Gaerea – Limbo

Black Metal mit melancholischer Textur und voller tiefer Emotion

Artist: Gaerea

Herkunft: Oporto, Portugal

Album: Limbo

Genre: Black Metal, Post Metal, Progressive Black Metal

Spiellänge: 51:44 Minuten

Release: 24.07.2020

Label: Season Of Mist

Link: https://www.season-of-mist.com/bands/gaerea/

Bandmitglieder:

Nicht bekannt

Trackliste:

  1. To Ain
  2. Null
  3. Glare
  4. Conspiranoia
  5. Urge
  6. Mare

Die Portugiesen ließen bereits 2018 mit ihrem Erstling Unsettling Whispers von sich hören. Mittlerweile haben Gaerea einen Labeldeal bei Season Of Mist. Season Of Mist bringen am 24.07.2020 mit Limbo den Nachfolger nun unter die (Black) Metaller.

Erhältlich sein wird das Album als CD und unter anderem in den Vinylvarianten schwarz (350 Stück), gelb-schwarz-marmoriert (300 Stück) und türkis (200 Stück).

Die Portugiesen von Gaerea schleudern den geneigten Fans ein wahrlich schwarzes Meisterwerk um die Ohren, welches es richtig in sich hat.

Viel zu den Bandmitgliedern von Gaerea ist nicht bekannt, da sie selbst im Promo zum aktuellen Album zur Bandbesetzung Folgendes angeben: „Line-Up: unknown“.

Auf den Bandbildern oder in den Videos ist das Quintett (ja das ist es wohl, denn das geben sie dann doch preis) stets maskiert.

Also lässt die Band ihre Musik sprechen. Die Musik, die für die Band spricht, sind 52 Minuten Black Metal, der, obwohl er auf dem traditionellen Black Metal sein Fundament hat, diesen mit über die Genregrenzen ausschweifendem Material anreichert. Black Metal mit melancholischer Textur und voller tiefer Emotionen. Ständig inmitten der verheerenden Zerreißprobe. Ihre Version des Black Metals verschlingt den Hörer regelrecht, wobei es hier kein Ausweichen für den Hörer gibt. Dieser sitzt beim Anhören des Werkes wie das Kaninchen vor der Schlange, bereits betäubt. Ich prophezeie bereits jetzt, dass Gaerea mit Limbo ihren Status als Geheimtipp in der Szene verlieren werden.

Beginnend mit dem Opener To Ain zeigt die Band, dass sie Black Metal wunderbar mit Post Metal und einem Schuss Gloom zu verbinden vermag. Mit mehr als elf Minuten ist dieser Song bereits die Ansage für die noch folgenden fünf weiteren Songs.

Mit dem folgenden Null wird es nicht ruhiger – es wird nichts auf null zurückgesetzt, nein, es brennt eher das rasende Herz, geprägt auch von einem intensiven Gesang. Intensität ist den Songs stark gegeben. Der gradlinige Black Metal scheint gnadenlos an Macht zu gewinnen. Urge ist hierfür ein gelungenes Beispiel. Ein wunderbarer Groove treibt diesen Song in irre Windungen.

Stilistisch ähnlich wie der Opener, schließt der abschließende Song Mare dieses Werk. Es wird vertrackter und ruhiger. Durch den langsameren Mittelteil kommt eine beängstigende Stimmung in bester Post Metal Manier auf, bevor der Black Metal sich ihn wieder zurückholt. Über dreizehn Minuten wird das Statement des Openers untermauert.

Gaerea sind Anfang 2021 mit Harakiri For The Sky und Schammasch auch in Deutschland auf Tour.

Hier habt ihr die Möglichkeit, dieses tolle Package zu sehen:

28 Jan 21 Warsaw (PL) Hydrozagadka
29 Jan 21 Prague (CZ) Nova Chmelnice
30 Jan 21 Erfurt (DE) From Hell
31 Jan 21 Dresden (DE) Chemiefabrik
01 Feb 21 Kassel (DE) Goldgrube
02 Feb 21 Mörlenbach (DE) Live Music Hall
03 Feb 21 Dortmund (DE) Junkyard
04 Feb 21 Kortrijk (BE) De Kreun
05 Feb 21 Arnhem (NL) Willemeen
06 Feb 21 Leiden (NL) Gebr de Nobel
07 Feb 21 Trier (DE) Mergener Hof
08 Feb 21 Paris (FR) Backstage
09 Feb 21 Toulouse (FR) Le Rex
10 Feb 21 Barcelona (ES) Sala Boveda
11 Feb 21 Martigny (CH) Les Caves Du Manoir
12 Feb 21 Wetzikon (CH) Hall of Fame
13 Feb 21 Regensburg (DE) Airport Eventhalle Obertraubling
14 Feb 21 Salzburg (AT) Rockhouse

Gaerea – Limbo
Fazit
Limbo ist ein verdammt schweres, bleiernes Werk voller verhangener und dunkelgrauer Wolken, auf welches geschickt postmetallische Melodie und Dunkelheit treffen. Schwer und doch fast ein depressives, zerbrechliches Werk thront da am Black Metal Himmel. Tempi und damit einhergehende Stimmungswechsel sorgen dafür, dass Limbo ein sehr spannungsreiches Werk ist, welches eben nicht in monotoner Lethargie oder Depression versinkt. Stellt sich einmal Lethargie in einem Song ein, wird sie mit aggressiven Tönen spätestens beim nächsten Song vertrieben. Gaerea schaffen es, aggressiven Black Metal mit spannungsreichem Post Metal zu verweben. 

Anspieltipps: To Ain, Urge und Mare
Juergen S.
9.3
Leser Bewertung1 Bewertung
9.1
9.3
Punkte
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