black Magic
11. Metalized Blood

DESASTER-Live-in-Bamberg-Cover

Gitarrist und Desaster Urgestein Markus „Infernal“ Kuschke bringt es auf 26 Jahre Traditional Blacking Thrash Metal („Cool, neue Stilart“[Anmerkung der Redaktion, DB]) und hat bereits früh ein festes Line Up um seine Kapelle zusammen gestellt. Der letzte Wechsel liegt bereits dreizehn Jahre zurück, in dieser Zeit hat sich Sänger Guido „Sataniac“ Wissmann in das vier Mann Schlachtschiff bestens integriert. Mit Live In Bamberg beschenkt die Band aus Koblenz ihre Fans mit einer Doppel CD, die auf eine Spielzeit von über 100 Minuten kommt und aus allen Epochen der 25 Jahre Desaster Songs parat hält.

Das eingefangene Material wirkt von der ersten Sekunde aus sehr authentisch und zeigt auf, wie persönlich Desaster ihr Jubiläum in Bamberg 2013 gefeiert haben. Die Kommunikation mit den Anhängern ist auf höchstem Niveau, zudem variieren die Ansagen zwischen präzisen Kampfansagen und herzlichen Huldigungen der eigenen Desaster- Jünger. Die satanische Band, die nur einmal Anfang der Neunziger ins Straucheln gekommen ist, hat sich früh wieder gefangen und nach wenigen Monaten ihre Arbeit an neuen Stücken aufgenommen. Eine deutsche Blacking Thrash Metal Szene ohne diese Band kann und möchte man sich nun wirklich nicht vorstellen. Mittlerweile blicken sie auf sieben Studioalben, dazu kommen Demos, Live DVDs und diverse andere Veröffentlichungen.

Um noch einmal direkt auf die Live In Bamberg zu kommen möchte ich ein wenig auf die Tracklist eingehen. Auf dem ersten Silberling sprechen bereits Splendour Of The Idols, Phantom Funeral oder die Version mit Gastsänger JohansonIn The Ban Of Satan´s Sorcery für sich. Johanson hat Frontmann Guido „Sataniac“ Wissmann bereits bei ein paar Events vertreten als es ihm gesundheitlich nicht möglich war, das Zepter zu schwingen und zeigt auch in Bamberg, welchen Hass er in seinen Gesangsfarben transportieren kann. Der 25 Jahre alte Song mit dem einfachen Titel God Is Dead darf da ebenso wenig fehlen wie diverse Hits des zweiten Rohlings, zum Beispiel Teutonic Steel, Hellbangers oder der abschließende Metalized Blood, der die Besucher unsanft aus dem Laden schmeißt. Noch zu erwähnen ist der vorletzte Titel Black Magic, der im Original aus den Händen von Slayer stammt. Mit diesem Cover zollen Desaster der Legende Jeffrey John „Jeff“ Hanneman, die erst im Mai 2013 verstorben ist, einen Tribut.

Fazit: Desaster haben einen wunderbaren Querschnitt ihres Schaffens auf die Live in Bamberg Platte eingehämmert. Die Fans sorgen für eine explosive Stimmung, die Musiker sind bestens aufgelegt und die Gastmusiker runden die Vorstellung gekonnt ab. Für Anhänger von Desaster ist diese Veröffentlichung ein Pflichtkauf und dürfte in dieser Saison zu einem Dauerbrenner in jeder Musikanlage avancieren.

Anspieltipps: Splendour of the Idols, Phantom Funeral und Metalized Blood
Rene W.
8.8
8.8
Podcast
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