Elder – Omens

Der Sound zum Joint

Artist: Elder

Herkunft: Boston, Massachusetts, USA

Album: Omens

Spiellänge: 55:33 Minuten

Genre: Progressive Rock, Psychedelic Rock, Stoner Rock

Release: 24.04.2020

Label: Stickman Records

Links: https://beholdtheelder.com/
https://de-de.facebook.com/elderofficial/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre und Keyboard – Nick DiSalvo
Gitarre – Michael Risberg
Bassgitarre – Jack Donovan
Keyboard und Synthesizer – Fabio Cuomo (Gastmusiker)
Schlagzeug – Georg Edert

Tracklist:

  1. Omens
  2. In Procession
  3. Halcyon
  4. Embers
  5. One Light Retreating

Seit 2006 existiert die Band aus New England und beglückt ihre Zuhörer mit einem Mix aus psychedelischen Sounds, Stoner Rock und progressiver Musik. 2008 erschien der Erstling Elder. Es folgten Dead Roots Stirring (2011), die EP Spires Burn / Release (2012), Lore (2015), Reflections Of A Floating World (2017) und die EP The Gold & Silver Sessions (2019). Auch in Deutschland durfte man die Herren bereits auf Bühnen bewundern. Nun 2020 also das fünfte Langeisen Namens Omens.

Ohne auch nur einen Ton gehört zu haben, fällt auf, dass nur fünf Tracks auf der Scheibe sind, diese jedoch eine Laufzeit von mehr als 55 Minuten hat. Als Vorbilder werden von den Musikern diverse Größen aus den 70ern wie Steely Dan, Gentle Giant oder Yes genannt. Bezüglich der Länge der Titel hat man sich auf jeden Fall an den Vorbildern orientiert.

Der Titeltrack eröffnet das Werk mit ca. zehn Minuten progressivem Stoner/Psychedelic Mix. Mit Einsatz des Gesangs nimmt das Werk halbwegs Fahrt auf, wobei mir ein bisschen die Überraschungselemente fehlen. Der Track läuft ganz entspannt runter, aber der Aha-Effekt will sich nicht einstellen. Zu In Procession kann ich eigentlich genau das Gleiche schreiben. Eine ganz nette Nummer, welche im Hintergrund läuft und den Raum beschallt. Halcyon toppt seine Vorgänger. Eine Klangwand über mehr als zwölf Minuten, die man entweder im THC-Rausch positiv empfindet oder wenn man mit diesem Track sanft entschlummert ist. Embers holt den Zuhörer dann wieder sanft aus dem Schlaf. Es ist etwas mehr Power auf dem Kessel und es gibt eine progressive Rocknummer, wo auch mal der eine oder andere Überraschungseffekt dabei ist. One Light Retreating ist dann der Rausschmeißer, der allerdings nochmals mehr als elf Minuten Laufzeit mit sich bringt. Es gibt wieder einen seichteren Klangteppich und es ist dann wohl Zeit, die Wasserpfeife anzuwerfen. Im Endeffekt knüpft der letzte Track an die beiden ersten Nummern auf dem Werk an.

Elder – Omens
Fazit
Wer auf Krautrock mit Überlänge oder gitarrenlastige progressive Bands Ende der 60er bzw. frühen 70er steht, sollte hier mal ein Ohr riskieren. Technisch ist das alles hochwertig, nur ist es für meinen Geschmack eher etwas für eine THC-Party, wo alle Beteiligten genüsslich vor sich hinträumen. Für ein progressives Werk sind die Nummern zu einfach, für Stoner mit einer Überlänge ausgestattet. Richtig heraus sticht eigentlich keine Nummer aus dem vor sich hin wabernden Klangteppich.

Anspieltipps: Embers, der läuft mehr als zehn Minuten
Jürgen F.
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