“Endlich das zweite Album! Oder doch nicht?“

Artist: Disorder

Herkunft: Strzegom, Polen

Album: Pure Hatred

Spiellänge: 32:17 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 2014

Label: Eigenproduktion

Link: https://myspace.com/disorderdeath

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Kat
Gitarre – Ramzes
Schlagzeug – Oko

Tracklist:

1. Intro
2. Wacht Am Rhein
3. Nome
4. Decapitation
5. Humiliation
6. Pathology
7. Murders Instinct
8. Doomsday II
9. Disorder
10. Insanity Of Authority
11. Holy Inquisition
12. Doomsday II (instrumental)

Disorder - Pure Hatred

Donnerwetter, nachdem mir das neue Scheibchen des polnischen Trios Disorder auf dem Plattenteller gelandet ist und ich nach einigen Informationen suche, bin ich umso erstaunter, wie viele Bands diesen Namen verwenden. Bei dieser Kombo handelt es sich allerdings um eine reine Todesblei-Kapelle, die nach acht Jahren ihren zweiten Silberling Pure Hatred unter Eigenregie auf den Markt bringt.

Nach einem knapp einminütigen Intro startet dann das Album. Von der gesanglichen Leistung von Sänger und Bassist Kat her kann man positiv überrascht sein, denn hier werden dem Hörer nicht nur extrem tiefe Growls entgegen geschmettert sondern er bekommt ab und an wie im Opener Wacht Am Rhein Pigsqueals in den Gehörgang gedrückt. Unglücklicherweise zu seiner positiven gesanglichen Arbeit kommt die am Bass deutlich negativer rüber, denn auf der einen Seite dröhnt er ziemlich stark in Songs wie Pathology, auf der anderen Seite ist er danach wieder weniger herauszuhören wie man es teilweise bei Murders In Instinct herausfiltern kann. Naja, der einzige Song, wo er kurzweilig eine gute Rolle abgibt, ist Doomsday II, wo er ein kleinen Solopart erhält und dieser durch die passenden Drums schön untermalt wird.

An der Gitarre tobt sich Gitarrist Ramzes aus, was zum größten Teil in schnellen Riffs umgesetzt wird. Zusätzlich gibt es ab und an ziemlich groovige Parts auf die Lauscher wie bei Insanity Of Authority.

Schlagzeuger Oko beweist sein Können hinter seiner Schießbude auch sehr ausgiebig, indem er dem Hörer extrem schnelle Blastbeats um die Ohren donnert. Wenn es aber in den Bereich des Groovigen geht, schafft er es, den Sound hörenswerter zu machen. Zudem wird auf dem neuen Disorder-Scheibchen Pure Hatred ein Bonustrack zu finden sein. Es handelt sich hierbei um die instrumentale Version des Songs Doomsday II. Produktionstechnisch ist es für einen selbstproduzierten Silberling recht akzeptabel, wobei man da doch mehr erwarten könnte.

Disorder - Pure Hatred
Fazit: Die polnische Metalszene und vor allem der Underground dort hat schon viele Perlen hervorgebracht. Doch muss ich gestehen, dass es sich meiner Meinung nach bei dem Trio Disorder nicht - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - um eine solche handelt. Der Gesang überzeugt an allen Ecken und Kanten, keine Frage, aber insgesamt ist es einfach nicht rund genug. Zum einen durch den Bass, der mal zu laut und mal zu leise ist, dann aber wiederum für 20 Sekunden punkten kann. Zudem gibt es zu wenig Abwechslung. Da haut der Bonustrack leider auch nicht mehr viel raus. Für Fans der Band sicherlich ein Muss, aber Fans des Genres müssen sich da selber ein Bild machen.

Anspieltipps: Wacht Am Rhein und Doomsday II
Stefan S.5.5
5.5Gesamtwertung
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