Eye Of Purgatory – The Lighthouse

Der Rogga und sein Hang zu melodischen Klängen

Artist: Eye Of Purgatory

Herkunft: Schweden

Album: The Lighthouse

Spiellänge: 35:49 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 18.06.2021

Label: Transcending Obscurity Records

Link: https://eyeofpurgatory.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Rogga Johanson
Bassgitarre – Jeramie King
Schlagzeug und Keyboards– Taylor Nordberg

Tracklist:

  1. And From The Fog…
  2. The Lighthouse
  3. Fornever To Awaken
  4. Carved In A Stone Bleeding
  5. Pieces Of A Fading World
  6. They Silently Await
  7. Where Slowly Life Fades
  8. Rotting Pathways
  9. Rebirther

Die Protagonisten der Band Eye Of Purgatory sind alte Bekannte. Rogga Johansson, Taylor Nordberg und Jeramie Kling dürften den meisten Fans ein Begriff sein. Ansonsten toben die drei sich bei Bands wie Paganizer, Ribspreader oder Venom Inc. aus. Im Jahr 2018 wurde die Band gegründet und gleich knallte man das Album The Rotting Enigma heraus. Mittlerweile ist man bei Transcending Obscurity Records gelandet und die hauen das Album Nummer zwei heraus.

Los geht es mit And From The Fog… Der Song dient als Intro. Zu Beginn hört man die Klänge  einer Gitarre mit Cleansound. Diese werden durch eine leise E-Gitarre ersetzt. Ein langsamer und melodischer Part und schon ist der Song auch wieder vorbei.

The Lighthouse folgt und schon haben sie mich im Sack. Man startet mit einem Blastbeatpart und verwendet dazu geiles melodisches Riffing. Genauso muss das sein. Da Rogga am Start ist, kann man davon ausgehen, dass auch schwedischer Death Metal dabei ist. Und so ist es auch natürlich. Und natürlich ist auch der HM2-Sound Pflicht. Die Melodie ist einfach nur großartig. Die typischen schwedischen Uftatas sind herrlich und eine weitere Melodie wird verwendet bzw. mit verarbeitet, bevor man den Anfangspart wieder rausholt. Hier und da klingen sie dann wie Edge Of Sanity. Geiles Stück

Fornever To Awaken legt dann zuerst auch einmal langsam los. Der Sänger gibt komische Geräusche von sich. Es erfolgt eine kurze Melodie. Klingt komisch, aber dann holt man einen typischen schwedischen Uftatapart heraus und kombiniert diesen mit einem melodischen Riff. Sitzt. Nach einem Break kommen kurze Gitarrenanschläge und man kämpft weiter im Midtempo. Melodische Elemente werden im nächsten Part mit eingebaut und man geht danach wieder in einen Uftatapart. Ein melodisches Lead erfolgt und dann wieder ein schnellerer Uftatapart, aber nicht im Uptempo. Zum Ende lässt man noch die melodischen Elemente regieren und fertig ist der Spaß. Schon ganz gut, aber so richtig überzeugen kann mich der Song  nicht.

Carved In A Stone Bleeding kommt mit kurzem Cleanpart, dann mit einem melodischen Element, einigen Drumschlägen vorweg und dann ab ins schnellere Midtempo. Mit Uftata und melodischem Riffing. Sehr geil. Typisch schwedisch groovt man dann weiter, um dann ein Uptempopart ans Licht zu holen und wieder wechselt man in einen melodischen Uftatapart. Gefällt mir. Tempo wieder raus und langsam grooven. Natürlich mit HM2-Sound. Hier regiert die Abwechslung, denn es erfolgt auch schon wieder der Uptempopart. Ein ergänzender, erst drückender und dann auch atmosphärischer Part folgt noch, dann wird es ruhig. Ein Cleanpart wird eingebaut. Verträumt und dann geht es druckvoll langsam weiter. Mit gutem Riffing versehen, drückt der Part ohne Ende, wird kurz melodisch, um dann schreiend das Ende via einer Uptempogeschichte zu beenden. Der Song erinnert mich auch sehr an Edge Of Sanity.

They Silently Await klingt am Anfang recht merkwürdig, liefert dann aber wieder ein herrliches Riff ab. Melodische Vorspieler und einen Blast rausgeholt. Der Song ist schön fix und gefällt mir mit am besten, da es hier eine gelungene Kombination aus schwedischem Death Metal, Tempo und ungewöhnlichem Riffing gibt.

Das Riffing und die melodischen Momente bei Rebirther sind einfach nur großartig. Auch hier geht man in Richtung Edge Of Sanity. Brett!

Geile Songs, fette Produktion und geiles Artwork von Juanjo Castellano (u.a. The Black Dahlia Murder). Hier passt wirklich viel zusammen. Kaum zu glauben, dass es sich hier schon um die vierte Veröffentlichung von Rogga in 2021 handelt. Der Mann ist ein Tier. Respekt.

Eye Of Purgatory – The Lighthouse
Fazit
Bei Eye Of Purgatory wirkt der gute Rogga mit und der hat mich noch nie enttäuscht. Die Kombination aus schwedischem Death Metal und melodischen Klängen kriegen die drei Protagonisten sehr gut hin. Wer auf Bands wie Edge Of Sanity, Desultory, Cemetary, frühe Tiamat oder Pan.Thy.Monium abfährt, sollte sich The Lighthouse zulegen.

Anspieltipps: The Lighthouse und Rebirther
Michael E.
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