Gnosis – Omens From The Dead Realm

Neue Erkenntnisse aus dem Reich der Toten

Artist: Gnosis

Herkunft: USA

Album: Omens From The Dead Realm

Spiellänge: 44:48 Minuten

Genre: Black Metal, Death Metal

Release: 14.06.2021

Label: Nuclear War Now! Productions

Link: https://gnosis-fl.bandcamp.com/album/omens-from-the-dead-realm

Bandmitglieder:

Gesang, Bassgitarre und Synthesizer – R.P.
Gitarre – D.A.
Schlagzeug – C.V.

Tracklist:

  1. Conjuration Of The Nemesis
  2. Typhlotic Visions
  3. Excite The Tempest
  4. Apzu, Sea Of Death
  5. Transcendence Pt. II
  6. The Eleventh Step, The Gate Unknown
  7. Omens From The Dead Realm
  8. Awakening The Third Eye
  9. Watcher Of A Faceless Abyss

Gnosis steht für Wissen oder Erkenntnis. Wollte ich nur einmal erwähnt haben. Hat keinen Bezug zu irgendetwas, außer natürlich zum Bandnamen der amerikanischen Truppe, die bereits seit 2013 dabei ist und nach The Third-Eye Gate (2015) und The Offering Of Seven (2018) nun ihr drittes Output am Start hat. Unterstützt werden sie dabei von Nuclear War Now! Productions.

Conjuration Of The Nemesis ist eine Mischung aus Death und Black Metal. Das Schlagzeug hämmert förmlich auf einen ein und nimmt dann Fahrt auf. Das Riffing ist ganz gut, aber kommt einem sehr bekannt vor. Die Vocals klingen grimmig und tief. Das Tempo und das Riffing werden verändert und so klingt man recht druckvoll. Break und Tempo raus, welches nicht wirklich hoch war. Ein melodischer Part folgt und im Anschluss ein Solo. Die Vocals legen wieder los und im langsamen Midtempo agiert man recht atmosphärisch. Das nun folgende melodische Lead ist ganz geil, die Harmonien passen. Dann wird es ganz still und atmosphärisch. Die Gitarre läuft langsam weiter und gesprochene Wörter werden aufgewartet. Danach wird der Song wieder härter und auch schneller, ohne wirklich fix zu sein und dann ist auch schon Schluss.

Typhlotic Visions kommt da schon wesentlich druckvoller aus den Boxen und klingt vom Riffing her schon fast hypnotisch zu Beginn. Break, Vorspieler und wieder Gummi. Leider ist das Drumming, welches sehr hämmernd klingt, leicht im Vordergrund. Ist aber nicht so dramatisch, denn hier wird so richtig geholzt. Wieder Vorspieler und weiter geht das Gehacke. Sehr gut. Nicht wirklich etwas Außergewöhnliches, aber es macht durchaus Spaß, zuzuhören. Nach einem Break erfolgt der Wechsel in einen schleppenden und atmosphärischen Part und die eingestreute Melodie ist echt geil. Davon gerne mehr. Im Hintergrund klingen chorale Klänge und dann fängt der Drummer an Geschwindigkeit aufzubauen und Keyboardsound begleitet diesen Aufbau. Dann ist auch schon wieder Schluss. Ja, der Song schockt wohl.

Excite The Tempest geht auch in diese Richtung. Drückender Death Metal mit blackigen Riffings und Keyboardklängen. Dann wieder diese Vorspieler und ab geht es ins Uptempo. Kommt ganz gut, nur ist das natürlich sehr vorhersehbar. Das finde ich eigentlich nicht verkehrt, nur fehlt mir dieses besondere Riffing ein wenig. Die Melodie ist auch hier absolut brauchbar, aber eben nicht tödlich. Danach wechselt man wieder in eine stumpfen Ballerpart und dann geht es hin und her. Kommt alles nicht wirklich schlecht, haut mich aber definitiv nicht um. Das Tempo wird dann wieder ganz herausgenommen und man geht doomig und atmosphärisch zu Werke. Wie gesagt, klingt gut, habe ich aber bei anderen Bands auch schon wesentlich besser und druckvoller gehört.

In der Mitte des Albums wird dann ein Instrumentalstück Transcendence Pt.II eingestreut. Eine gute Idee und eine feine orientalische Nummer. Eine Reise in den Mittleren Osten der alten Tage. Feine Ambient-Elemente werden verarbeitet.

Der Rest des Albums setzt die typische Marschrichtung fort und bietet dann diese Mischung aus Death Metal, Black Metal, Atmosphäre und Keyboardsound. Die Keyboardeinsätze und einige Soli kommen nicht so richtig bei mir an. Man orientiert sich an den Neunzigern, geht aber auch heavige Wege, wie z. B. bei The Eleventh Step, The Gate Unknown.

Im Ganzen erinnert mich dieser Stil vor allem an Rotting Christ. Fans der Griechen sollten reinhören.

Gnosis – Omens From The Dead Realm
Fazit
Gnosis bieten auf ihrem dritten Output eine Mischung aus Death Metal und Black Metal. Durch die Verwendung von Keyboardklängen und den atmosphärischen Elementen erinnern sie sehr an die Griechen von Rotting Christ, ohne aber das Niveau zu erreichen. Schon ganz gut, aber es fehlt definitiv etwas. Wer sich als Fan der Griechen bezeichnet, sollte die Amis aber anchecken.

Anspieltipps: Typhlotic Visions und Omens From The Dead Realm
Michael E.
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