Feuerschwanz am 07.05.2011 im Thunis in Marx

Bands: Feuerschwanz, Ignis Fatuu

Location: Tunis in Marx

Homepage: www.ah-entertainment.de

Datum: 07.05.2011

Kosten: VK: 13 Euro, AK: 16 Euro

Besucher: 120

Nach etwas mehr als einmonatiger „Wunsch ist Wunsch Tour“ lud des Hauptmanns geiler Haufen Feuerschwanz gemeinsam mit den Spielleuten von Ignis Fatuu zum Tourabschluss nach Marx. Dabei sorgten AH-Entertainment und das „Tunis“-Team für ein gelungenes Rahmenprogramm. So wurden die Gäste bei 25 Grad Außentemperatur (!) dem Anlass entsprechend an einer Met-Taverne empfangen, sodass man sich die Zeit bis zum Konzertbeginn sinnvoll vertreiben konnte. Nach einem Met und einem Wikingerblut, also kurz vor 21.00 Uhr, war es dann auch schon so weit und die fränkischen Barden von Ignis Fatuu baten zum Tanz.

Die Band um Frontmann Alexander Trappe trat an, um ihren aktuellen Silberling Neue Ufer zu promoten, was ihnen sehr eindrucksvoll gelingen sollte. Zwar war das Publikum bei Stücken wie Scherenschnitte, Hochmut oder Wolfszeit noch weit davon entfernt, textsicher zu sein, doch wurde bereits kräftig das Tanzbein geschwungen. Besonders beeindruckend war dabei auch das instrumentale Repertoire der Band. So kamen neben Dudelsack, Blockflöte und Schalmei auch Drehleier und Nyckelharpa zum Einsatz.

Nach dem ersten Block mit sechs Stücken des neuen Albums meldete sich plötzlich Trappes Gewissen zu Wort, welches sich nach kurzer Zeit als Prinz Hodenherz von Feuerschwanz zu erkennen gab und sich nur meldete, um auf den zu niedrigen Blutalkohol hinzuweisen, dem man mit einem Becher Met begegnete.

Im Anschluss an die kleine Stärkung besann man sich auch bald auf die älteren Stücke des 2009er Debüts Es werde Licht. So gaben die Spielleute Frühlingsreigen und Nordwind zum Besten, wobei besonders letzteres vom Publikum dankend aufgenommen und verstärkt mitgesungen wurde. Nach dem ebenso begeistert abgefeierten Spiel des Lebens wurde der Auftritt meiner geheimen Favoriten mit Wächter der Nacht nach (einer leider viel zu kurzen) knappen Stunde beendet. So hat man die Latte trotz Met und Gewissensbissen für die Feuerschwänze doch recht hoch gelegt.

In Erwartung einer wie immer ereignislosen Umbaupause trottete ich erneut zur Taverne, um mich auf den Metvernichter einzustimmen. Aber von wegen ereignislos oder gar langweilig: Im Biergarten des Tunis erwartete das Publikum eine sehr geile Feuershow der Pyromanen von Pyroviel. Dabei haben es mir besonders der brennende Hula-Hoop-Reifen und der „flambierte Paarungstanz“ angetan. Eine im wahrsten Sinne des Wortes brenzlige Angelegenheit.

Kurz nach 22.00 Uhr, als die Feuerspucker begannen ihre neu erworbenen Brandblasen zu kühlen, erklangen auch schon die ersten Töne der Feuerschwänze. Die ersten beiden Stücke – Henker und Maria“– wurden genutzt, um langsam wieder in den Saal zu trotten und auch Ignis Fatuu waren noch fleißig damit beschäftigt, alle möglichen Utensilien mit Autogrammen zu verzieren. Doch bei den ersten Klängen von Met und Miezen und dem folgenden Jungfernkranz wurde schon wieder heftig getanzt, wobei sich auch die Spielleute der Vorband und die Feuerkünstler von Pyroviel nicht lange bitten ließen.

Wie die ersten Nummern (und natürlich der Tourname) bereits vermuten ließen, gaben auch der Hauptmann und seine Mitstreiter hauptsächlich Stücke vom kürzlich erschienenen vierten Studioalbum zum Besten. Dabei kamen der Titeltrack Wunsch ist Wunsch, Wir lieben Dudelsack und Die Metmaschine beim nicht sonderlich zahlreichen aber feierfreudigen Publikum besonders gut an. Im Falle der letztgenannten Nummer könnte das durchaus an der tatsächlich mitgebrachten Metmaschine namens Mama liegen, mit der die durstigen Fans mit dem Honigtrunk versorgt wurden.

Trotz des großen Anteils neuer Songs wurden auch die beiden Vorgängeralben angemessen berücksichtigt, von denen vor allem Hurra Hurra die Pest ist da und Verteidiger des wahren Mets nicht fehlen durften. Nachdem Ignis Fatuu und Feuerschwanz den Tourabschluss mit einem gemeinsamen Becher Met zelebriert hatten und Prinz Hodenherz zusammen mit den Fans den wohl größten Lindwurm aller Zeiten gebildet hatte, wurde auch langsam das Ende der Show eingeläutet. Kurz nach halb zwölf wurde dann die letzte Nummer angestimmt.

Anschließend hatten sowohl die sehr sympathischen Bands als auch das Publikum bei der After-Show-Party Gelegenheit, den Abend gemütlich auszuwerten. Fazit: Wir lieben Dudelsack …

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