Foscor – Les Irreals Visions

“In atmosphärische Gefilde und deutlich distanziert von harten Riffs!“

Artist: Foscor

Herkunft: Barcelona, Spanien

Album: Les Irreals Visions

Spiellänge: 43:42 Minuten

Genre: Post Black Metal, Dark Progressive Metal

Release: 09.06.2017

Label: Season Of Mist

Link: https://www.facebook.com/pg/foscor.official/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Fiar
Gitarre und Effekte – Falke
Gitarre, Bass, Piano – A. M
Schlagzeug – J.F

Tracklist:

  1. Instants
  2. Ciutat Tràgica
  3. Altars
  4. Encenalls De Mort
  5. Malfiança
  6. Espectres Al Cau
  7. De Marges I Matinades
  8. Les Irreals Visions

Das bereits fünfte Album der Spanier Foscor wird dieser Tage veröffentlicht. Das neue Werk Les Irreals Visions kommt auf eine gute dreiviertel Stunde und wird über Season Of Mist angepriesen. Was hinter den acht neuen Kompositionen steckt, wollen wir in diesem Review einmal durchleuchten. Das Artwork ist derart schlicht, dass es schon wieder ins Auge springt. Graue Schatten lassen die Buchstaben verblassen, während die Haare einer freizügigen Frau vom Winde verweht werden.

Der Dark Progressive Metal Einstieg mit Instants beginnt wie fast schon erwartet andächtig. Modern mit treibenden Elementen steht ein Klangmuster, welches auf einer hohen Atmosphäre basiert, im Vordergrund. Gesanglich bleibt Fiar nur zu gerne auf einer Gesangsfarbe, die nicht für jedermann ist. Die Clean Vocals bleiben stets emotional, ohne in besonders wütende oder fröhliche Regionen vorzudringen. Ähnlich grau wie das Cover darf die gebotene Kunst beschrieben werden. Alle, die jetzt damit rechnen, dass Foscor nach allen Regeln der Kunst schlecht geredet werden, müssen wir enttäuschen. Zwar bleiben die Südeuropäer blass, was wiederum den vier Protagonisten in die Karten spielt bzw. ein fester Bestandteil des Songwritings ist.

Kaum zu glauben, dass die über 40 Minuten wie im Fluge verstreichen. Das dürfte daran liegen, dass Les Irreals Visions wie an einer Perlenkette aufgezogen wurde. Ein klares Konzept, das den Liebhaber spannender Effekte, liebevoller Melodien und eben himmlischen Lyrics stets bei Laune hält, ohne nur ein Highlight erzeugt zu haben. Wichtig beim fünften Studioalbum ist das gesamte Gebilde, das keinen einzelnen Song in ein besonderes Licht stellt und bestens zum Träumen einlädt.

Fazit: Als Foscor Quereinsteiger darf man, wie meine Person schon getan, nur zu gerne bei Les Irreals Visions zugreifen. Was die Männer in der Vergangenheit angeschlagen haben, kann ich natürlich nicht mit den neuen acht Werken vergleichen, umso stärker liegt der Fokus beim aktuellen Material. Dies ist, wie bereits angesprochen, schlicht, gleichzeitig prägnant und ergreifend. Der fast schon schüchterne Fiar übernimmt kaum spürbar Verantwortung und ist immer involviert, ohne nur einmal aus der Soundwand herauszustechen. Ein klasse Album für Träumer und Denker.

Anspieltipps: Alles
Rene W.
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