FM – Synchronized

Eine Stunde gute musikalische Unterhaltung

Artist: FM

Herkunft: London, England

Album: Synchronized

Spiellänge: 59:45 Minuten

Genre: AOR, Melodic Rock

Release: 22.05.2020

Label: Frontiers Music s.r.l.

Links: https://www.facebook.com/FMofficial
http://www.fmofficial.com/fmofficial/index.html

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Steve Overland
Gitarre – Jim Kirkpatrick
Bassgitarre – Merv Goldsworthy
Keyboard – Jem Davis
Schlagzeug – Pete Jupp

Tracklist:

  1. Synchronized
  2. Superstar
  3. Best Of Times
  4. Ghost Of You And I
  5. Broken
  6. Change For The Better
  7. End Of Days
  8. Pray
  9. Walk Through The Fire
  10. Hell Or High Water
  11. Angels Cried
  12. Ready For Me

Im Sommer 1984 gründete sich die englische Rockband FM. Sie bestand aus der ehemaligen Samson Rhythmustruppe Merv Goldsworthy (Bass) und Pete Jupp (Schlagzeug), den Overland Brüdern, Sänger und Gitarrist Steve und Leadgitarrist Chris, sowie Keyboarder Philip Manchester, auch bekannt unter dem Synonym Didge Digital. Die Band schrieb zunächst sechs Songs, worauf das Quintett einen Plattenvertrag bei CBS erhielt. Es folgte das Debüt Indiscreet (1986) und Tourneen sowie Konzerte u.a. mit Tina Turner, Meat Loaf, Foreigner, Gary Moore oder Status Quo. In den USA arbeiteten die Overland Brüder gemeinsam mit Desmond Child und es entstand das zweite Album Tough It Out (1989). Nach einer umfassenden UK-Tour entschied sich Chris Overland jedoch, FM zu verlassen.

Seinen Part übernahm Andy Barnett, ein Gitarrist, der schon in der ersten Formation der Engländer praktisch mit am Start gewesen war. Mit ihm kam ein härterer Sound, und der Stil von FM veränderte sich leicht. Takin‘ It To The Streets (1991) war das erste Resultat. Ende 1991 stieg Didge Digital aus, und das folgende Werk Aphrodisiac (1992) ließ – nicht nur aufgrund der zahlreichen Balladen – Vergleiche zu Foreigner und Journey wach werden.

Die Akustik-Gigs im Winter 1992 wurden in Form von No Electricity Required (1993) festgehalten. Jem Davis (Tobruk, UFO, Midnight Blue) stieß als fester Keyboarder zur Band. Leider lösten sich die Briten, frustriert von der Grunge-Ära, nach dem nächsten Studiowerk Dead Man’s Shoes (1995) vorerst auf. Am 27.10.2007 spielte das Quintett im Rahmen des Firefests sein erstes Konzert nach 12 Jahren Pause und es startete die zweite Phase von FM. Allerdings musste sie leider den Ausstieg Andy Barnetts verkraften. Jim Kirkpatrick debütierte im März 2009 bei einem Konzert in Wigan’s Winstanley College und das neue Langeisen Metropolis (2010) wurde auf den Markt geworfen. Seitdem erscheinen in schöner Regelmäßigkeit neue Werke der Londoner. Rockville und Rockville II (2013), Heroes And Villains (2015), Indiscreet 30 (2016) und Atomic Generation (2018). 2020 also gibt es mit Synchronized das Studioalbum Nr. 12.

Soweit zur Geschichte der Herren. Was gibt es an Musik auf der neuen Scheibe? Der Titeltrack ist auch gleich der Opener. Ein runder, in Richtung AOR tendierender Rocktrack stimmt auf die nächste knappe Stunde ein. Superstar knüpft an den Opener an. Best Of Times liefert noch etwas mehr AOR als Rock, erinnert irgendwo an Foreigner oder ähnliche Bands mit balladesken Parts und energischen Refrain. Die zu FM gehörende Ballade ist dann Ghost Of You And I gefolgt von Broken mit keyboardlastigen AOR. Change For The Better knüpft an seinen Vorgänger an, das Keyboard ist aber wieder im Hintergrund. End Of Days kommt mit etwas mehr Dampf aus den Boxen und liefert sogar hier und dort Hardrock Riffing. Pray und Walk Through The Fire erinnern an klassischen AOR der 80er-Jahre. Hell Or High Water bringt wieder etwas mehr Tempo ins Geschehen, wobei der Gesang und Sound mich wieder stark an Foreigner erinnern. Mit Angels Cried gibt es noch mal eine leicht soulige Ballade, bevor das rockige Ready For Me den Rausschmeißer macht.

FM – Synchronized
Fazit
Für Anhänger in Richtung Foreigner oder ähnlichen Größen der 80er und 90er bzw. Stadionrock aus der Zeit dürfte die Scheibe ziemlich interessant sein. Es ist genügend Abwechslung enthalten und es wird auch mal richtig soft. Der Sound ist gut und die Tracks kommen vernünftig aus den Boxen. Das Rad wurde ganz sicher nicht neu erfunden, liefert aber gute Unterhaltung über eine knappe Stunde.

Anspieltipps: End Of Days, Hell Or High Water und Ready For Me
Jürgen F.
7
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
7
Punkte
Weitere Beiträge
Gösta Berlings Saga – Konkret Musik