Godless – Genesis Of Decay (EP)

Neues Thrash-Death-Lebenszeichen aus Indien

Artist: Godless

Herkunft: Indien

Album: Genesis Of Decay (EP)

Spiellänge: 15:38 Minuten

Genre: Death Metal, Thrash Metal

Release: 04.04.2025

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/godlessindia

Bandmitglieder:

Gesang – Nangsan Lyngwa
Gitarre – Moiz Mustafa
Bassgitarre – Abbas Ravzi
Schlagzeug – Nikhil Rajkumar

Tracklist:

1. Amorphous Mass
2. Doctrine Of Hate
3. Silent Oppression
4. Prologue To Dissent
5. Echoes Of Collapse

Denke ich an Death Metal und Indien, fallen mir sofort Demonic Resurrection und Godless ein. Sicherlich wird es da noch einige andere geile Kapellen geben, aber diese sind bei mir extrem hängen geblieben. Godless gründeten sich in Hyderabad im Jahre 2015. Nach zwei EPs erschien das Album States Of Chaos, welches ich ziemlich abgefeiert habe. Tatsächlich habe ich neulich noch Demonic Resurrection (DR) in der Anlage gehabt und habe gedacht, was machen Godless denn eigentlich so. Der Drummer von DR ist jetzt auch bei Godless und so kam es dazu, dass der Basser Abbas, letztes Gründungsmitglied, nun wieder eine starke Truppe um sich hat und neues Material auf den Markt werfen kann, in Form einer EP, welche wieder in Eigenproduktion veröffentlicht wurde.

Amorphous Mass wurde bereits 2024 als Single herausgebracht und legt auch gleich druckvoll mit einem langsamen, schleppenden Old School Death Metal Part los. Immolation lassen grüßen. So langsam steigert man das bedrohliche Potenzial, eine fette Doublebass mit Stakkato-Riffing gesellt sich dazu und man wird schneller. Herrlich. Total viel Druck und absolute Energie und dann geht das Geholze los. Genau so, Leute, genau so. Uftata-mäßig geht es weiter und wieder hat man ein fettes Riff am Start. Ein Solo verfeinert den Abend und geht gut ins Ohr. Eine chaotische und atmosphärische Passage wird mit eingebaut, bevor man wieder sehr aggressiv agiert und dann zum Ursprung zurückkehrt, den langsamen und schleppenden Part wiederholt und dann ist Feierabend. Ich glaube, an meinem Schreibstil kann man erkennen, dass ich den Song ziemlich abfeiere.

Doctrine Of Hate legt dann auch los wie die Feuerwehr – Vollgas, thrashige Riffs und screamiger Gesang zu Beginn. Dann schleppt man sich druckvoll, variiert, die tiefen Vocals gesellen sich dazu und übernehmen jetzt die Oberhand. Das ganze Teil ist ein brutaler und schnell mitreißender Fluss, der keine Pausen kennt. Die screamigen Vocals und das thrashige Riff folgen noch einmal und dann gibt es ein fettes Solo, bevor man dann noch einmal den thrashigen Part einbaut. Und Ende.

Der Beginn von Silent Oppression erinnert mich an Under The Blade von Defleshed, ohne jetzt genauso zu klingen. Geil. Auch hier hält man die Geschwindigkeit hoch und liefert total ab. Die Riffs sitzen und man erwartet vom geneigten Zuhörer, dass er vor der heimischen Anlage ordentlich Gas gibt. Auch hier arbeitet man wieder mit dem doppelten Gesang. Es werden kleine Midtempopausen eingebaut und natürlich darf das obligatorische Solo nicht fehlen. Ansonsten ist es ein reines Death-Thrash-Blitzgewitter. Und mitschreien kann man Silent Oppression auch noch. Laune hoch zehn.

Etwas ruhiger und atmosphärischer, aber bedrohlich geht es zu bei dem Stück Prologue To Dissent. Dieser Song dient als Intro. Das Ende ist nah.

Last but not least. Der letzte Song folgt und hört auf den Namen Echoes Of Collapse. Der Song reiht sich nahtlos ein, gar keine Frage. Auch das Solo ist wieder verdammt geil. Auch hier erzeugen sie Druck ohne Ende. Und diese herrlichen, thrashigen Riffs. Fein.

Godless – Genesis Of Decay (EP)
Fazit
Die Inder von Godless haben mich im Jahre 2021 mit ihrem Debütalbum komplett überzeugt und auch mit neuer Mannschaft (nur noch Basser Abbas ist übrig) ziehen sie mich in ihren Bann. Diese vier neuen Songs bieten ein sehr hohes Niveau und liefern eine sehr geile Mischung aus Thrash und Old School Death Metal ab. Die Einflüsse gehen von Slayer bis Morbid Angel und sie schaffen es, diese zu einem gelungenen Hassbratzen zu vereinen. Hinzu kommt die auf alt getrimmte, aber klar vernehmbare Produktion. Lecker. Ich hoffe, dass sie dieses Niveau halten können und wir bald ein zweites Album erwarten können. Und warum haben die keinen Vertrag?

Anspieltipps: Amorphous Mass und Silent Oppression
Michael E.
8.7
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